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Angreifer soll von Dach aus auf Menge gefeuert haben

Von t-online, rtr, dpa, afp
Aktualisiert am 05.07.2022Lesedauer: 4 Min.
Illinois: Die Polizei hat einen 22-jährigen Tatverdächtigen in seinem PKW gestellt. (Quelle: Reuters)
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Tödliche Attacke am US-Nationalfeiertag: Die Polizei hat nach den Schüssen bei einer Parade nahe Chicago einen Verdächtigen festgenommen.

Nach der tödlichen Schusswaffenattacke bei einer Parade zum US-Nationalfeiertag nahe Chicago ist der Verdächtige gefasst worden. Der 21-Jährige befinde sich im Polizeigewahrsam, teilte das Büro des Sheriffs des Landkreises Lake County am Montag mit.

Die Zeitung "Chicago Sun-Times" berichtete unter Berufung auf die Polizei, der Verdächtige sei ohne Zwischenfälle festgenommen worden. Er wurde demnach auf einer Autobahn nahe der Großstadt Chicago gesichtet und nach einer kurzen Verfolgungsjagd festgenommen.

Bei dem Angriff waren am US-Unabhängigkeitstag, dem vierten Juli, in der nördlich von Chicago gelegenen Stadt Highland Park im Bundesstaat Illinois mindestens sechs Menschen getötet worden. Rund 25 weitere Personen im Alter von 8 bis 85 Jahren seien mit Schusswunden behandelt worden, darunter mehrere Kinder, sagte ein Arzt aus einem Krankenhaus in der Nähe des Tatorts.

Behörden: Schütze hatte ein "leistungsstarkes Gewehr"

Der Schütze hatte nach Polizeiangaben mit einem Gewehr von einem Dach aus das Feuer auf die Menschenmenge eröffnet, die einer Feiertagsparade beiwohnte. Eine Waffe wurde am Tatort sichergestellt. Dabei habe es sich laut Behörden um ein "leistungsstarkes Gewehr" gehandelt. Meist kommen bei solchen Bluttaten in den USA Sturmgewehre zum Einsatz.

Nach dem Angriff gab die Polizei die Identität des 21-jährigen Verdächtigen bekannt. Er wurde zunächst offiziell als "Person von Interesse" bezeichnet. Die Polizei warnte, der junge Mann sei vermutlich bewaffnet und "sehr gefährlich". Er war demnach mit einem silberfarbenen Auto unterwegs. Es wurden Fahndungsfotos veröffentlicht.

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Pressekonferenz der Polizei nach Schüssen nahe Chicago: Die Beamten haben ein Fahndungsfoto herausgegeben.
Pressekonferenz der Polizei nach Schüssen nahe Chicago: Die Beamten haben ein Fahndungsfoto herausgegeben. (Quelle: Max Herman/Reuters-bilder)

Hunderte Polizisten hatten nach dem Vorfall die Gegend durchsucht, Spezialeinheiten gingen von Tür zu Tür. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz, wie die Chicagoer Polizei mitteilte. Zu den Ermittlungen wurde zudem die Bundespolizei FBI hinzugezogen.

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Zeugen berichten von mehreren Schüssen

Die ersten Schüsse fielen den Angaben zufolge um 10.14 Uhr Ortszeit und lösten Panik in der Kleinstadt am Ufer des Michigan-Sees aus, wo sich hunderte Menschen versammelt hatten, um den Unabhängigkeitstag zu feiern. Ein Reporter von "Chicago Sun-Times" berichtete von blutverschmierten Körpern, die mit Decken abgedeckt worden sein. Örtliche Fernsehsender berichteten von Menschen, die schreiend davonliefen oder Deckung suchten.

Ein Augenzeuge mit dem Vornamen Michael sagte dem Sender WGN, er habe einen einzelnen bewaffneten Schützen gesehen, "der sich duckte und methodisch, fast militärisch vorrückte". Menschen hätten sich zu Boden geworfen und seien dann weggerannt, während sich am Boden Blutlachen bildeten, berichtete er.

