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Kommentar zu Putins Atomdrohung: Das Kartenhaus wird zusammenbrechen


Das russische Kartenhaus wird zusammenbrechen

  • Peter Schink
Ein Kommentar von Peter Schink

Aktualisiert am 21.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Wladimir Putin: Der Kremlchef sprach am Morgen im Staatsfernsehen. (Quelle: t-online)

Der russische Präsident versucht mit aller Macht, den Krieg in der Ukraine zu wenden. Doch es ist ein wankendes Kartenhaus, das er da baut.

Man muss heute Morgen den russischen Präsidenten Wladimir Putin als das bezeichnen, was er ist: ein Lügner und Faschist. Seine TV-Rede zur Teilmobilmachung war geprägt von Lügen, Menschenverachtung und Größenwahn.

Angst machen muss einem die unverhohlene Drohung des Einsatzes von Atomwaffen durchaus. Wenn die Scheinreferenden in den besetzten Gebieten diese nach Putins Lesart zu russischem Staatsgebiet machen, umso mehr. Wie weit Putin den Konflikt noch eskalieren lassen wird, ist völlig unklar. Ob er wirklich Atomwaffen einsetzen würde? Niemand weiß das.

Genau das ist Putins Kalkül: Er weiß, wie gut man mit Angst regieren kann.

Propaganda ist nicht nachhaltig

Nun baut der russische Präsident also eine noch größere Drohkulisse auf. Zugleich manövriert er sich immer weiter in eine Sackgasse. Das Narrativ der bösen Ukraine, die angeblich Gräueltaten verübt, und eines Westens, der angeblich Russland zerstören will, ist so absurd, dass es auch für Putins Propagandamaschine schwierig sein wird, diese Lüge in Russland aufrechtzuerhalten.

Überall im Land werden sich heute Menschen fragen, ob auch sie in einen sinnlosen Krieg ziehen müssen. Weil im fernen Moskau das jemand so will. Auch die beste Propaganda im Staatsfernsehen nützt nichts, wenn die Menschen auf Telegram eine ganze andere Wahrheit lesen können.

Im Westen wird die Teilmobilmachung dazu führen, dass die Solidarität der Staaten mit der Ukraine noch größer wird. Niemand wird den Drohungen aus Moskau nachgeben, es wäre ja auch absurd. Einzig und allein eine Erkenntnis wird wachsen: Irgendwann werden beide Seiten an den Verhandlungstisch zurückkehren müssen.

Ein Fall für den Strafgerichtshof

Das weiß man in Washington und Brüssel. Das weiß auch Putin und sein Umfeld im Kreml. Auch für den Despoten wird der Krieg mit jedem Tag teurer, seine Macht erodiert. Doch je mehr Putin die Lage zur Eskalation bringt, desto weniger empfiehlt er sich als Gesprächspartner für den Westen: Niemand wird sich mit einem Lügner und Faschisten an einen Tisch setzen wollen. Putin ist inzwischen ein Fall für den internationalen Strafgerichtshof, nicht für Friedensverhandlungen.

Putins Kartenhaus aus militärischer Eskalation, aus Kriegsverbrechen, aus Drohungen Richtung Westen, aus Propaganda im Land wankt schon jetzt, so hoch hat er gebaut. Je weiter Putin das treibt, desto schneller wird es zusammenbrechen.

Der Krieg wird enden. Doch dann kann Putin nicht mehr russischer Präsident sein. Alles andere wäre absurd.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
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