Sie sind hier: Home > Panorama > Kriminalität >

Mexiko: Video zeigt gescheiterte Festnahme von "El Chapo"-Sohn

Skandal in Mexiko  

Video zeigt verpatzte Festnahme "El Chapo"-Sohn

30.10.2019, 19:44 Uhr | dpa

Mexiko: Video zeigt gescheiterte Festnahme von "El Chapo"-Sohn. Ein Ausschnitt des Videos, das Ovidio Guzmán bei der gescheiterten Festnahme zeigt: Die Soldaten wurden bei der Festnahme beschossen. (Quelle: AP/dpa/CEPROPIE)

Ein Ausschnitt des Videos, das Ovidio Guzmán bei der gescheiterten Festnahme zeigt: Die Soldaten wurden bei der Festnahme beschossen. (Quelle: CEPROPIE/AP/dpa)

Es war eine Blamage für Mexiko: Schwerbewaffneten Soldaten gelang es nicht, den Sohn des früheren Drogenbosses "El Chapo" festzunehmen. Nun verteidigt die Regierung ihr Vorgehen.

Nach Kritik an der gescheiterten Festnahme eines Sohns des früheren Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán hat die mexikanische Regierung Videos der Ereignisse veröffentlicht. Eines davon zeigt, wie der Sohn, Ovidio Guzmán, sich am 18. Oktober in der Garage seines Wohnhauses in der Stadt Culiacán den Soldaten stellt. Auf deren Aufforderung hin ruft er einen Angehörigen des früher von seinem Vater geführten Sinaloa-Drogenkartells an. Nach Angaben der Regierung handelt es sich um seinen Bruder Archivaldo Guzmán.

Ovidio Guzmán sagt am Telefon, die Gangster sollen ihre gewalttätige Reaktion auf seine Festnahme abbrechen: "Blast das Ganze ab. Ich habe mich ergeben." Das habe der Bruder abgelehnt, erklärte Mexikos Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Staatspräsidenten Andrés Manuel López Obrador am Mittwoch in Mexiko-Stadt. Archivaldo Guzmán habe stattdessen Drohungen gegen die Soldaten und deren Familien ausgesprochen. Acht Minuten später habe es die erste Meldung verletzter Soldaten gegeben.

Der Verteidigungsminister verteidigt das Vorgehen der Soldaten

Die Gewalt der Kriminellen habe den Abbruch des Einsatzes nötig gemacht, sagte Sandoval. Ovidio Guzmán wurde freigelassen, was zu heftiger Kritik an der Regierung führte. Das Wichtigste sei, die Leben Unschuldiger zu schützen, erklärte López Obrador. "Wir waren informiert, dass sie bereit waren, auf Zivilisten zu schießen."

Das Kartell hatte die Hauptstadt des nordwestlichen Bundesstaates insgesamt etwa sechs Stunden lang in Atem gehalten. Die schwerbewaffneten Gangster griffen Soldaten an, nahmen elf von ihnen als Geiseln und drangen in Wohnungen von deren Familienangehörigen ein. Sie blockierten Straßen und befreiten 55 Insassen einer Haftanstalt. Der Regierung zufolge gab es 8 Tote und 19 Verletzte.
 

 
Ovidio Guzmán alias "El Ratón" ("Die Maus") wird wegen Handels mit den Drogen Crystal Meth und Fentanyl in den USA gesucht. "El Chapo" Guzmán wurde im Juli in New York zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er in Mexiko gefasst und ausgeliefert worden war.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal