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Bundesweiter Missbrauchsring | Ermittler konzentrieren sich auf weiter andauernde Taten


Ermittler konzentrieren sich auf weiter andauernde Taten

  • Dietmar Seher
Von Dietmar Seher

Aktualisiert am 02.12.2019Lesedauer: 2 Min.
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Tatort in Bergisch Gladbach: Der Missbrauchsfall weitet sich auf mittlerweile acht Bundesländer aus.
Tatort in Bergisch Gladbach: Der Missbrauchsfall weitet sich auf mittlerweile acht Bundesländer aus. (Quelle: imago-images-bilder)
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Im Kindesmissbrauchsfall von Bergisch Gladbach wird die Aufklärung zurückliegender Taten vorerst zurückgestellt. Die Ermittler gehen laut Informationen von t-online.de zunächst Fällen mit Gefahr in Verzug nach.

Im umfangreichen Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach konzentriert sich die 300-köpfige Ermittlungsgruppe derzeit auf die Aufklärung möglicherweise noch andauernder Taten. Wo Gefahr im Verzug sei, müsse die Verfolgung zurückliegenden Kindesmissbrauchs vorerst zurückstehen, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer t-online.de. Dazu zähle auch die ebenfalls strafbare Verbreitung einschlägiger Bilder und Videos im Internet.

Acht Bundesländer betroffen

Denn was im Oktober noch als ein möglicher Einzelfall aus dem nordrhein-westfälischen Bergisch-Gladbach begann, weitet sich derzeit auf ganz Deutschland aus. Fahnder der "Ermittlungsgruppe Berg" in Köln haben Taten, Verdächtige und Opfer in bislang acht Bundesländern ermittelt. Täter sind dabei offenbar oft Väter und Verwandte, die einschlägige Aufnahmen über Chats und sichere Messenger-Dienste austauschen.

Wie t-online.de aus Sicherheitsbehörden erfuhr, ist das mutmaßliche Netzwerk auf NRW, Hessen, Berlin, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Brandenburg verteilt. Demnach wurden bislang 31 Tatverdächtige identifiziert, von denen zehn bereits in Untersuchungshaft sitzen. Auch 21 Opfer im Alter zwischen elf Monaten und 14 Jahren sind bekannt. Zuvor hatte unter anderem der "Deutschlandfunk" über die Zahlen berichtet.

Weitere Taten befürchtet

Damit zeichnet sich eines der umfangreichsten Missbrauchsverbrechen der Bundesrepublik ab, weit größer als der Fall auf dem Campingplatz in Lügde mit abgeurteilten 400 Einzeltaten. Ermittler rechnen demnach jeden Tag mit der Entdeckung weiterer Fälle. Allein auf dem Handy eines Tatverdächtigen wurden die Adressen von 1.800 Chatrunden-Teilnehmern festgestellt, auf einem anderen 113.000 Mobilfunknachrichten.

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Teilweise geht die Polizei unkonventionelle Wege, um eine schnelle Fahndung und damit einen Schutz der Opfer zu ermöglichen. Als in der letzten Woche ein 38-jähriger aus Quedlinburg in Sachsen-Anhalt in das Visier der Kölner geriet und wegen schlechten Wetters kein Hubschrauber abheben konnte, wurde das Beweismittel, eine Festplatte, per Streifenwagen quer durch Deutschland gefahren. Der 38-Jährige sitzt mittlerweile in U-Haft, weil er ein Mädchen aus seinem unmittelbaren Umfeld missbraucht haben soll.

Sicherheitskreise bestätigten t-online.de, dass die Spurensicherung aufgrund der deutschen Rechtslage nicht einfach sei. "Wir kommen nicht einmal an Verbindungsdaten." Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte am Samstag berichtet, die ursprüngliche Information über eine IP-Adresse in Bergisch Gladbach sei aus Kanada nach Deutschland vermittelt worden. Sie führte dann zu dem 42-jährigen, dessen Entdeckung die Ermittlungen ins Rollen brachte.


Die Konferenz der Innenminister der Länder wird sich ab Mittwoch auf ihrer Konferenz in Lübeck auf Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit den massenhaften Sexualstraftaten befassen.

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Verwendete Quellen
  • eigene Recherchen
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