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Hamm: Ärzte entfernen Ein-Cent-Stück aus Lunge

Mann klagte über heftige Beschwerden  

Ärzte entfernen Ein-Cent-Stück aus Lunge

15.06.2020, 13:37 Uhr | dpa

Hamm: Ärzte entfernen Ein-Cent-Stück aus Lunge. Ein und Zwei-Centstücke: Ein Mann hat ein Geldstück verschluckt – vor einigen Monaten. (Symbolbild) (Quelle: imago images/Becker&Bredel)

Ein und Zwei-Centstücke: Ein Mann hat ein Geldstück verschluckt – vor einigen Monaten. (Symbolbild) (Quelle: Becker&Bredel/imago images)

Ein Mann verschluckt vor knapp einem halben Jahr versehentlich ein Geldstück. Er vergisst es – doch nach ein paar Monaten hat er starke Lungenbeschwerden. Jetzt haben Ärzte den Übeltäter entfernt. 

In der Lunge eines Patienten mit monatelangem hartnäckigen Husten haben Ärzte ein Geldstück gefunden. Er hatte das Ein-Cent-Stück im Januar beim Dart-Spielen versehentlich verschluckt und dann vergessen, berichtete die St. Barbara-Klinik in Hamm. Lungenfachärzte des Krankenhauses entfernten den Fremdkörper erfolgreich, nachdem der Mann mit Beschwerden und einer Lungenentzündung zum Arzt gegangen war. Der "Westfälische Anzeiger" hatte zuvor berichtet. "Der Patient ist nun kerngesund und beschwerdefrei", sagte eine Sprecherin der Klinik.

Heftiger Husten trieb Mann zum Arzt

"Mein Kumpel hat mir auf den Rücken geklopft, ich habe mich kurz erschrocken und die Münze, mit der ich am Mund gespielt habe, verschluckt. Was rein geht, findet den Weg auch wieder raus, dachte ich und habe mir weiter keine Gedanken gemacht", zitierte die Klinik den Patienten in der Mitteilung. Ein heftiger Husten trieb ihn dann doch zum Arzt.

Auf dem Röntgenbild konnten die Ärzte im Bronchialsystem der Lunge einen wahrscheinlich metallenen Fremdkörper erkennen – und beschlossen schnell zu handeln. Was da genau in seiner Lunge steckte, war bis zum Eingriff auch für den Patienten ein großes Rätsel. "Er hat noch mit dem Anästhesisten gewitzelt, ob sie nicht Wetten abschließen sollten", sagte die Sprecherin.

Patient trägt Geldstück nun in Portemonnaie

Mehrere Arbeitsschritte seien notwendig gewesen, um per Lungenspiegelung die scharfkantige Münze erst zu zerkleinern und dann verletzungsfrei hinauszubefördern, berichtete Chefarzt Markus Unnewehr, der den Eingriff durchführte. Bereits nach kurzem Aufenthalt habe der Mann die Klinik wieder verlassen können. Die Lungenentzündung konnte gut behandelt werden.

Fremdkörper in der Lunge seien für Pneumologen selten, aber keine Besonderheit. Eine Münze, die so lange dort festsitze, sei aber eine Rarität, heißt es in der Mitteilung. Auf Abbildungen ist der Unglücks-Cent aus der Lunge kaum mehr als solcher zu erkennen: "Wir nehmen an, dass unter anderem die Abwehrsubstanzen im Bronchialsekret der Münze zugesetzt haben", sagte Unnewehr. Das ramponierte Geldstück trage der Patient nun im Portemonnaie mit – als Glücksbringer. "Er wollte die Münze eigentlich an einer Kette um den Hals tragen, aber sie war schon zu brüchig", sagte die Sprecherin.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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