t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



Menü Icon
t-online - Nachrichten für Deutschland
HomeRegionalMünchen

München: Polizei stellt Unfallentwicklung im Verkehr 2023 vor


Verkehrsunfallentwicklung 2023
"Knapp alle 11 Minuten kracht's in München"


23.02.2024Lesedauer: 3 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Zum journalistischen Leitbild von t-online.
Verkehr in MünchenVergrößern des Bildes
Dichter Verkehr auf Münchens Straßen (Symbolbild): Die Polizei verzeichnet eine positive Entwicklung im Verkehrsbereich. (Quelle: Matthias Balk/dpa/Symbolbild/dpa)

Das Polizeipräsidium München hat die Unfallentwicklung im Verkehr 2023 vorgestellt. Auch wenn es einen leichten Anstieg bei den Unfällen gab, gibt es auch viele positive Entwicklungen.

In München waren im Jahr 2023 nicht nur viele Autofahrer auf den Straßen der Landeshauptstadt unterwegs, sondern auch Radfahrer und E-Scooter. "Knapp alle elf Minuten kracht es in München", sagte der Polizeivizepräsident Michael Dibowski am Freitagmittag bei einer Pressekonferenz. Anschließend räumte er ein, dass es sich bei den Unfällen alle elf Minuten vor allem um kleinere Zwischenfälle handele und nicht jedes Mal jemand verletzt werde.

Insgesamt verzeichnet die Münchner Polizei für das Jahr 2023 eine positive Bilanz, was die Verkehrsunfallentwicklung der Landeshauptstadt betrifft – auch wenn die Anzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr um rund drei Prozent gestiegen ist. Waren es im Jahr noch 22 Personen, die bei einem Unfall ums Leben kamen, so waren es im vergangenen Jahr zehn weniger, also zwölf. Trotzdem appelliert Dibowski an die Münchner: "Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam weiter an der Verhinderung solch tragischer Verkehrsunfälle zu arbeiten, denn zwölf Verkehrstote aus dem Jahr 2023 sind für uns immer noch zwölf Verkehrstote zu viel!"

2023 gab es zehn Verkehrstote weniger

Von den zwölf tödlichen Verkehrsunfällen waren neun davon im Stadtgebiet und drei im Landkreis München. Vier Personen waren Fußgänger und vier Radfahrer. Insgesamt seien knapp 67 Prozent, also zwei Drittel, aller Verkehrstoten Fußgänger und Radfahrer.

Neben vielen Rückgängen bei den Verkehrsunfällen, beispielsweise mit Senioren, Fußgängern und Radfahrern sowie bei Personen unter Alkoholeinfluss, verzeichnet die Polizei München auch diverse Anstiege.

Zahl der schwer verletzten Schüler hat sich verdoppelt

Verkehrsunfälle, die sich aufgrund eines vorherigen Drogenkonsums ereigneten, stiegen von 59 im Jahr 2022 auf 71 im Jahr 2023 an. Das ist ein Anstieg von etwa 20 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Unfällen mit E-Bikes aus. 2023 waren es 400 Unfälle, also eine Zunahme um fast 19 Prozent. Bei den Unfällen mit E-Scootern hingegen verzeichnet die Polizei einen Rückgang. Waren es 2022 noch 532 Unfälle, sank die Zahl 2023 auf 446. Das ist ein Rückgang von etwa 19 Prozent.

Eine leichte Zunahme von knapp acht Prozent gibt es auch bei den Schulwegunfällen. Grund sei dafür unter anderem der wieder gestiegene Präsenzunterricht an den Schulen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 118 Schüler verletzt, neun davon schwer. "Die Zahl hat sich mehr als verdoppelt", so Dibowski bei der Pressekonferenz. 2022 waren es noch vier schwer verletzte Schüler. Der Polizeivizepräsident appellierte in diesem Zuge an die Eltern, ihre Kinder mit heller und reflektierender Kleidung auszustatten. "Üben Sie mit Ihren Kindern altersangemessen das richtige Verhalten im Straßenverkehr", so der Tipp von Dibowski.

Schnellster Fahrer 157 km/h unterwegs – in 50er-Zone

Nicht nur die Zahl der Unfälle, die im Jahr 2023 bei einer Gesamtzahl von 446 lag, sondern auch die Geschwindigkeitskontrollen sind in der Verkehrsunfallentwicklung aufgeführt. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 197.877 Geschwindigkeitsverstöße. Davon waren 62.503 Anzeigen, 4.144 Fahrverbote und 135.374 Verwarnungen.

Der schnellste Fahrer war 2023 ein 23-Jähriger. Bei erlaubten 50 km/h fuhr er mit seinem BMW 157 km/h. Illegale Autorennen gab es 53.

Damit Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger auch weiterhin auf den Straßen Münchens friedlich nebeneinander existieren können, bat Dibowski darum, gegenseitig Rücksicht zu nehmen, das Verhalten an den Straßenverkehr anzupassen, Verantwortung zu übernehmen und mit Fehlern der anderen zu rechnen.

Verwendete Quellen
  • Pressekonferenz der Polizei München (23. Februar 2024)
  • Reporter vor Ort
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website