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Bootsunglück vor Kanaren: 52 Migranten ertrinken


52 Migranten ertrinken vor den Kanarischen Inseln

Von dpa
Aktualisiert am 24.08.2021Lesedauer: 1 Min.
Boot der spanischen Seenotrettung: Nur eine Person konnte gerettet werden (Symbolbild).Vergrößern des BildesBoot der spanischen Seenotrettung: Nur eine Person konnte gerettet werden (Symbolbild). (Quelle: Tim Röhn/imago-images-bilder)
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Vor den Kanarischen Inseln sind dutzende Migranten ertrunken. Bei dem Versuch das Festland der Europäische Union zu erreichen gerieten sie in Seenot. Nur eine Person konnte gerettet werden.

Beim Untergang eines Bootes mit Migranten zwischen dem afrikanischen Kontinent und den Kanarischen Inseln sind nach Angaben spanischer Hilfsorganisationen 52 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien auch 16 Frauen und ein zweijähriges Kind, berichtete Helena Maleno Garzón vom Hilfswerk Caminando Fronteras am Freitag.

Die einzige Überlebende sei am Donnerstag vom spanischen Seerettungsdienst aufgenommen worden. Sie habe erzählt, das Schlauchboot sei "irgendwo in Marokko" mit 53 Menschen an Bord gestartet. Es habe sechs Tage hilflos im Meer getrieben. Das Boot ging etwa 250 Kilometer vor den Kanaren unter.

Zwei Leichen konnten geborgen werden

Die spanischen Behörden veröffentlichten zunächst keine Mitteilung, auf Anfrage bestätigten sie aber den Sachverhalt. Es seien zwei Leichen geborgen worden. Dabei handele es sich um eine offenbar schwangere 20-Jährige sowie um einen 17-Jährigen. Die meisten Leichen würden allerdings noch gesucht, hieß es. Die aus der Elfenbeinküste stammende Überlebende sei stark geschwächt gewesen und auf Gran Canaria in ein Krankenhaus gebracht worden.

Das Hilfswerk Caminando Fronteras hatte jüngst mitgeteilt, dass allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mindestens 2.087 Migranten bei dem Versuch gestorben seien, Spanien und damit die Europäische Union auf dem Wasserweg zu erreichen. Das seien fast genauso viele Menschen, wie im gesamten vergangenen Jahr im Meer gestorben oder spurlos verschwunden seien.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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