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Klimaaktivisten der "Letzten Generation" blockieren Berliner und Münchner Flughafen


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Klimaaktivisten blockieren Flughäfen – Polizei greift ein

Von t-online, pb

Aktualisiert am 08.12.2022Lesedauer: 4 Min.
Aktion der "letzten Generation": Aufnahmen zeigen wie Aktivisten versuchen die Flughäfen zu blockieren. (Quelle: t-online)
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In einer großangelegten Aktion haben Klimaaktivisten am Morgen zwei große deutsche Flughäfen zwischenzeitlich blockiert.

Das Wichtigste im Überblick


Am Donnerstagmorgen haben Klimaaktivisten in Berlin und München versucht, die dortigen Flughäfen zu blockieren. In München gelang es offenbar mehreren Personen, sich auf der Nordbahn des Münchner Airports festzukleben. Am Vormittag kam es deshalb dort zu mehreren Festnahmen.

Auch der Berliner Flughafen wurde nach Angaben der Aktivisten zwischenzeitlich blockiert. Vom BER berichten Reporter vor Ort, dass Polizeikräfte dort mehrere Klimaaktivisten festgenommen hätten. Die Blockade dort konnte so bereits nach kurzer Zeit wieder beendet werden. Eine Sprecherin der Bundespolizei bestätigte t-online den Einsatz, konnte zunächst aber keine genaueren Angaben machen.

Insgesamt gelang es den Aktivisten am Morgen wohl nicht, für größere Störungen im Flugverkehr in den beiden Städten zu sorgen. Ende November war es am Berliner Hauptstadtflughafen BER zu einem ähnlichen Protest gekommen. Damals war der Flugverkehr für rund zwei Stunden unterbrochen.

Damit beenden wir den Liveticker.

13.15 Uhr: Wissing kritisiert Klimaaktivisten

Die Blockadeaktionen von Klimaschützern an zwei deutschen Flughäfen haben nach den Worten von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) nichts mit legitimem Protest zu tun. "Mit ihren kriminellen Machenschaften gefährden die Aktivisten der "Letzten Generation" den gesellschaftlichen Konsens", erklärte Wissing am Donnerstag in einer schriftlichen Mitteilung. "Eine Demokratie entscheidet aufgrund von Mehrheiten und lässt sich nicht erpressen", betonte der Minister. Gleichzeitig müsse sich der Rechtsstaat gegen Straftäter "entschlossen zur Wehr setzen".

12.41 Uhr: CSU will Sicherheitskonzepte prüfen lassen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann fordert nach dem Vorfall am Münchner Flughafen eine Überprüfung des dortigen Sicherheitskonzepts. "Ich erwarte mir, dass umgehend geprüft wird, ob gegebenenfalls die Sicherheitskonzepte am Münchner Flughafen angepasst werden müssen", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag.

"Es ist absolut unverantwortlich, durch Blockadeaktionen in den Flugverkehr einzugreifen", betonte Herrmann. Es sei eine unverfrorene Rücksichtslosigkeit, nicht nur laufend gegen Gesetze zu verstoßen, sondern mit irrsinnigen Aktionen auch eine Vielzahl anderer Menschen potentiell zu gefährden. Als Beispiel nannte er Flugzeuge, die trotz Notfällen nicht regulär landen könnten. "Diese Aktivisten sind offenbar so verbohrt, dass es ihnen egal ist, wenn andere Menschen zu Schaden kommen."

Herrmann lobte, dass es der Polizei gelungen sei, weitere "Klimachaoten" von der Südbahn fernzuhalten. "Drei Personen wurden dort vorläufig festgenommen. Diese werden zusammen mit den Klimaklebern auf der Nordbahn zunächst in Gewahrsam genommen", sagte er. Bei den Nordbahn-Klebern stünde der Verdacht eines "Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr" sowie weiterer Straftaten im Raum. "Der Strafrahmen liegt hier bei bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Der Flugverkehr auf der Nordbahn war für rund 45 Minuten gesperrt."

11.25 Uhr: Einsätze an Flughäfen beendet

In Berlin und München haben die jeweils leitenden Polizeibehörden ihre Einsätze auf den Rollfeldern für beendet erklärt: Von der Polizei Oberbayern hieß es, dass die letzte festgeklebte Person gegen 11.09 Uhr vom Rollfeld entfernt und festgenommen worden sei. Seit 9.57 Uhr laufe der Flugverkehr bereits wieder störungsfrei an Bayerns größtem Airport, der Flugbetrieb auf der Nordbahn habe für 45 Minuten auf die Südbahn umgeleitet werden müssen.

