• Home
  • Regional
  • MĂŒnchen
  • Affenpocken in Deutschland nachgewiesen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextTour live: Wer glĂ€nzt auf der Etappe?Symbolbild fĂŒr einen TextRegierung rĂ€t zu NotstromaggregatenSymbolbild fĂŒr einen TextMassenschlĂ€gerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild fĂŒr einen TextElon Musk trifft Papst FranziskusSymbolbild fĂŒr einen TextJoey Kramer trauert um seine EhefrauSymbolbild fĂŒr einen TextEishockey-Torwart in Russland verhaftetSymbolbild fĂŒr einen TextKilometerlange Schlange an FlughafenSymbolbild fĂŒr einen TextSchweinepest erreicht NiedersachsenSymbolbild fĂŒr einen TextIgelrettung fordert vier VerletzteSymbolbild fĂŒr einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild fĂŒr einen TextTram knallt gegen Lkw – SchwerverletzteSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserPocher stichelt fies nach Promi-TrennungSymbolbild fĂŒr einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Affenpocken in Deutschland nachgewiesen

Von dpa
20.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Affenpocken
Diese vom RKI zur VerfĂŒgung gestellte elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Affenpockenvirus. (Quelle: Andrea MĂ€nnel/RKI/dpa/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Erstmals ist auch in Deutschland ein Fall von Affenpocken bestĂ€tigt worden. Das Virus sei am Donnerstag bei einem Patienten nachgewiesen worden, teilte das Institut fĂŒr Mikrobiologie am Freitag in MĂŒnchen mit. Der Patient habe charakteristische HautverĂ€nderungen gehabt.

"Es war nur eine Frage der Zeit, bis Affenpocken auch in Deutschland nachgewiesen werden", teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu dem Fall mit. Durch die Meldungen aus anderen LĂ€ndern seien Ärzte und Patienten in Deutschland sensibilisiert. "Aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass das Virus nicht so leicht ĂŒbertragbar ist und dass dieser Ausbruch eingegrenzt werden kann." DafĂŒr sei aber schnelles Handeln nötig. "Wir werden jetzt das Virus genauer analysieren und prĂŒfen, ob es sich um eine ansteckendere Variante handelt."

Im Zuge der gestiegenen Aufmerksamkeit fĂŒr die Erkrankung werden in immer mehr LĂ€ndern FĂ€lle der eigentlich selten auftretenden Affenpocken nachgewiesen. Am Freitag meldete auch Frankreich einen ersten Fall, zudem wurde das Virus in Australien und damit einer weiteren Weltregion entdeckt. In welchem Umfang sich der aus Afrika stammende Erreger bereits international verbreitet hat, ist noch offen. Gesundheitsbehörden zufolge verursacht das Virus meist nur milde Symptome, kann aber auch schwere VerlĂ€ufe nach sich ziehen.

Er gehe bei der Vielzahl von FĂ€llen in westlichen LĂ€ndern davon aus, dass das Virus schon seit einer Weile unbemerkt im Umlauf war, sagte der Mediziner Norbert Brockmeyer. Durch die gestiegene Aufmerksamkeit sei mit vermehrten Nachweisen zu rechnen, sagte der PrĂ€sident der Deutschen STI-Gesellschaft der Deutschen Presse-Agentur. STI steht fĂŒr sexuell ĂŒbertragbare Infektionen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putin hinter Gittern
Wladimir Putin ist im Westen isoliert.


In Frankreich ist Behördenangaben zufolge ein 29-JĂ€hriger im Großraum Paris betroffen, der zuvor nicht in ein Land gereist war, in dem das Virus zirkuliert. Kontaktpersonen wĂŒrden ermittelt und bekĂ€men Verhaltensregeln genannt, um eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern, hieß es. In Australien wurde der Erreger bei einem etwa 30 Jahre alten Mann bestĂ€tigt, der kĂŒrzlich aus Großbritannien zurĂŒckgekehrt war, wie es von der zustĂ€ndigen Gesundheitsbehörde hieß. Er befinde sich in einem Krankenhaus in Isolation, seine Kontakte wĂŒrden nun ermittelt.

