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Forscher lĂŒften Grabgeheimnis von Bischof Winstrup

Von dpa
12.04.2021Lesedauer: 2 Min.
Grabgeheimnis von Peder Winstrup gelĂŒftet: Aufnahmen zeigen den spektakulĂ€ren Fund und wie die Forscher das RĂ€tsel lösten. (Quelle: Glomex)
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Im Grab des Bischofs Peder Winstrup wurden vor einigen Jahren Knochen eines Fötus gefunden. Lange wurde untersucht, von wem das Skelett stammt. Nun gelang den Forschern ein Durchbruch.

Bei dem Fötus im etwa 342 Jahre alten Sarg des Bischofs Peder Winstrup handelt es sich vermutlich um seinen Enkel. Schwedische Forscher haben mithilfe von DNA-Material des Bischofs und des Fötus eine Verwandtschaftsbeziehung nachgewiesen, wie die UniversitÀt Lund mitteilte.

Nach dem sensationellen Fund neben der Leiche des evangelisch-lutherischen Bischofs Winstrup vor einigen Jahren hatten die fremden Knochen den Historikern lange Zeit RĂ€tsel aufgegeben. Der Fötus war eingewickelt in ein StĂŒck Leinentuch. Bilder von dem Fund sehen Sie im Video oben oder hier.

Die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen zeigten, dass es sich bei dem Fötus um einen Jungen und eine Verwandtschaft zweiten Grades handelte. Winstrup, der 1679 gestorben war, und der tot geborene Junge teilten 25 Prozent der Gene. Die beteiligten Forscher vom Zentrum fĂŒr PalĂ€ogenetik der UniversitĂ€t Stockholm fanden heraus, dass die Verwandtschaft ĂŒber die Linie des Vaters ging.

"Nicht ungewöhnlich"

Bei Beziehungen zweiten Grades kommen Konstellationen wie Onkel, Neffen, Großeltern, Enkel und Halbgeschwister infrage. Eine Beziehung Großvater zu Enkel schien den Forschern wahrscheinlich: "Es ist möglich, dass der tot geborene Junge Peder Pedersen Winstrups Sohn war und der Bischof daher sein Großvater", sagte Maja Krzewinska vom PalĂ€ogenetik-Zentrum.

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Die Überreste von Peder Winstrup: Das Grab ist 342 Jahre alt.
Die Überreste von Peder Winstrup: Das Grab ist 342 Jahre alt. (Quelle: Gunnar Menander/UniversitĂ€t Lund)

Peder Pedersen Winstrup verlor 1680 das Eigentum seines Vaters und lebte nach Ansicht von Historikern am Ende seines Lebens von Almosen. Den verstorbenen Fötus nachtrÀglich in den Sarg des Bischofs zu legen, könnte demnach eine symboltrÀchtige Handlung gewesen sein.

"Es war nicht ungewöhnlich, dass kleine Kinder mit Erwachsenen in SĂ€rge gelegt wurden. Der Fötus wurde möglicherweise nach der Beerdigung in den Sarg gelegt, als er sich in einem Gewölbegrab im Dom von Lund befand und daher zugĂ€nglich war", sagt Torbjörn Ahlström, Professor fĂŒr historische Osteologie an der UniversitĂ€t Lund.

Winstrup galt als geschickter Diplomat

Die Leiche des Bischofs Winstrup gilt als einer der am besten erhaltenen menschlichen Körper aus dem 17. Jahrhundert. Die Kleidung, die Haut, die Knochen und inneren Organe waren auch Jahrhunderte spĂ€ter verblĂŒffend gut erhalten. Dass sich der Körper des Geistlichen so gut gehalten hat, habe mehrere GrĂŒnde wie sein Tod im Winter und eine stĂ€ndige Luftzirkulation seiner Leiche. Auch die im Sarg hinzugefĂŒgten Beigaben wie Hopfen, Wacholderbeeren und Wermut haben den Verwesungsprozess vermutlich aufgehalten.

1605 wurde Winstrup in Kopenhagen geboren. Er war Professor der Philosophie und Physik, Doktor der Theologie, Architekt und Drucker. Mit 33 Jahren wurde er Bischof in Lund und nahm die schwedische StaatsbĂŒrgerschaft an. Er galt nach Angaben der Historiker als geschickter Diplomat, da er zwischen dem schwedischen und dem dĂ€nischen König vermittelte. Auf die Initiative Winstrups hin war die UniversitĂ€t in Lund gegrĂŒndet worden.

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