Auch in Berlin zog die ermittelnde Bundespolizei eine erste Bilanz: Zwei Klimaaktivisten hätten sich am Morgen Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens verschafft und seien auf das Rollfeld gelangt. Dort hätten sie sich festgeklebt. Sechs andere Klimaaktivisten seien nicht auf das Flughafengelände gelangt.

"Wir haben schnell reagiert", sagte die Sprecherin der Berliner Bundespolizei. Seit dem vergangenen Vorfall am Flughafen BER seien die Kräfte verstärkt worden. Am 24. November hatten die Klimaaktivisten den Flugbetrieb auf dem Berliner Flughafen für fast zwei Stunden lahmgelegt.

Wie viele Personen wegen der Blockaden insgesamt an diesem Donnerstag festgenommen worden sind, war zunächst unklar.

10.51 Uhr: Flugverkehr läuft wieder uneingeschränkt

Der Flugbetrieb am Flughafen München läuft wieder uneingeschränkt. Die wegen einer Aktion von Klimaaktivisten am Donnerstagmorgen gesperrte nördliche Start- und Landebahn konnte bereits relativ kurze Zeit nach der Sperrung wieder freigegeben werden, wie ein Flughafensprecher sagte. "Die sind sehr schnell von der Bundespolizei wieder entfernt worden."

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Polizeieinsatz auf dem Münchner Flughafen: Am frühen Mittag lief der Flugverkehr wieder reibungslos.
Polizeieinsatz auf dem Münchner Flughafen: Am frühen Mittag lief der Flugverkehr wieder reibungslos. (Quelle: ANJA GUDER/Reuters)

Auch weil die südliche Start- und Landebahn durchgehend in Betrieb war, habe es keine Annullierungen von Flügen und nur geringfügige Verspätungen gegeben, hieß es weiter.

10.35 Uhr: Keine größeren Störungen in München

Größere Auswirkungen auf den Flugverkehr am Münchner Flughafen konnte die "Letzte Generation" mit ihrer Blockade wohl nicht erzielen. Auf dem Portal "Flightradar24" sind für den Münchner Flughafen nur vereinzelt Verspätungen bei den Starts und Landungen zu sehen – ein direkter Zusammenhang mit der Blockade ist nicht zu erkennen.

10.25 Uhr: Blockade durch Polizei teilweise verhindert

Die Blockade-Aktion in München sollte wohl umfangreicher werden: Ein Airport-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass die Aktivisten auch versucht hätten, an der Südseite des Flughafens auf das Gelände zu kommen, sie seien aber von der Polizei daran gehindert worden.

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Die Münchner Polizei ist wegen des Vorfalls derzeit weiter in einem Großeinsatz. Auch in Berlin läuft der Einsatz noch, wie eine Sprecherin t-online sagte. Auf Twitter gab die "Letzte Generation" an, die Polizei vor Beginn der Blockade über den Plan informiert zu haben.

10.13 Uhr: Aktivist dreht Video von Rollfeld

Die Aktivisten veröffentlichten auf ihrem Twitter-Account ein Video eines Mitglieds der Bewegung, das angibt, sich gerade auf dem Münchner Rollfeld festgeklebt zu haben. Im Hintergrund sind startende und landende Flugzeuge zu hören.

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Der junge Mann forderte unter anderem die Einführung eines bundesweiten Tempolimits und eines bundesweiten 9-Euro-Tickets. Der Aktivist: "Ich weiß, dass viele Leute das nicht verstehen werden. Aber wir haben keine andere Wahl mehr. Ich weiß auch, dass ich hierfür wahrscheinlich im Gefängnis landen werde, wo ich vorher schon war."

In Bayern wurden zuletzt mehrere Klimaaktivisten für teils mehrere Wochen in Präventivhaft genommen, nachdem sie in München Straßen blockiert hatten.

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10.05 Uhr: Flughafen rechnet mit Problemen im Flugverkehr

Am Donnerstagvormittag haben Klimaaktivisten der "Letzten Generation" an den Flughäfen in Berlin und München versucht, den Flugverkehr zu stören. In München wurde deshalb eine Landebahn gesperrt, ein Flughafen-Sprecher rechnet mit Problemen im Flugverkehr.

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In Berlin konnte eine größere Blockade am Airport laut einem Reporter vor Ort durch alarmierte Polizisten wohl verhindert werden. Der Flugverkehr musste aus Sicherheitsgründen jedoch kurzzeitig unterbrochen werden.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Reporter vor Ort
  • bild.de: "Schon wieder Kleber-Chaoten am Flughafen"
  • flightradar24.de: Starts und Landungen am Münchner Flughafen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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Von Jonas Voss
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