Ein Polizeibeamter in der Innenstadt von Highland Park: In den leeren Straßen stehen zurückgelassene Campingstühle.
Ein Polizeibeamter in der Innenstadt von Highland Park: In den leeren Straßen stehen zurückgelassene Campingstühle. (Quelle: Brian Cassella/Chicago Tribune/ap-bilder)

Ein weiterer Augenzeuge, Miles Zaremski, sagte dem Sender CNN, er habe mehrere Verletzte und leblose Menschen gesehen, die auf dem Boden lagen. "Es war herzzerreißend." Er sagte weiter, er habe rund 30 Knallgeräusche gehört. Menschen seien von der Parade geflohen. "Es war einfach chaotisch." Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Polizisten durch leere Straßen fuhren, auf deren Bürgersteigen in der Panik zurückgelassene Campingstühle standen.

"Genug ist genug!"

Der demokratische Kongress-Abgeordnete Brad Schneider war nach eigenen Angaben vor Ort. Auf Twitter erklärte er, er und sein Team seien in Sicherheit. Er sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und versprach, sich für mehr Sicherheit einzusetzen. "Genug ist genug!", so Schneider.

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US-Präsident Joe Biden zeigte sich schockiert von der "sinnlosen Waffengewalt, die wieder einmal Trauer über eine amerikanische Gemeinschaft gebracht hat". Er dankte den Einsatzkräften. Dem Gouverneur und der Bürgermeisterin habe er die volle Unterstützung der Regierung angeboten. "Ich habe vor kurzem das erste große überparteiliche Waffenreformgesetz seit fast dreißig Jahren unterzeichnet, das Maßnahmen enthält, die Menschenleben retten werden", teilte er mit. "Aber es gibt noch viel mehr zu tun, und ich werde den Kampf gegen die Epidemie der Waffengewalt nicht aufgeben."

Jährlich rund 40.000 Tote durch Schusswaffen

In den Vereinigten Staaten kommt es immer wieder zu Angriffen mit Schusswaffen. Zuletzt wurde die Debatte um eine Verschärfung der Waffengesetze nach dem Massaker an einer texanischen Grundschule mit 21 Todesopfern Ende Mai neu entfacht. Schusswaffen sind in den Vereinigten Staaten relativ leicht erhältlich.

Jedes Jahr kommen in den USA rund 40.000 Menschen durch Schusswaffengewalt um, Suizide eingeschlossen. Im Jahr 2022 waren es nach Angaben des Gun Violence Archive bisher rund 22.000.

Oberstes US-Gericht kippt Waffengesetz

Im vergangenen Monat hatte der Kongress unter dem Eindruck der Amokläufe von Texas und andernorts parteiübergreifend ein Gesetz gegen Schusswaffengewalt beschlossen, das aber weit hinter Bidens Reformvorschlägen zurückblieb. Experten werteten die Verschärfung des Waffenrechts zwar als die wichtigste seit Mitte der 1990er. Das Gesetz ist inhaltlich allerdings nur ein überparteilicher Minimalkompromiss, den Kritiker als völlig unzureichend rügen.

Das von Biden Ende vergangenen Monats unterzeichnete Gesetz sieht eine intensivere Überprüfung von Waffenkäufern vor, die jünger als 21 Jahre sind. Zudem geht es darum, Gesetze aus Bundesstaaten auszuweiten, um potenziellen Gefährdern Waffen abnehmen zu können. Illegaler Waffenhandel soll auf Bundesebene bestraft werden können. Zudem sollen Milliarden in psychische Gesundheitsvorsorge und Anti-Gewalt-Programme fließen. Auch für die Sicherheit von Schulen sind weitere Mittel vorgesehen. Das von Biden und seinen Demokraten geforderte Verbot von Sturmgewehren fehlt in dem Gesetz.

Inmitten der Debatte über Schusswaffengewalt hatte das Oberste Gericht der USA das Recht auf das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit im vergangenen Monat ausgeweitet. Der Supreme Court in Washington kippte ein mehr als hundert Jahre altes Gesetz des Bundesstaats New York, wonach man einen triftigen Grund nachweisen muss, um eine Lizenz für das verdeckte Tragen einer Handfeuerwaffe außerhalb des Hauses zu erhalten.

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Textes war das Alter des Täters mit 22 Jahren angegeben. Inzwischen haben Ermittler sein Alter auf 21 korrigiert.

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