Zuvor waren bereits aus zahlreichen anderen LĂ€ndern wie Großbritannien, Spanien, Schweden und den USA FĂ€lle gemeldet worden. Ein Großteil oder womöglich sogar alle FĂ€lle bisher betreffen MĂ€nner, vielfach hatten sie den Angaben zufolge sexuelle Kontakte zu MĂ€nnern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits am Mittwoch zu einer rigorosen Nachverfolgung aller Kontakte von Betroffenen aufgerufen. Kliniken und Bevölkerung mĂŒssten fĂŒr die Symptome sensibilisiert werden.

Am stĂ€rksten gefĂ€hrdet fĂŒr eine Ansteckung sind Brockmeyer zufolge Menschen, die sexuelle Kontakte zu vielen verschiedenen Menschen haben. Das Virus könne aber grundsĂ€tzlich auch bereits bei engem Körperkontakt ĂŒbertragen werden, insofern hĂ€lt der Mediziner auch in der Allgemeinbevölkerung Vorsicht fĂŒr ratsam. Anlass zu großer Sorge gebe es aber nicht. "Die Affenpocken werden gut kontrollierbar sein."

Von wissenschaftlicher Seite gelte es zu prĂŒfen, wie ansteckend das kursierende Virus sei und ob es sich um eine mutierte, ansteckendere Variante handle, sagte Brockmeyer. "Es ist ja leider so, dass wir in Deutschland eine Riesenpopulation haben, die nicht gegen Pocken geimpft worden ist - insbesondere im sexuell aktiven Alter." Das Potenzial an Infektionen durch den Erreger sei damit deutlich grĂ¶ĂŸer als etwa noch vor 20 Jahren. Je nach weiterer Entwicklung mĂŒsse man Pockenimpfungen in ErwĂ€gung ziehen. Die Pocken gelten seit 1980 als weltweit ausgerottet, seither wird nicht mehr dagegen geimpft. Prinzipiell wĂ€re ein wohl gut wirkender Impfstoff aber verfĂŒgbar.

Die Deutsche Aidshilfe warnte angesichts der Affenpocken-FĂ€lle bei schwulen MĂ€nnern vor falschen Schlussfolgerungen und Stigmatisierung. "NatĂŒrlich gibt es bei den Affenpocken oberflĂ€chliche Ähnlichkeiten zu HIV damals - es ist wieder eine Erkrankung aus Afrika, die auch schwule MĂ€nner betrifft. Aber in vielen anderen Punkten passt der Vergleich nicht", sagte Aidshilfe-Sprecher Holger Wicht.

Das Virus, das die Affenpocken auslöst, sei im Unterschied zu HIV in den 80er Jahren lĂ€nger bekannt, zudem heile die Erkrankung von selbst aus. "Uns ist sehr wichtig, dass hier nicht Panik und unangemessene Ängste entstehen." Es gebe bei der EinschĂ€tzung der Krankheitsschwere noch Ungewissheiten - etwa darĂŒber, wie gut ImmungeschwĂ€chte - dazu können zum Beispiel auch langjĂ€hrig unbehandelte HIV-Infizierte zĂ€hlen - die Erkrankung verkraften.

Der Charité-Infektiologe Leif Sander beschrieb die Affenpocken bei Twitter als weniger krankmachend als die Pocken, es sei aber "dennoch eine ernste und in EinzelfÀllen tödliche Erkrankung". Die Krankheit trÀgt den Namen Affenpocken, nachdem der Erreger 1958 erstmals bei Affen in einem dÀnischen Labor nachgewiesen wurde. Fachleute vermuten, dass das Virus eigentlich in Hörnchen und Nagetieren zirkuliert, Affen und Menschen gelten als sogenannte Fehlwirte.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Von Patrick Mayer
AffenpockenAustralienDeutsche Presse-AgenturDeutschlandFrankreichGroßbritannienKarl LauterbachParisRKI

t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website