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Rund 2100 Menschen beim Ostermarsch in Hamburg


Rund 2100 Menschen beim Ostermarsch in Hamburg

Von dpa
18.04.2022Lesedauer: 2 Min.
OstermÀrsche 2022
Teilnehmer des Hamburger Ostermarschs laufen mit zwei Transparenten mit den Aufschrift "Kriege beenden! AbrĂŒsten" und "Hamburger Ostermarsch". (Quelle: Markus Scholz/dpa/dpa-bilder)
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Mehr als 2000 Menschen haben in Hamburg bei einem Ostermarsch gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Insgesamt zĂ€hlte die Polizei am Ostermontag rund 2100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sie auf Nachfrage mitteilte. Die Demonstranten zogen bei strahlendem Sonnenschein friedlich vom Spielbudenplatz auf St. Pauli zum Fischmarkt. Viele trugen Schilder, Transparente und Fahnen mit sich. Die Aufschriften reichten von "Kein Krieg" ĂŒber "Diplomatie statt Waffen" bis hin zu "Energie-Embargo statt Waffen".

Bereits vor Beginn des Ostermarsch hatte es in der Szene teils heftige Auseinandersetzungen um die Ursachen des Krieges in der Ukraine gegeben. Alle verurteilen zwar den völkerrechtswidrigen Einmarsch russischer Truppen, ein Teil sieht die Verantwortung fĂŒr den Krieg jedoch bei der Nato, den USA und dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj selbst. Unter anderem die frĂŒheren Linken-BĂŒrgerschaftsabgeordneten Christiane Schneider und Kersten Artus lehnten es deshalb ab, in diesem Jahr am Ostermarsch teilzunehmen. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) distanzierte sich von derartigen Auslegungen, rief aber dennoch zur Teilnahme auf.

Ein Vertreter des Bundesausschusses Friedensratschlag sagte zum Auftakt des Ostermarschs, Russland werde von der Nato bedroht, deshalb der Einmarsch in die Ukraine. Gleichzeitig unterstellte er den USA, Hyperschall-Raketen zu entwickeln, um damit Wladimir Putin und seine Regierung etwa von Deutschland oder der Ukraine aus zu vernichten. Die Raketen seien "als Mordinstrument gegen Putin und die russische Regierung konzipiert", sagte der Vertreter des Bundesausschusses Friedensratschlag. UnerwĂ€hnt ließ er, dass Russland nach eigenen Angaben selbst bereits mehrfach seine Hyperschall-Rakete "Kinschal" in der Ukraine eingesetzt hat.

Lediglich gut zwei Kilometer vom Startpunkt des Ostermarschs entfernt öffnete derweil am Vormittag unter der Schirmherrschaft der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Tybinka ein Begegnungsort fĂŒr geflĂŒchtete Familien. Das vom "Hamburger Abendblatt" unterstĂŒtzte Projekt SchrĂždingers City Kids im Schanzenpark diene werktĂ€glich zwischen 11.00 und 16.00 Uhr als Anlaufpunkt etwa fĂŒr Spiele, Sprachkurse und Beratung.

Tybinka dankte bei der Eröffnung noch einmal dem Engagement und der Hilfe der Hamburgerinnen und Hamburger. Ein Viertel der ukrainischen Bevölkerung sei inzwischen auf der Flucht. "Die Gastfreundschaft, die wir heute in Hamburg erleben, (...) kann uns nicht gleichgĂŒltig lassen. (...) Das ist wirklich sehr wichtig und bedeutsam fĂŒr uns alle", sagte Tybinka. Gleichzeitig betonte sie, dass der Krieg in der Ukraine gewonnen werden mĂŒsse - "ansonsten wird dieser Krieg fĂŒr uns alle endlos sein".

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