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NRW: Polizei stoppt antisemitische Demo in Gelsenkirchen

Sorge um jüdische Gemeinde  

Polizei stoppt antisemitische Demo in Gelsenkirchen

13.05.2021, 11:55 Uhr | dpa, df

NRW: Polizei stoppt antisemitische Demo in Gelsenkirchen. Die Neue Synagoge in Gelsenkirchen (Archivbild): Die Polizei stoppte den Aufzug vor dem Gebäude. (Quelle: Daniel Ullrich, Threedots/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0)

Die Neue Synagoge in Gelsenkirchen (Archivbild): Die Polizei stoppte den Aufzug vor dem Gebäude. (Quelle: Daniel Ullrich, Threedots/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0)

Am Dienstag wurden in Münster und Bonn israelische Flaggen vor Synagogen angezündet. Am Mittwoch musste die Polizei rund 180 Demonstranten in Gelsenkirchen aufhalten – auch Schlagstöcke kamen zum Einsatz.

Ein antisemitischer Demonstrationszug ist am Mittwochabend in Gelsenkirchen von der Polizei gestoppt worden. Die ungefähr 180 Demonstranten, die sich vom Bahnhofsvorplatz in Richtung Synagoge bewegten, seien demnach von zahlreichen Polizeibeamten aufgehalten worden, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, dass während der unangemeldeten Versammlung antisemitische Rufe skandiert worden seien. Die Beamten setzten den Angaben zufolge auch Schlagstöcke ein, verletzt worden sei jedoch niemand, hieß es.

Ein Video, das der Zentralrat der Juden auf Twitter teilte, zeigt Teilnehmer des Aufzugs, die vor der Synagoge judenfeindliche Sprechchöre rufen. Der Verband verurteilte die Proteste als "puren Antisemitismus". "Zeiten, in denen Juden auf offener Straße beschimpft werden, sollten längst überwunden sein", heißt es in dem Tweet.

Nicht der erste Vorfall

In der Nacht zuvor waren vor Synagogen in Münster und Bonn israelische Flaggen angezündet worden. Die Landesregierung habe daraufhin unverzüglich zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch. "Wir haben den Schutz an allen herausragenden jüdischen Orten noch einmal erhöht." Für alle anderen jüdischen Objekte werde auf Veranlassung von Innenminister Herbert Reul (CDU) "eine aktuelle Beurteilung der Gefährdungslage durchgeführt". Vertreter aus Politik und Gesellschaft reagierten schockiert auf die Taten.

Seit Montagabend beschießen militante Palästinenser Israel massiv mit Raketen. Dabei sind bislang fünf Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden. Israels Armee reagiert darauf nach eigenen Angaben mit dem umfangreichsten Bombardement seit dem Gaza-Krieg von 2014. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza beträgt die Zahl der seit Montag getöteten Palästinenser 65 – darunter 16 Kinder und fünf Frauen. 365 Menschen seien verletzt worden.

Verwendete Quellen:

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