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"Nur aus Spaß": Brite macht Urlaub in Afghanistan – und erlebt Taliban-Vormarsch

"Nur aus Spaß"  

Brite macht Urlaub in Afghanistan – und erlebt Taliban-Vormarsch

18.08.2021, 10:35 Uhr | MaM, t-online

Bundeswehr-Helfer in Kabul klagen an: "Deutschland hat uns verraten"

Jahrelang vertraute die Bundeswehr auf lokale Helfer in Afghanistan. Die wurden so zur Zielscheibe der Taliban. Für ihre geplante Ausreise nach Deutschland ist es nun wohl zu spät. (Quelle: t-online)

"Wir haben von ersten Hinrichtungen gehört": Helfer der afghanischen Ortskräfte, die die Bundeswehr unterstützten und zur Zielscheibe der Taliban wurden, erheben im Video schwere Vorwürfe. (Quelle: t-online)


Ein 21-jähriger Brite wollte in seinen Sommerferien Urlaub in einem der "gefährlichsten Reiseländer" machen – und reiste nach Afghanistan. Erst als die Taliban Kabul umstellten, begriff er den Ernst der Lage.

Während die Taliban immer weiter vorrückten, ist ein britischer Student nach Afghanistan geflogen. Der britische Physikstudent Miles Routledge entschloss sich, trotz der ernsten Lage in dem Land Urlaub zu machen. Davon berichtete unter anderem die britische Zeitung "The Sun".

Freund: "Er ist nur aus Spaß dorthin gegangen"

"Ich habe einfach nach den gefährlichsten Reiseländern gegoogelt", sagte der 21-Jährige später einer anderen Zeitung, der "Times", als Begründung. Seine Reise dokumentierte Routledge über soziale Netzwerke wie 4chan und das Live-Streaming-Video-Portal Twitch – dort zunächst noch mit teils spaßigen Hinweisen an seine Community. So schrieb er, das Doppelbett und die Matratze seien zwar "steinhart", aber ihm gefalle es.

Ein Freund Routledges sagte der "Sun": "Es ist nicht so, als wäre er dorthin gegangen, weil er sich für das interessiert, was passiert – er ist nur aus Spaß dorthin gegangen."

Von den Taliban umstellt

Erst als die Taliban begannen, die Hauptstadt zu umstellen, bekam es der Student mit der Angst zu tun und erkannte, in welch gefährliche Situation er sich gebracht hatte. Immer wieder rief er bei der britischen Botschaft an und versendete E-Mails. Schließlich habe er einen Unterschlupf in einem "Safe House" der Vereinten Nationen gefunden, berichtete der Nachrichtensender n-tv.

Am Dienstag habe Routledge nun über soziale Medien Entwarnung gegeben. Er habe es geschafft und sei mit einem Evakuierungsflug vorerst in Dubai gelandet.

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