Sie sind hier: Home > Panorama > Tiere >

Einzigartige Gesänge: Forscher entdecken unbekannte Blauwale im Indischen Ozean

Durch ihre einzigartigen Gesänge  

Forscher entdecken unbekannte Blauwale im Indischen Ozean

28.12.2020, 14:01 Uhr | MaM, t-online

Einzigartige Gesänge: Forscher entdecken unbekannte Blauwale im Indischen Ozean. Blauwal: Forscher vermuten eine zweite Population im Indischen Ozean (Symbolbild). (Quelle: imago images/blickwinkel)

Blauwal: Forscher vermuten eine zweite Population im Indischen Ozean (Symbolbild). (Quelle: blickwinkel/imago images)

Forscher haben im Indischen Ozean den bislang unbekannten Gesang einer neuen Population von Blauwalen vernommen. Kurz darauf konnten die Tiere vor der arabischen Küste gesichtet werden.

Im Indischen Ozean wurde eine neue Population von Blauwalen entdeckt, berichten mehrere Wissenschaftsportale. Der ungewöhnliche Gesang der Tiere wurde bisher an drei unterschiedlichen Orten vernommen, die etwa 3.500 Kilometer voneinander entfernt liegen, schreibt etwa "Sciencealert". Das erste Mal habe man den Gesang 2017 vor der Küste von Madagaskar gehört, später dann im Arabischen Meer vor der Küste von Oman und auch im mittleren Indischen Ozean.

Alles weist auf eine zweite Population von Blauwalen hin

Laut dem "Boston Herald" sei bisher angenommen worden, dass es in dieser Region nur eine einzige Population von Blauwalen gibt, die sich durch ihren eigenen einzigartigen Ruf auszeichnet. Wale, die in dem Gebiet gesichtet wurden, wären einfach zu der bekannten Population hinzugezählt worden. Die neuen Gesänge jedoch stimmten mit den bekannten nicht überein. Forscher schlussfolgerten deshalb, dass es in dem Ozean mindestens zwei Populationen geben muss. 

"Nach all der Arbeit mit Walgesängen – sich vorzustellen, dass es da draußen eine Population gibt, von der bis 2017 niemand etwas wusste, ist einfach umwerfend", sagte Salvatore Cerchio, Direktor des Cetacean-Programms des in den USA beheimateten African Aquatic Conservation Fund, laut einer Pressemitteilung des "New England Aquarium". Es sei zwar schwierig, den Gesang nur anhand einer Audio-Datei und ohne genetische oder visuelle Daten einem einzelnen Wal zuzuordnen, das Forscherteam sei dennoch von seiner Entdeckung überzeugt. Innerhalb weniger Stunden, nachdem die Gesänge die Mikrofone vor der Küste Omans erreicht hätten, seien die Wale vor der Küste gesichtet worden, berichtet "Sciencealert".

Im 20. Jahrhundert waren Blauwale fast ausgestorben

Blauwale sind die größten Tiere der Welt und wurden durch den industriellen Walfang im 20. Jahrhundert nahezu ausgerottet. Die Schlacht überlebten nur wenige Tiere, die heute streng geschützt sind. Dennoch sind die Tiere durch das Eingreifen des Menschen in die Natur bedroht.

"Seit 20 Jahren konzentrieren wir uns auf den gefährdeten Buckelwal im Arabischen Meer, von dem wir glauben, dass nur noch etwa 100 Tiere vor der Küste von Oman leben", sagte Suaad Al Harthi, Geschäftsführer der Umweltschutzgesellschaft von Oman, laut Pressemitteliung. "Jetzt fangen wir an, mehr über eine andere, ebenso spezielle und wahrscheinlich ebenso gefährdete Population von Blauwalen zu erfahren." Neue Erkenntnisse zu dieser Population seien wichtig, um sie zu schützen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal