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Bereits ein Viertel aller Fälle – Delta-Variante in München immer häufiger

Ansteckende Variante  

Delta-Variante breitet sich aus – Politiker appellieren

22.06.2021, 18:39 Uhr | t-online, tme, dpa

Bereits ein Viertel aller Fälle – Delta-Variante in München immer häufiger. Zahlreiche Menschen spazieren durch die Fußgängerzone in der Innenstadt von München (Archivbild): Im Raum München ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch. (Quelle: dpa/Hoppe)

Zahlreiche Menschen spazieren durch die Fußgängerzone in der Innenstadt von München (Archivbild): Im Raum München ist die Delta-Variante auf dem Vormarsch. (Quelle: Hoppe/dpa)

Die Corona-Infektionszahlen in Deutschland gehen zwar zurück, doch die Delta-Variante bereitet zunehmend Sorge. In Teilen Deutschlands ist die Verbreitung der Mutante offenbar bereits stark auf dem Vormarsch.

Die als ansteckender geltende Delta-Variante des Coronavirus ist in Teilen Deutschlands offenbar bereits stark verbreitet. Macht die Anzahl in ganz Deutschland lediglich 6,2 Prozent der Corona-Neuinfektionen aus, liegt sie Hessen bei mehr als 20 Prozent. Das gab der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) bei einer Pressekonferenz bekannt. In der bayerischen Landeshauptstadt München soll der Anteil an allen neuen Corona-Virusinfektionen bereits bei 25 Prozent liegen. Ein Bericht der "Apotheken-Umschau" bezieht sich dabei auf "aktuelle Laborauswertungen im Raum München". 

Die Laborgemeinschaften hätten demnach im Zeitraum vom 14. bis 20. Juni 2021 bei 24,6 Prozent der Proben die erstmals in Indien nachgewiesene Mutante entdeckt. Damit weicht die Zahl deutlich mit der vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichen ab, was laut der "Apotheken-Umschau" daran liegt, dass bei der Analyse nicht das gesamte Virusgenom analysiert werde, sondern nur solche Stellen des Genoms, die für die jeweiligen Varianten charakteristisch seien.

Das RKI beziehe sich in seinen Zahlen außerdem auf den Zeitraum zwischen dem 31. Mai und dem 6. Juni, also deutlich früher als die nun von den Laboren veröffentlichten Zahlen.

Keine weiteren Lockerungsschritte in Bayern

Über die Ausbreitung der Delta-Variante sprach am Dienstag auch Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München. Demnach habe sich die Zahl der bestätigten Corona-Ansteckungen mit der gefährlicheren Delta-Variante in Bayern im Verlauf einer Woche fast verdoppelt.

Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Herrmann. In einzelnen Laboren betrage der Anteil der Delta-Variante inzwischen fast ein Viertel, sagte Herrmann und bestätigte damit die Ergebnisse der "Apotheken-Umschau".

Herrmann mahnt weiter zur Vorsicht

Schon allein deswegen müsse das Prinzip der Vorsicht weiter gelten, sagte er. "Deshalb heute auch keine großen Lockerungsschritte." Die Delta-Variante sei problematisch und produziere Sorgenfalten, auch mit Blick auf andere Länder, etwa Großbritannien, Israel oder Portugal. Hessens Gesundheitsmister Klose appellierte an die Bevölkerung, sich so schnell wie möglich impfen zu lassen.

Insgesamt habe sich die Corona-Lage aber erfreulich entwickelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag erstmals seit Monaten unter 10. Auch die Belegung der Intensivbetten entwickele sich positiv, sagte Herrmann. In München gab das RKI am Dienstag die Zahl der Neuinfektionen mit drei an. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 9,8.

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