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Hildesheim: Ehepaar wegen Kindesmissbrauch angeklagt

Jahrelanges Martyrium in Wohngruppe  

Ehepaar in Hildesheim wegen Kindesmissbrauch angeklagt

09.01.2020, 14:51 Uhr | dpa, t-online.de, joh

Hildesheim: Ehepaar wegen Kindesmissbrauch angeklagt. Mit Aktenordnern versuchen sie ihre Gesichter zu verbergen: Das wegen Kindesmissbrauch angeklagte Ehepaar aus Hildesheim. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)

Mit Aktenordnern versuchen sie ihre Gesichter zu verbergen: Das wegen Kindesmissbrauch angeklagte Ehepaar aus Hildesheim. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

In einer familienähnlichen Wohngruppe in Hildesheim sind offenbar jahrelang Kinder missbraucht worden. Ein heute 57-jähriger Erzieher und seine 60-jährige Ehefrau stehen vor Gericht. 

In einer familienähnlichen Wohngruppe für hilfebedürftige Kinder sollen mehrere Mädchen sexuell missbraucht und gequält worden sein. Der Prozess gegen ein Pädagogenpaar aus Gifhorn wird am Landgericht Hildesheim neu aufgerollt. Der 57 Jahre alte Erzieher soll laut Anklage zwischen den Jahren 1998 und 2007 Mädchen sexuell missbraucht und misshandelt haben, seine 60 Jahre alte Ehefrau ist mitangeklagt.

Beide hatten 25 Jahre lang bis zu sieben Kinder und Jugendliche in ihrem Haus betreut – viele blieben mehrere Jahre. Eine frühere Bewohnerin war im vergangenen Januar zur Polizei gegangen.

Dem 57-Jährigen werden sexueller Missbrauch von Kindern in elf Fällen sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen in vier Fällen vorgeworfen. Die 60-Jährige ist in fünf Misshandlungsfällen angeklagt, weil sie nicht einschritt und einmal geholfen haben soll.

Übergriffe in Badewanne und unter der Dusche

Die Staatsanwältin Christina Pannek beschrieb in ihrer Anklage die vorgeworfenen Taten mit teils abscheulichen Details. Sexuelle Übergriffe soll es in der Badewanne, unter der Dusche und im Betreuerschlafzimmer gegeben haben. Die Opfer waren laut Anklage zwischen 6 und 14 Jahre alt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde die Gruppe aufgelöst, das Paar wurde freigestellt.

Der Fall wird neu verhandelt, nachdem ein erstes Verfahren im Herbst ausgesetzt worden war. Ermittler hatten neue Akten eingereicht. Die Eheleute wollten sich zu Prozessbeginn äußern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtendienst dpa

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