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Auch Wiesbaden mit Inzidenz über 2000: Inzidenzen steigen

Von dpa
27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test
Ein Arzt hält einen Tupfer für einen Abstrich für einen Corona-Test in der Hand. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Nach Offenbach hat auch Wiesbaden die Marke von 2000 bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritten. Dem Berliner Robert Koch-Institut (RKI) zufolge lag die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in der hessischen Landeshauptstadt am Freitag (Stand: 3.48 Uhr) bei 2038,7. Erst am Vorabend hatte die Stadt bekanntgegeben, dass das Gesundheitsamt wegen der sehr hohen Zahl an Meldungseingängen die Corona-Fallzahlen nicht mehr tagesaktuell an das RKI übermitteln könne, da derzeit täglich mehrere hundert bis tausend Meldungen von positiven Laborbefunden im Gesundheitsamt eingingen.

Auch in Offenbach stieg der Wert weiter an auf 2279,9, nach 2148,3 am Vortag. Eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 1000 wurde am Freitag für sieben der 26 Gebietskörperschaften ausgewiesen. Hessenweit wurden binnen 24 Stunden laut RKI 17.635 Corona-Neuinfektionen und sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen betrug demnach 1285,5. Möglicherweise könnten die Zahlen aber insgesamt höher sein. Die Gesundheitsämter von Frankfurt und dem Landkreis Fulda hatten von einem fehlerbehafteten Update der Übermittlungssoftware des RKI berichtet und waren davon ausgegangen, dass die Inzidenzen höher liegen dürften.

Aus Darmstadt hieß es am Freitag, die weiter steigenden Infektionszahlen kämen jetzt vermehrt auch in den Unterkünften für Obdachlose und Geflüchtete an. Gerade bei Letzteren zahle sich jetzt aus, dass Geflüchtete in Darmstadt zu großen Teilen in wohnungsgleichen Einheiten untergebracht seien. Dies verhindere zuverlässig größere Ausbrüche.

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Hessenweit stieg derweil die für die Pandemie-Einschätzung wichtige Hospitalisierungsinzidenz nach Angaben des Sozialministeriums am Freitag auf 4,74 nach 4,53 am Vortag. Eine Woche zuvor hatte der Wert noch bei 4,24 gelegen. Die Zahl gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden.

Weiterhin gelten nach den Kriterien des Sozialministeriums in Hessen alle 26 Gebietskörperschaften als Hotspots. Dort gelten strengere Maßnahmen in fast allen Bereichen. Hotspot wird eine Kommune oder ein Landkreis, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über dem Wert 350 liegt. Nach fünf Tagen darunter fällt die Region aus der Regelung hinaus.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Hessen wurden am Freitag 173 Covid-19-Patienten behandelt. Das geht aus Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor (Stand 15.05 Uhr). 89 von ihnen mussten beatmet werden.

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