t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon

Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
Such Icon
HomePanoramaKriminalität

Tote Polizisten in Kusel: Das ist über die Täter bekannt


Das ist über die Tatverdächtigen bislang bekannt

Von t-online, lw, pdi, cck

Aktualisiert am 01.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Player wird geladen
Ermittler, Staatsanwälte und Polizisten tief betroffen: Zwei Beamte in Rheinland-Pfalz sind erschossen worden – das sind die Hintergründe der Tat. (Quelle: t-online)
Auf Facebook teilenAuf x.com teilenAuf Pinterest teilenAuf WhatsApp teilen

Am Montag wurden in Rheinland-Pfalz zwei Beamte getötet. Nach intensiver Fahndung sind zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft, sie sollen miteinander befreundet sein. Das ist bislang bekannt.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Beamte in Rheinland-Pfalz ist gegen zwei Tatverdächtige Haftbefehl erlassen worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die zwei Männer die beiden Polizisten gemeinschaftlich ermordet haben. Das Mordmerkmal der Verdeckung sei erfüllt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach derzeitigen Ermittlungen gehen die Behörden von zwei Tatverdächtigen aus.

Bei den Männern handelt es sich um den 38-jährigen Andreas S. aus Spiesen-Elversberg im Saarland und einen 32-Jährigen, über den wenig bekannt ist. Laut der Staatsanwaltschaft waren sie in der Tatnacht gemeinsam wildern und wurden dabei von den beiden Polizisten kontrolliert. Ungeklärt ist, ob die Polizisten das fahrende Auto anhielten oder ob die beiden Männer parkten. Die Ermittler halten letzteres für wahrscheinlicher. Das sei jedoch nur Spekulation.

Beide Verdächtige sind polizeilich bekannt

Während der Personenkontrolle sollen sie dann auf die Beamten geschossen haben. Als Tatwaffen wurde ein Jagdgewehr und eine Schrotflinte benutzt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beide Männer auf die Beamten geschossen haben. In der Vernehmung habe der ältere Beschuldigte von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht, der andere habe die Wilderei eingeräumt. Er habe aber bestritten, selbst geschossen zu haben.

Die Ermittler kamen dem 38-Jährigen schnell auf die Spur, weil sein Personalausweis und sein Führerschein am Tatort gefunden wurden – wahrscheinlich hatte er sie an die Polizisten übergeben.

Beide Männer waren bereits polizeilich bekannt. Andreas S. ist der Polizei bereits wegen Jagdwilderei und Unfallflucht aufgefallen, der 32-Jährige wegen Betrugsdelikten. S. betrieb nach t-online-Recherchen früher einen mittlerweile nicht mehr bestehenden Wildhandel, führte das Geschäft aber privat weiter. Zudem ist er Geschäftsführer einer Bäckerei, die 2019 insolvent gegangen ist. S. war früher im Besitz eines Waffenscheins, den er aber dem SWR zufolge 2020 zum zweiten Mal verlor. Zudem hatte er demnach auch keinen gültigen Jagdschein.

"Ungeordnete wirtschaftliche Verhältnisse"

Beide Männer haben der Staatsanwaltschaft zufolge ungeordnete wirtschaftliche Verhältnisse und brüchige soziale Verhältnisse. Die Strafverfolgung geht deswegen von einer Fluchtgefahr aus, sodass beide Verdächtige in Untersuchungshaft kommen. Die beiden Tatverdächtigen sind nicht miteinander verwandt, aber offenbar befreundet.

Beide wurden am frühen Montagabend vor und in einem Wohnhaus im saarländischen Sulzbach widerstandslos festgenommen. Laut Polizei ist der 32-Jährige bei der Adresse gemeldet. Bei Durchsuchungen sei im mutmaßlich bei der Tat benutzten Auto noch eine Vielzahl an getöteten Wildtieren gefunden worden.


Wie am Dienstag aus Sicherheitskreisen verlautete, fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung in Spiesen-Elversberg fünf Kurzwaffen, ein Repetiergewehr, zehn weitere Langwaffen, eine Armbrust sowie einen Schalldämpfer und Munition. Die Ermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass der festgenommene 38-jährige Tatverdächtige Zugang zu den Waffen hatte. Im Haus des zweiten Tatverdächtigen seien zwei Langwaffen entdeckt worden, hieß es.

Wild im Auto des Verdächtigen gefunden

Die Beamten waren am frühen Montagmorgen gegen 4.20 Uhr bei einer Verkehrskontrolle an einer Kreisstraße in der Pfalz erschossen worden. Die Beamten hatten nach Angaben aus Sicherheitskreisen zuvor per Funk gemeldet, in einem Fahrzeug sei totes Wild gefunden worden. Später meldeten sie: "Die schießen, die schießen".

Der Polizist soll demnach am Tatort noch mehrere Schüsse abgegeben haben. Die Waffe seiner Kollegin kam offensichtlich nicht zum Einsatz, ihre Pistole steckte noch im Holster. Beide Polizisten sei in den Kopf geschossen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die junge Frau war nach Polizeiangaben sofort tot. Der 29-Jährige habe zunächst noch gelebt, sei aber gestorben, als die Rettungskräfte eintrafen, berichtete ein Polizeisprecher. Beide Opfer stammten wie die Tatverdächtigen aus dem Saarland.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagenturen dpa und AFP
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten für Deutschland


TelekomCo2 Neutrale Website