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Berlin-Tempelhof: Sanitäter im Krankenwagen mit Gaspistole beschossen

Im Rettungswagen  

Sanitäter in Berlin mit Gaspistole beschossen

20.06.2019, 18:06 Uhr | dpa

Berlin-Tempelhof: Sanitäter im Krankenwagen mit Gaspistole beschossen. Ein Blaulicht an einer Polizeistreife: Schon länger klagen Gewerkschaften, dass Gewalt auf Rettungskräfte zunehmen würde. (Archivbild) (Quelle: dpa/Lino Mirgeler)

Ein Blaulicht an einer Polizeistreife: Schon länger klagen Gewerkschaften, dass Gewalt auf Rettungskräfte zunehmen würde. (Archivbild) (Quelle: Lino Mirgeler/dpa)

Der Rettungswagen hielt gerade an einer Kreuzung, als Männer die Türen öffneten und einsteigen wollten. Erst gelang es, die Eindringlinge zu vertreiben. Doch dann kehrten sie bewaffnet zurück.

Ein Betrunkener hat drei Sanitäter in Berlin-Tempelhof mit Reizgas angegriffen und verletzt. Der Rettungswagen der Sanitäter hielt in der Nacht zu Donnerstag an einer Kreuzung, als zwei Männer die hintere Tür des Wagens öffneten und einsteigen wollten, wie die Polizei mitteilte. Ein Sanitäter verhinderte das demnach. Einer der beiden Männer, der deutlich betrunken war, soll sich bedrohlich vor dem Sanitäter aufgebaut haben. Als der drohte, die Polizei zu rufen, gingen die Männer.

Später soll der Betrunkene zurückgekommen sein und mit einer Schreckschusswaffe mit Reizgas auf den Sanitäter geschossen haben. Auch seine beiden Kollegen, die in der Nähe standen, wurden getroffen. Der Täter flüchtete, die Polizei konnte ihn jedoch in der Nähe des Tatorts festnehmen.

Die Sanitäter erlitten Verletzungen

Der 28-Jährige hatte demnach fast zwei Promille Alkohol im Blut. Die Sanitäter erlitten Knalltraumata sowie Reizungen im Gesicht und an den Armen. Der Rettungswagen war zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Einsatz.
 

 
Gewerkschaften klagen seit längerer Zeit über eine Zunahme von Attacken gegen Einsatzkräfte. Seit Mai 2017 werden Angriffe auf Polizisten, Rettungspersonal und Feuerwehrleute härter bestraft. Seither drohen für solche Attacken bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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