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Flüchtlinge ziehen in Hamburger Nobelviertel

Anwohner stimmen zu  

Flüchtlinge ziehen in Hamburger Nobelviertel

17.09.2015, 18:24 Uhr | dpa

Flüchtlinge ziehen in Hamburger Nobelviertel. In das einstige Kreiswehrersatzamt im Hamburger Nobelviertel Harvestehude sollen noch in diesem Jahr Flüchtlinge einziehen. (Quelle: dpa)

In das einstige Kreiswehrersatzamt im Hamburger Nobelviertel Harvestehude sollen noch in diesem Jahr Flüchtlinge einziehen. (Quelle: dpa)

Einigung nach monatelangem Hin und Her: 190 Flüchtlinge werden in eines der reichsten Villenviertel in Hamburg ziehen. Nach anfänglicher Ablehnung gibt es nun einen Sinneswandel bei den Anwohnern.

Im noblen Hamburger Stadtteil Harvestehude soll es nun doch eine Flüchtlingsunterkunft geben. Anwohner und Bezirksamt besiegelten einen Vergleichsvertrag, dem zufolge 190 Flüchtlinge in das dortige einstige Kreiswehrersatzamt einziehen können.

"Wir haben uns das gegenseitig nicht leicht gemacht", sagte der Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel, Torsten Sevecke. Doch am Ende seien beide Seiten aufeinander zugegangen.

Beide Seiten machen Abstriche

Zunächst muss das seit 2012 leerstehende Gebäude allerdings umgebaut werden. Ende Dezember sollen die ersten Flüchtlinge einziehen.

Die Unterbringung ist auf knapp zehn Jahre begrenzt. Anschließend sollen dort Wohnungen gebaut werden. "Meine Mandanten freuen sich, dass nach monatelangen Auseinandersetzungen der Streit nun beigelegt ist", sagte der Rechtsanwalt der Anwohner.

Sinneswandel bevor der Winter kommt

Ursprünglich sollten 220 Flüchtlinge in das Gebäude einziehen. Damit waren die Anwohner des Alster-nahen Villenviertels nicht einverstanden. Ende Januar legten sie erfolgreich Klage gegen das geplante Flüchtlingsheim ein und erwirkten damit einen Baustopp. Auch in zweiter Instanz wurde das Urteil bestätigt. Ein im Mai vom Verwaltungsgericht vorgelegtes Vergleichsangebot lehnten die Kläger ab.

Neben der aktuellen Flüchtlingssituation hat vor allem der nahende Winter zu dem Sinneswandel der Anwohner beigetragen. "Man war der Auffassung, dass es vernünftig ist, noch vor der kalten Jahreszeit eine Lösung zu finden", sagte der Kläger-Anwalt.

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