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Nördliches Breitmaulnashorn: Embryos erzeugt

Letzte Hoffnung  

Embryos des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt

11.09.2019, 15:57 Uhr | dpa

Nördliches Breitmaulnashorn: Embryos erzeugt. Die letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner mit Rangern in ihrem Reservat: Um den Tieren Eizellen zu entnehmen, reisten die Forscher nach Kenia zu den Tieren. (Quelle: AP/dpa/Ben Curtis)

Die letzten beiden Nördlichen Breitmaulnashörner mit Rangern in ihrem Reservat: Um den Tieren Eizellen zu entnehmen, reisten die Forscher nach Kenia zu den Tieren. (Quelle: Ben Curtis/AP/dpa)

Nur zwei Nördliche Breitmausnashörner sind noch übrig – und sie sind beide weiblich. Nur künstliche Befruchtung könnte die Art noch retten. Nun ist Forschern auf diesem Weg ein wichtiger Schritt gelungen.

Forscher haben einen wichtigen Schritt zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns gemacht. Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung erzeugten sie zwei Embryonen, die helfen sollen, das Überleben der Unterart zu sichern. Nördliche Breitmaulnashörner sind vom Aussterben bedroht.

Die Wissenschaftler – unter anderem des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) – waren dazu kürzlich nach Kenia gereist, um den zwei letzten überlebenden Tieren dort Eizellen zu entnehmen. In Italien befruchteten die Forscher die Zellen mit Sperma bereits verstorbener Bullen. Dass die Befruchtung erfolgreich war, teilten das IZW und das Labor Avantea im italienischen Cremona am Mittwoch mit.

Das Projekt wurde jahrelang geplant

"Die Embyronen werden nun in flüssigem Stickstoff gelagert, um in der Zukunft in eine Leihmutter überführt zu werden", hieß es. Dies wird voraussichtlich ein Weibchen der verwandten Unterart des Südliches Breitmaulnashorn sein. "Das gesamte Team entwickelt und plant diese Verfahren seit Jahren", sagte Thomas Hildebrandt vom Leibniz-IZW.
 

 
Der Leiter des Wildtierreservats Ol Pejeta, wo die letzten Weibchen leben, warnte allerdings vor vorzeitiger Freude: "Wir haben einen sehr langen Weg vor uns". Das Projekt wird unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Das letzte männliche Tier der Art starb letztes Jahr

Lange Zeit lebten die Nördlichen Breitmaulnashörnern zahlreich in Ost- und Zentralafrika. Doch vor allem die Wilderei trug dazu bei, die Tiere auszurotten. Das letzte Männchen der Unterart starb im vergangenen Jahr in Ol Pejeta. Die Nachricht vom Tod des Tieres ging um die Welt.
 

 
Parallel zur künstlichen Befruchtung arbeiten Forscher auch an Stammzelltechniken, um aus erhaltenen Nashorn-Körperzellen Spermien und Eizellen zu züchten. Denn nur so könnte man eine genetische Vielfalt herstellen, die für den Aufbau einer Population groß genug wäre.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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