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Vermisste Rebecca Reusch: "Unschuldsvermutung ausgehebelt"

Keine Spur von Rebecca  

Polizei: Vorerst keine neue Suche geplant

Von Imke Gerriets

12.03.2019, 11:04 Uhr
 (Quelle: Reuters)
Fall Rebecca: Tagelange Suche im Wald erfolglos

Die Berliner Polizei durchsuchte auch am Samstag wieder ein Waldstück nahe der Ortschaft Storkow. Weitere Details zu den Ermittlungen im Fall der vermissten 15-jährigen wurden noch nicht bekannt. (Quelle: Reuters)

Fall Rebecca: In diesem Waldstück suchte die Polizei mehrere Tage nach Spuren des vermissten Mädchens. (Quelle: Reuters)


Rebecca aus Berlin bleibt weiter vermisst. Die tagelange Suche in einem Waldstück in Brandenburg blieb erfolglos. Die Mordkommission geht mit Hochdruck den mehr als 1.200 Hinweisen nach.

Drei Tage lang hat die Polizei mit einem Großaufgebot in einem Waldstück bei Kummersdorf in Brandenburg nach der vermissten Rebecca gesucht – ohne Erfolg. t-online.de bestätigten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Berlin nun: Eine weitere Suche ist vorerst nicht geplant. 

Derzeit wertet die Polizei die vielen Hinweise aus der Bevölkerung aus, welches viel Zeit in Anspruch nehmen werde: "Wir gehen jedem Hinweis nach und priorisieren dabei natürlich. Um die wichtigsten kümmern wir uns zuerst und dementsprechend arbeiten wir die Hinweise ab", erklärt ein Polizeisprecher. 
 


Bei Kummersdorf fand in einem weitläufigen Kiefernwald in Brandenburg die letzte große Suchaktion statt. Von Donnerstag an durchkämmte eine Hundertschaft mit Spürhunden das Gebiet südöstlich von Berlin. Ohne eine heiße Spur zu der vermissten Rebecca aus Berlin zu finden. Und auch heute sagte der Polizeisprecher zu t-online.de: "Es gibt keinen neuen Stand, was die Ermittlungen betrifft."

 (Quelle: t-online.de) (Quelle: t-online.de)

Seit drei Wochen ist der Verbleib der Zehntklässlerin ungewiss. Die Kripo glaubt mittlerweile nicht mehr daran, Rebecca noch lebend zu finden. Der Hauptverdächtige Florian R. sitzt seit einer Woche in Untersuchungshaft und schweigt.

Strafverteidiger kritisieren die Polizei

Auch zu zwei Fahrten nach Brandenburg, die über ein Kennzeichenerfassungssystem bekannt wurden, sagte er nichts, hieß es von der Polizei. In dem Wagen waren Haare von Rebecca und Fasern einer Fleecedecke gefunden worden, die mit ihr aus dem Haus verschwunden war. Auf das Familienauto habe zu dem Zeitpunkt nur der Schwager des Mädchens Zugriff gehabt.

Vor allem Strafverteidiger kritisieren das Vorgehen der Polizei, den Schwager als Tatverdächtigen zu präsentieren. Die Unschuldsvermutung werde so ausgehebelt, hieß es. Ein faires Strafverfahren, wenn es dazu kommen sollte, sei so nicht mehr garantiert.
  

 
Rebecca hat in der Nacht zum 18. Februar bei ihrer Schwester Jessica und dem Schwager im Einfamilienhaus in Britz übernachtet. In der Nacht oder am Morgen verschwand sie. Kurz darauf wurde ihr Handy dauerhaft abgeschaltet. Zum Tatzeitpunkt sei die vermisste 15-Jährige mit Florian R. allein gewesen. Er soll sich bei seinen anfänglichen Aussagen widersprochen haben.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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