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Mitten im Prozess in Wuppertal: Entführungsopfer möglicherweise erneut entführt

Blutspuren in Kiosk  

Entführungsopfer während Strafprozess erneut entführt?

12.05.2019, 15:18 Uhr | dpa

Mitten im Prozess in Wuppertal: Entführungsopfer möglicherweise erneut entführt. Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht Wuppertal (Symbolbild): Wo der Mann zuletzt gesehen wurde und ob es Spuren gibt, will der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. (Quelle: dpa/Jan-Philipp Strobel)

Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht Wuppertal (Symbolbild): Wo der Mann zuletzt gesehen wurde und ob es Spuren gibt, will der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. (Quelle: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Ein Mann, der schon einmal im Jahr 2015 entführt wurde und gegen eine Lösegeldzahlung wieder freikam, wurde möglicherweise ein zweites Mal entführt. Die Behörden halten sich derzeit noch mit Informationen bedeckt.

Ein Entführungsopfer ist mitten im Prozess um die Tat möglicherweise erneut entführt worden. Der Mann, der im Juni 2015 entführt und kurze Zeit später nach der Zahlung von 25.000 Euro Lösegeld wieder freikam, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wuppertal derzeit verschwunden. Das erklärte ein Sprecher der Behörde am Freitag am Rande des laufenden Prozesses am Landgericht Wuppertal. An dem Tag sollte das Entführungsopfer als Zeuge aussagen. "Es laufen umfangreiche polizeiliche Maßnahmen", sagte der Staatsanwalt. Neue Informationen lagen dem Staatsanwalt am Sonntag dazu nicht vor.

Wo der Mann zuletzt gesehen wurde und ob es Spuren gibt, wollte der Staatsanwalt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Laut einem WDR-Bericht soll der Mann aus seinem Kiosk in Wuppertal am späten Donnerstagabend verschwunden sein. Der Kiosk sei an jenem Abend offen und leer gewesen, in einem Hinterzimmer soll Blut auf dem Boden gewesen sein, hätten Menschen aus dem Umfeld berichtet.

Kommenden Freitag kann Prozess fortgeführt werden

Der Prozess am Landgericht Wuppertal kann nach Angaben der Richter trotz des Verschwindens weitergehen, weil der Angeklagte gestanden habe. Nächster Verhandlungstermin ist der kommende Freitag.


Angeklagt ist ein 40-jähriger Deutscher, der nach langer Suche mit internationalem Haftbefehl im Januar 2019 in Polen festgenommen wurde. Ihm wird Menschenraub und Erpressung vorgeworfen. Der Bruder des Opfers sollte damals 70.000 Euro Lösegeld zahlen. Das Opfer wurde laut der Anklage mit Kabelbindern gefesselt. In einem Auto sei es dann von Mönchengladbach in die Niederlande und zurück umhergefahren worden. Nach der Lösegeld-Zahlung sei der Mann freigekommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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