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  • Kolumne von Berti Vogts: "Ohne Ligaspiel wird es schwierig fĂŒr Manuel Neuer"


Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ĂŒbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Das ist die WM-Deadline fĂŒr Manuel Neuer

Die Kolumne von Berti Vogts bei t-online.de

Aktualisiert am 22.03.2018Lesedauer: 5 Min.
Manuel Neuer arbeitet hinter verschlossenen TĂŒren an seinem Comeback. Eine RĂŒckkehr auf den Platz ist nach wie vor ungewiss.
Manuel Neuer arbeitet hinter verschlossenen TĂŒren an seinem Comeback. Eine RĂŒckkehr auf den Platz ist nach wie vor ungewiss. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Berti Vogts glaubt an eine Deadline fĂŒr einen WM-Einsatz des verletzten Neuer. Dazu kritisiert der Ex-Bundestrainer die Ansetzung der LĂ€nderspiele gegen Spanien und Brasilien scharf.

Ich wĂŒrde mich normalerweise immer unheimlich darĂŒber freuen, wenn wir in Deutschland solche Gegner wie Spanien oder Brasilien willkommen heißen dĂŒrfen, die so eine hohe QualitĂ€t und fußballerische Gabe haben. Aber: Welcher Fokus liegt aktuell auf diesen Spielen?

Die Ansetzung der LĂ€nderspiele ist ein großes Problem

Die Spanier haben zwar alle großen Namen dabei, aber wir wissen, dass sie mit drei Mannschaften in der Champions League vertreten sind. In dieser Phase der Saison gehen die nationale Meisterschaft und auch der internationale Wettbewerb eindeutig vor. Es ist auch nachvollziehbar, dass die Spieler eher daran denken. Die Klubs bezahlen die Spieler, jeder weiß das. Und die Spieler wollen diese Wettbewerbe gewinnen.

In meinen Augen ist das ein großes Problem. Denn genau diese LĂ€nderspiele sind extrem wichtig. Gerade fĂŒr die Spieler, die noch nicht an der letzten Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft teilgenommen haben. Und sie sind auch extrem wichtig fĂŒr Joachim Löw.

Die Nations League halte ich fĂŒr den völlig falschen Weg

Man muss da aus meiner Sicht umdenken und den Sportkalender noch mehr an die BedĂŒrfnisse der Nationaltrainer anpassen. Wenn wir vor vier Wochen gegen diese beiden Mannschaften gespielt hĂ€tten, dann wĂ€ren das echte Tests geworden. Da haben die Bayern gegen Besiktas gespielt, das war kein ganz großer Gegner. Da hĂ€tten sich die Spieler mehr auf LĂ€nderspiele konzentrieren können. Aber nicht jetzt in der Endphase der Saison.

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Ich wĂŒrde mir eine höhere WertschĂ€tzung fĂŒr diese LĂ€nderspiele wĂŒnschen, was ĂŒbrigens nicht heißt, dass ich die Nations League befĂŒrworte. Ganz im Gegenteil. Aus Testspielen Pflichtspiele zu machen, bei denen es schon wieder um die Qualifikation fĂŒr ein Turnier geht, halte ich fĂŒr den völlig falschen Weg.

Man muss auch mal gegen kleinere Teams spielen

Testspiele sind enorm wichtig, weil sie eine Mischung sein können aus Klassikern und auch aus Spielen gegen kleinere Gegner, gegen die man wirklich testen und ausprobieren kann – genau wie man es gerade braucht.

Das Kind bekommt jetzt einen neuen Namen und den kann man besser vermarkten. Ich persönlich finde das beschĂ€mend. Ein Nationaltrainer hat die Spieler nicht permanent bei sich, da muss er die Möglichkeit haben, auch mal gegen kleinere Teams zu spielen, taktische Dinge auszuprobieren, fĂŒnf, sechs Spieler auszuwechseln, neue Spieler reinzuwerfen.

Ohne Bundesligaspiel wird es sehr schwierig fĂŒr Neuer

Das gilt natĂŒrlich nicht mehr fĂŒr den Status, in dem wir uns jetzt befinden, keine hundert Tage vor der WM. Da wird es keine großen Überraschungen mehr geben. Dennoch gibt es ein paar interessante Personalien in der deutschen Nationalmannschaft.

