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"NSU 2.0": Verdacht gegen hessische Polizei – Anwältin erhält neue Drohbriefe

Bericht zu "NSU 2.0"  

Verdacht gegen hessische Polizei: Anwältin erhält neue Drohbriefe

30.01.2019, 00:15 Uhr | t-online.de, aj

"NSU 2.0": Verdacht gegen hessische Polizei – Anwältin erhält neue Drohbriefe. Seda Basay Yildiz: Die Frankfurter Anwältin hat erneut ein rechtsextremes Drohfax erhalten. (Quelle: imago/Archivbild)

Seda Basay Yildiz: Die Frankfurter Anwältin hatte erneut ein rechtsextremes Drohfax erhalten. (Quelle: imago/Archivbild)

Eine türkischstämmige Anwältin erhält rechtsextreme Botschaften, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet sind. Der Fall löst eine Polizeiaffäre in Hessen aus, Beamte werden suspendiert. Doch die Drohungen nehmen kein Ende. Der Verdacht gegen die hessische Polizei erhärtet sich.

Die türkischstämmige Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız hat im Januar dieses Jahres weitere Drohbriefe mit rassistischen Schmähungen erhalten. Es gebe außerdem Hinweise darauf, dass der oder die Verantwortlichen aus den Reihen der Polizei stammen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach deuten besondere Ausdrücke in den Schreiben nach Ansicht des hessischen LKA auf Insiderwissen aus Polizeikreisen in Hessen hin.

Die Juristin hatte Anfang August 2018 nach Erhalt einer ersten Drohung Anzeige erstattet. In dem Fax mit Absender "NSU 2.0" wurde ihre Tochter mit dem Tod bedroht. Die Frau hatte im Prozess um den rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) Opfer vertreten. Am 20. Dezember kam ein weiteres Fax, wie die "SZ" berichtete. Im Januar folgten weitere Schreiben, alle von dem gleichen Absender und mit Drohungen und rassistischen Schmähungen gegen die Anwältin.


Ermittler vermuten nun, dass die Verfasser der Schreiben Beamte aus Hessen sind, da in einem der neuen Briefe das Kürzel HLKA benutzt wird. Die Buchstaben seien Behördenjargon und stünden für das Hessische Landeskriminalamt. Es sei unwahrscheinlich, dass die meisten Bürger diese Abkürzung kennen oder verwenden würden. Eines der Faxe sei außerdem mit einem Vor- und Nachnamen, anstelle von "NSU 2.0", unterschrieben worden, wie die "SZ" berichtet. Der Mann mit dem Namen, ein bekannter hessischer Polizeiausbilder, habe nach Angaben der Ermittler mit den Vorfällen aber nichts zu tun. 

Zuvor hatten die Behörden herausgefunden, dass Hintergrundwissen über die Anwältin aus dem polizeilichen Informationssystem eines Computers einer Beamtin des 1. Reviers in Frankfurt abgefragt worden war. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde eine mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei aufgedeckt. Sechs Beamte wurden suspendiert und von Ermittlern ins Visier genommen, trotzdem hörten die Drohungen nicht auf. Die sechs Verdächtigen berufen sich auf ihr Recht zu schweigen. 

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