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Bayern: Zahl der Verkehrstoten sinkt – trotzdem potenzielle Gefahr


Zahlen in Bayern sinken
Weniger Verkehrstote – trotzdem große Sorge

Von dpa, t-online, cgo

21.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Ein Kreuz zum Gedenken an ein Opfer eines Unfalls: Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland steigt wieder.Vergrößern des BildesEin Kreuz zum Gedenken an ein Opfer eines Unfalls: Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland steigt wieder. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa./dpa)
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In Bayern sterben weniger Menschen bei Unfällen. Trotzdem blickt Innenminister Herrmann mit besonderer Besorgnis auf eine neue drohende Gefahr.

Wenn es auf den Straßen kracht, dann leider oft so richtig: 134 Menschen kamen in Bayern vergangenes Jahr bei schweren Autounfällen ums Leben. Ursache war dabei häufig eine überhöhte Geschwindigkeit: "Wenn sich alle immer an die Verkehrsregeln halten und gegenseitig Rücksicht nehmen würden, hätten wir erheblich weniger Unfallopfer zu beklagen", kommentierte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch die Verkehrsunfallstatistik für 2023.

Unfälle in Bayern: Die Zahlen

Insgesamt ereigneten sich vergangenes Jahr 388.817 Unfälle, rund 13.000 mehr als 2022. 321 Unfälle gab es auf Landstraßen, 52 auf Autobahnen und 126 innerhalb von Ortschaften. Die Zahl der Verletzten stieg leicht auf mehr als 62.000. 499 Menschen starben – 20 weniger als 2022. Abgesehen von den beiden Jahren der Coronapandemie sei das der niedrigste Stand seit 70 Jahren, sagte Herrmann. Als Beispiel verwies er auf das Jahr 1970. Damals seien 3897 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben.

Unter den Getöteten waren 108 Motorradfahrer und 85 Radfahrer (2022: 84). Auch Fahrradfahrer müssten mehr auf Vorschriften achten, mahnte der Innenminister: "Der Radfahrer ist so oder so immer der Schwächere." Insgesamt sei die Zahl der Unfälle mit Radlern aber leicht zurückgegangen. Hoffnungen setzt der Innenminister in den Ausbau der Radwege.

Cannabis-Legalisierung als neue Gefahr?

Mit Sorge blickt Herrmann auf die geplante Freigabe von Cannabis. Das werde auch Auswirkungen auf den Straßenverkehr haben, vermutet er. Das Rauschmittel sei beim Autofahren zwar nicht erlaubt, er gehe aber davon aus, dass sich dann auch mehr Personen unter Einfluss von Cannabis ans Steuer setzen werden.

Vergangenes Jahr waren demnach zehn Menschen bei Unfällen gestorben, bei denen Drogeneinfluss im Spiel war, einer mehr als 2022. Alkohol im Straßenverkehr kostete 37 Menschen das Leben (2022: 58).

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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