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Trophäenjagd der Deutschen: Jäger bringen 543 Jagdtrophäen nach Deutschland

Problematische Trophäenjagd  

Deutsche Jäger bringen 543 Jagdtrophäen nach Deutschland

15.03.2021, 09:50 Uhr | dpa

Trophäenjagd der Deutschen: Jäger bringen 543 Jagdtrophäen nach Deutschland. Ein Leopardenfell: Deutsche sind nach den Amerikanern die größten Großwildjäger. (Quelle: dpa/Uwe Anspach)

Ein Leopardenfell: Deutsche sind nach den Amerikanern die größten Großwildjäger. (Quelle: Uwe Anspach/dpa)

Hunderte streng geschützte Wildtiere wurden im vergangenen Jahr als Trophäe nach Deutschland gebracht. Die legale Jagd ist umstritten – einige sehen darin aber einen Schutz für die Tiere.

Jäger aus Deutschland haben im vergangenen Jahr 543 im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistete Tiere als Trophäen mit nach Hause gebracht. Darunter waren 40 Giraffen, die erst 2019 im Washingtoner Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten freilebenden Tieren und Pflanzen (Cites) unter Schutz gestellt wurden.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervor. Zu den erlegten Tieren zählten auch 164 Zebras, 109 Paviane, acht Elefanten, 14 Löwen, drei Breitmaulnashörner und ein Eisbär.

Eine präparierte Giraffe: Jäger haben im vergangenen Jahr 40 Giraffen importiert.  (Quelle: dpa/picture alliance)Eine präparierte Giraffe: Jäger haben im vergangenen Jahr 40 Giraffen importiert. (Quelle: picture alliance/dpa)

"Es ist völlig absurd, während mehr und mehr Tierarten vor dem Aussterben stehen, werden weiterhin Teile geschützter Tiere als Jagdtrophäen nach Deutschland gebracht – ganz legal", sagte Lemke. Angesichts der dramatischen Situation beim Artenschwund müsse die Bundesregierung handeln und die Praxis stoppen, Jagdtrophäen von geschützten Arten ins Land zu bringen.

Trophäenjagd ist sehr teuer – und auch unter Umweltschützern umstritten. Unter bestimmten Bedingungen können laut Weltnaturschutzunion IUCN legale gut regulierte Trophäenjagdprogramme eine wichtige Rolle spielen sowohl für den Schutz der Wildtiere als auch für den Lebensunterhalt der lokalen Bevölkerung. Die IUCN listet Beispiele auf, bei denen die Bestände bestimmter bedrohter Tiere in Ländern wuchsen, in denen die Jagd erlaubt ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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