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Larsen-C-Schelfeis bedroht: Forscher untersuchen Folgen des Abbruchs von Riesen-Eisberg

Larsen-C-Schelfeis bedroht  

Forscher untersuchen Folgen des Abbruchs von Riesen-Eisberg

09.11.2018, 15:46 Uhr | dpa

Larsen-C-Schelfeis bedroht: Forscher untersuchen Folgen des Abbruchs von Riesen-Eisberg. Der Eisberg A68 löst sich vom Larsen-C-Schelfeis.

Der Eisberg A68 löst sich vom Larsen-C-Schelfeis. Foto: Jesse Allen/NASA. (Quelle: dpa)

Bremerhaven (dpa) - Nach dem Abbruch eines gigantischen Eisbergs vom Larsen-C-Schelfeis im Juli 2017 in der Antarktis wollen Wissenschaftler die Folgen in der Region erforschen.

Mehr als 50 Experten aus fünf Ländern untersuchen etwa, wie der Meeresboden aussieht, über dem sich bis zu 120.000 Jahre lang Schelfeis befand, wie das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut mitteilte. Das Forschungsschiff Polarstern wird demnach das Team dort hinbringen, am Sonntag startet es ab Bremerhaven. Zunächst fährt es über Südafrika bis Chile, Anfang Februar soll es dann in die Antarktis weitergehen.

Der abgebrochene Tafeleisberg war mit einer Fläche von 5800 Quadratkilometern einer der größten Eisberge, den Forscher jemals erfasst haben. Wissenschaftler befürchten, dass durch Abbrüche wie diese langfristig das gesamte Larsen-C-Schelfeis in der Westantarktis zerfallen könnte. Schelfeise sind auf dem Meer schwimmende Eisplatten, die von Gletschern gespeist werden. In den Jahren 1995 und 2002 waren erst das Larsen-A-Schelfeis und später das Larsen-B-Schelfeis fast vollständig zerfallen.

Die Wissenschaftler interessieren sich nun für die durch den Abbruch verursachten Veränderungen im Ökosystem. Austauschprozesse zwischen Ozean und Atmosphäre seien nun möglich und Kleinstalgen könnten in der oberen Wassersäule wachsen, teilte das AWI mit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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