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Neue Studie: Kaiserpinguine könnten von der Erde verschwinden

Neue Studie zur Klimakrise  

Kaiserpinguine könnten von der Erde verschwinden

08.11.2019, 17:39 Uhr | dpa , sc

Neue Studie: Kaiserpinguine könnten von der Erde verschwinden. Kaiserpinguine in der Antarktis: Schreitet die Erderwärmung weiterhin voran, könnte es sie Ende des Jahrhunderts nicht mehr geben. (Quelle: imago images/Wolfgang Jäkel)

Kaiserpinguine in der Antarktis: Schreitet die Erderwärmung weiterhin voran, könnte es sie Ende des Jahrhunderts nicht mehr geben. (Quelle: Wolfgang Jäkel/imago images)

Die Klimakrise bedroht die Existenz der Kaiserpinguine. Laut einer Studie könnten die Tiere bis zum Ende des Jahrhunderts aussterben, sollte die Erderwärmung ungebremst weitergehen. 

Schreitet die Erderwärmung mit derzeitigem Tempo weiter voran, könnten die Kaiserpinguine in den kommenden 80 Jahren aussterben. Bis 2100 würde ihre Zahl dann um 86 Prozent abnehmen, sagte Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI).

Kaiserpinguine können bis zu 130 Zentimeter groß werden und leben in Kolonien auf dem Packeis in der Antarktis. Das Meereis, bestehend aus dicht angeordneten Eisschollen, dient den Pinguinen unter anderem als Plattform von der aus sie nach Nahrung tauchen und sich vor ihren Feinden in Sicherheit bringen. Wenn das Packeis schmilzt, verringert sich auch die Anzahl der im Meer lebenden Krebstiere, von denen sich die Vögel und viele andere Tiere in der Antarktis ernähren.

Der Klimawandel lässt die Eisschollen schmelzen

Das Packeis ist durch den Klimawandel immer stärker vom Schmelzen bedroht. Das Team um Jenouvrier nutzte und entwickelte verschiedene Computermodelle zur Projektion der Zukunft des Packeises und der Kaiserpinguine.

Das Ergebnis: Wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden kann – wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen – würden nur rund fünf Prozent des Packeises schmelzen und die Zahl der Pinguin-Kolonien um rund 19 Prozent sinken. Derzeit gebe es 54 bekannte Kolonien.

Verschärft sich die Klimakrise, sterben die Pinguine aus

Wenn die Erderwärmung nur auf 2 Grad begrenzt werden kann, würden fast 15 Prozent des Packeises schmelzen und rund ein Drittel der derzeit existierenden Pinguin-Kolonien verschwinden.

 

 
Gehe die Erderwärmung aber so weiter wie derzeit, dann würde die Zahl der Kolonien um 80 Prozent sinken, die Zahl der Pinguine sogar um mehr als 80 Prozent, schreiben die Forscher im Fachjournal "Global Change Biology". "In diesem Szenario liefen die Pinguine effektiv ihrem Aussterben entgegen", sagte Jenouvrier.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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