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Missbrauchskomplex Münster: Tatverdächtiger stellt sich der Polizei

Missbrauchskomplex Münster  

Tatverdächtiger stellt sich nach Fahndung der Polizei

22.06.2021, 20:50 Uhr | dpa, sle

Missbrauchskomplex Münster: Tatverdächtiger stellt sich der Polizei. Garten: In dieser Gartenlaube in Münster sollen Ende April vier Männer zwei Jungen missbraucht haben.  (Quelle: imago images/David Inderlied)

Garten: In dieser Gartenlaube in Münster sollen Ende April vier Männer zwei Jungen missbraucht haben. (Quelle: David Inderlied/imago images)

Es ist einer der größten Fälle von Kindesmissbrauch in den letzten Jahren: der Missbrauchskomplex von Münster. Die Polizei hat am Dienstag öffentlich nach einem Tatverdächtigen gesucht. Jetzt hat sich der Mann gestellt.

Im Missbrauchskomplex Münster hat sich ein Tatverdächtiger der Polizei gestellt. Der 37 Jahre alte Mann sei am Dienstag widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei in Münster am Abend mit. Die Ermittler hatten mit einem Foto nach dem Verdächtigen gesucht. Im Laufe des Tages seien über die Hinweishotline und per E-Mail knapp vier Dutzend Hinweise eingegangen, berichtete die Polizei.

Mehrere hätten konkret darauf hingedeutet, dass es sich bei dem Gesuchten um den 37-Jährigen aus Berlin handeln könnte. Aufgrund des großen Fahndungsdrucks habe sich der Mann am Abend unmittelbar vor der Festnahme im Beisein seines Rechtsanwalts telefonisch bei der Polizei gemeldet.

Ermittlungskommission "Rose"

Laut Polizei ist der Verdächtige auf mehreren beschlagnahmten Bild- und Videodateien zu sehen. "Diese zeigen schwere sexuelle Missbrauchshandlungen an einem unbekannten männlichen Kleinkind", teilten die Fahnder der Ermittlungskommission "Rose" mit.

Münster ist einer von drei großen Missbrauchsfällen der vergangenen Jahre in Nordrhein-Westfalen. Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht. Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben. In dem Tatkomplex gibt es über 40 Tatverdächtige.

Etwa 30 Kinder sollen Opfer geworden sein, besonders häufig der Ziehsohn eines 28-jährigen IT-Technikers aus Münster. Er soll der Drahtzieher sein. Im Missbrauchskomplex gab es schon mehrere Gerichtsprozesse. Ein Angeklagter wurde bereits zu neun Jahren Haft verurteilt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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