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Hamburg: Zweitägige Warnstreiks im Einzelhandel – Kaufland und Ikea betroffen

Freitag und Samstag  

Zweitägige Warnstreiks im Einzelhandel gestartet

25.06.2021, 07:25 Uhr | dpa

Hamburg: Zweitägige Warnstreiks im Einzelhandel – Kaufland und Ikea betroffen. Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo (Symbolbild): Zwei Tage wollen die Gewerkschaftsmitglieder streiken. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)

Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo (Symbolbild): Zwei Tage wollen die Gewerkschaftsmitglieder streiken. (Quelle: Christophe Gateau/dpa)

Im Tarifkonflikt des Hamburger Einzelhandels dehnt die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks aus. Bisher konnte bei den Verhandlungen kein zufriedenstellendes Ergebnis für die 70.000 Beschäftigten erzielt werden.

Von Freitag bis Samstag sind die Beschäftigten in etlichen Betrieben des Hamburger Einzelhandels zu zweitägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Betroffen sei unter anderem der Lebensmitteleinzelhandel, unter anderem mit Rewe und Penny sowie Marktkauf und Kaufland. Warnstreiks soll es auch bei den Filialen der Buchhandelskette Thalia sowie Modehändlern wie Primark, Zara und H&M geben, außerdem bei Hermes Fulfilment, Ikea und Douglas.

"Grund dafür ist die Weigerung der Arbeitgeberseite, ein ausreichendes Angebot in der laufenden Tarifrunde für die circa 70.000 Beschäftigten des Hamburger Einzel- und Versandhandels vorzulegen", heißt es in der Verdi-Mitteilung. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem 4,5 Prozent mehr Geld, ein Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde sowie eine Allgemeinverbindlichkeit der Hamburger Tarifverträge.

Die Arbeitgeber hätten bislang nur ein Prozent nach zwei Nullmonaten für 2021 und eine Einmalzahlung in Höhe von 1,4 Prozent des individuellen Entgelts angeboten, kritisierte die Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp. Das stehe "in überhaupt keinem Verhältnis zu den gewaltigen Umsatzsteigerungen im Einzelhandel". Sie sprach von "außergewöhnlichen Leistungen" der Beschäftigten während der Corona-Pandemie.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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