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Zentralafrikas Außenminister entzieht Becker Diplomatenstatus

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Außenminister stellt klar  

Boris Becker besitzt keinen Diplomatenstatus

18.06.2018, 11:49 Uhr | AFP

Boris Becker: Der ehemalige Tennis-Profi hat entgegen eigenen Aussagen keinen Diplomatenstatus. (Quelle: Imago)

Boris Becker: Der ehemalige Tennis-Profi hat entgegen eigenen Aussagen keinen Diplomatenstatus. (Quelle: kabel eins)

Boris Becker hat keinen Diplomatenstatus

Boris Becker: Der ehemalige Tennis-Profi hat entgegen eigenen Aussagen keinen Diplomatenstatus. (Quelle: kabel eins)

Boris Becker: Der ehemalige Tennis-Profi hat entgegen eigenen Aussagen keinen Diplomatenstatus. (Quelle: kabel eins)


Im Insolvenzverfahren von Boris Becker hat der zentralafrikanische Außenminister dem Tennisspieler seinen Diplomatenstatus abgesprochen. Durch diesen hätte Becker auf Immunität hoffen können. 

Ex-Tennisstar Boris Becker kann in seinem Insolvenzverfahren einem Bericht zufolge nun wohl doch nicht auf diplomatische Immunität hoffen. "Boris Becker ist kein offizieller Diplomat der Zentralafrikanischen Republik, um als Diplomat ernannt zu werden, ist neben der Ernennung des Präsidenten auch meine Unterschrift als Außenminister nötig", sagte der Außenminister der Zentralafrikanische Republik, Charles Armel Doubane, der Zeitung "Die Welt". Er habe entsprechende Dokumente aber nie unterzeichnet.

Der Präsident habe ihn "nie darum gebeten, die entsprechenden Schritte im Falle von Boris Becker einzuleiten". Doubane bestätigte in dem Gespräch allerdings, dass es ein Treffen zwischen dem Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik, Faustin Archange Touadéra, und Becker gegeben habe. Dabei sei es tatsächlich darum gegangen, dass Becker dem Land mit seinen Kontakten im Sportsektor helfen werde. Dies habe der "ehemalige Sportstar" auch bei zwei Gelegenheiten in Paris und Brüssel getan, "aber nicht als offizieller Diplomat".

"Aufrichtiger Unterstützer unseres Landes"

"Wir wollen nicht, dass Boris Beckers inoffizielle Position für unser Land mit seinen finanziellen Problemen assoziiert wird", sagte der Minister, der seit Beginn der Amtszeit von Touadéra im Jahr 2016 im Amt ist. "Wir sagen klar, dass unser Land bei jeglichen rechtlichen Verfahren gegen Boris Becker die Justiz in keinerlei Weise behindern wird." Die Zentralafrikanische Republik trete "für Rechtsstaatlichkeit ein".

Der Botschafter der Zentralafrikanischen Republik in Brüssel, Daniel Emery Dede, hatte dagegen am Sonntag erklärt, Boris Becker sei "ein aufrichtiger Unterstützer unseres Landes und wurde vom Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik in den diplomatischen Dienst berufen".

Dazu sagte Außenminister Doubane der "Welt", die Pressemitteilung sei ohne Absprache mit ihm verschickt worden. Er habe seine Position am Sonntag bereits dem Berater von Präsident Touadéra mitgeteilt, im Laufe des Montags werde es voraussichtlich ein Treffen zwischen ihm und dem Staatschef in der Angelegenheit geben.

Sportsonderattaché für Zentralafrika

Beckers deutscher Anwalt Oliver Moser hatte Ende vergangener Woche dem Sport-Informations-Dienst SID gesagt, sein Mandant mache im Zuge eines Insolvenzverfahrens in Großbritannien diplomatische Immunität geltend: Er berufe sich dabei auf seine Funktion als Sportsonderattaché für die Zentralafrikanische Republik.

Die britische Press Association (PA) zitierte die deutsche Tennislegende mit den Worten, dass die Entscheidung, ein Insolvenzverfahren gegen ihn einzuleiten, "sowohl ungerechtfertigt als auch ungerecht" sei. Deshalb mache er nun diplomatische Immunität geltend, um "diese Farce zu einem Ende zu bringen" und damit er anfangen könne, sein "Leben wieder aufzubauen". Beckers Insolvenzverwalter erklärten dagegen, diesen Schachzug nicht zu akzeptieren.

Der dreimalige Wimbledonsieger war im Juni 2017 von einem Konkursgericht in London wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt worden.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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