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US-"Sperminator" darf in Israel keine Samen mehr spenden

Zu viele Kinder  

Amerikaner darf in Israel keine Samen mehr spenden

19.06.2018, 11:04 Uhr | dpa

US-"Sperminator" darf in Israel keine Samen mehr spenden. Spermien: Ein US-Amerikaner erwartet bereits das 34. Kind. (Symbolbild) (Quelle: dpa/LEHTIKUVA / Martti Kainulainen)

Spermien: Ein US-Amerikaner erwartet bereits das 34. Kind. (Symbolbild) (Quelle: LEHTIKUVA / Martti Kainulainen/dpa)

Weil er zu oft Samen gespendet hat, wurde einem 42-Jährigen in Israel nun verboten, noch mehr Kinder in Kliniken zu zeugen. Der Mann hat bereits 33 Nachkommen. 

Der Mathematikprofessor Ari Nagel (42) darf in israelischen Fruchtbarkeitskliniken kein Sperma mehr spenden, weil er bereits zu viele Kinder gezeugt hat. Der US-Amerikaner aus Brooklyn war nach Israel geflogen, um dort für sieben Frauen zu spenden und sich auch als Vater der Kinder eintragen zu lassen. Er habe von dem Verbot des Gesundheitsministeriums in einer Klinik erfahren, sagte Nagel am Montag und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. "Ich bin enttäuscht, die Frauen sind am Boden zerstört."

Der US-Mathematikprofessor Ari Nagel. Der 42-Jährige darf in israelischen Fruchtbarkeitskliniken kein Sperma mehr spenden, weil er bereits zu viele Kinder gezeugt hat.  (Quelle: dpa/Ari Nagel)Der US-Mathematikprofessor Ari Nagel. Der 42-Jährige darf in israelischen Fruchtbarkeitskliniken kein Sperma mehr spenden, weil er bereits zu viele Kinder gezeugt hat. (Quelle: Ari Nagel/dpa)

Nagel hat nach eigenen Angaben durch Samenspenden bereits 33 Kinder in die Welt gesetzt. "Es ist sehr erfüllend, so vielen Familien dabei zu helfen, zu wachsen", sagte er über seine Motivation. "Die Familien sind für immer dankbar." Er sei erst am Freitag aus Europa von einer Prozedur für eine künstliche Befruchtung zurückgeflogen. Sein 34. Kind werde im August in Taiwan erwartet. Er habe bereits einen neun Jahre alten Sohn in Israel.

Sperma darf nicht verwendet werden

Nach einem Artikel der "New York Post" hat das israelische Gesundheitsministerium alle Fruchtbarkeitskliniken darüber informiert, dass das Sperma des jüdischen Wissenschaftlers nicht verwendet werden dürfe. Über den "Sperminator", wie er in manchen Medien genannt wird, gibt es bereits zahlreiche Artikel im Internet.

"Gemessen daran, wie viele Frauen durch Herrn Nagels Sperma schwanger wurden, ... ist unsere Position, dass die behauptete Absicht, eine echte gemeinsame Elternschaft mit Herrn Nagel zu pflegen, nicht aufrichtig oder vernünftig ist", zitierte die "New York Post" aus einem Brief des Ministeriums an eine der betroffenen Frauen. Das Gesundheitsministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. Grundsätzlich kann in Israel Sperma anonym gespendet werden oder gezielt an einzelne Frauen für eine gemeinsame Elternschaft.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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