  • Mario Götze und Marco Reus: Ich gehe davon aus, dass Joachim Löw ganz ausfĂŒhrlich mit beiden ĂŒber ihre Nichtnominierung gesprochen hat. Marco Reus braucht noch mal eine Pause – ich denke aber, dass er bei der WM dabei ist. Mario Götze muss jetzt in den letzten sieben Bundesliga-Spielen Zeichen setzen, das hat er bisher nicht getan. Ich denke, dass er am Ende einen Bonus haben wird und das auch zu Recht. Wenn es zwei gleichstarke Spieler gibt, wird Löw sich fĂŒr Mario Götze entscheiden. Er weiß genau, was er an ihm hat. Trotzdem muss er jetzt liefern. Er ist auch zu ehrgeizig, zu jung, zu gierig, um zu sagen: "International muss das jetzt nicht mehr sein."
  • Sandro Wagner und Mario Gomez: Nimmt Joachim Löw beide mit nach Russland? Oder nur einen? Oder sogar keinen? Das ist alles eine Frage des Systems, mit dem er antreten möchte. Ob er mit Thomas MĂŒller spielt und einen KeilstĂŒrmer fĂŒr die letzten Minuten braucht, ob er mit Gomez oder Wagner von Beginn an plant – das kann nur einer entscheiden und das ist der Bundestrainer.
  • Max Kruse: Zuletzt wurde auch wieder Max Kruse mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Ich weiß nicht, was damals vorgefallen ist. Fakt ist aus meiner Sicht, dass Max Kruse fĂŒr Werder Bremen ein wunderbarer Spieler ist, aber international und gerade bei einer Weltmeisterschaft spielt man schon in einer anderen Liga. Da wird schnell gespielt, aggressiver. Er hat seine Chance gehabt und ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Spieler ausfallen, dass man Max Kruse nominieren oder nachnominieren mĂŒsste.
  • Julian Draxler: FĂŒr ihn sind die Testspiele Gold wert. Er hat im Prinzip keinerlei Berechtigung, AnsprĂŒche in der Nationalmannschaft zu stellen. Er ist bei Paris Ersatz und muss jetzt Signale senden. Jetzt muss er zeigen: "Der Trainer in Paris mag mich nicht, aber ich bin hier und will spielen in der Nationalmannschaft."
  • Manuel Neuer: Er hat immer noch nicht trainiert und sollte auch lieber eine Woche lĂ€nger warten, damit seine Verletzung wirklich vernĂŒnftig auskuriert ist. Wenn er die letzten beiden Bundesligaspiele macht und dann die LĂ€nderspiele gegen Österreich und Saudi-Arabien, dann kommt er gut klar. Er ist ein ausgebuffter, international erfahrener Spieler, da wĂŒrde ich mir keine Sorgen machen. Man muss aber auch klar sagen: Ohne Bundesligaspiel und ohne diese LĂ€nderspiele wird es sehr schwierig. Das sollte daher die Deadline sein. Zumal er gegen Österreich oder Saudi-Arabien nicht so sehr geprĂŒft werden wĂŒrde.

Ich möchte noch ein Thema ansprechen: Das Interview von Per Mertesacker im "Spiegel", in dem er zugegeben hat, massiv unter dem Druck im Fußball gelitten zu haben. Dass er das so gesagt hat, finde ich in Ordnung und nachvollziehbar. Ich muss aber den Kopf schĂŒtteln, wenn ich lese, wer sich da alles in die Diskussion eingeschaltet hat. Da wird dann davon gesprochen, dass die Spieler ausgelutscht werden oder wie schlimm sie es haben – und das geht mir zum Teil zu weit. Wir dĂŒrfen nicht vergessen, dass es Berufssoldaten gibt, die in Kriegsgebiete geschickt werden. Es gibt FeuerwehrmĂ€nner oder Polizisten, die sich nicht drĂŒcken können, bei denen es um Leben und Tod geht. Die stehen unter einem enormen Druck.

Wir sind doch im Prinzip alle Fußballer geworden, weil wir so eine Freude am Spiel und am Sport haben. Ich habe aus Überzeugung Fußball gespielt, weil ich aus dem Herzen heraus Sportler war und bin und somit von Herzen heraus gewinnen will. Das macht mit Kumpels genauso viel Spaß wie in der Bundesliga. Und deshalb muss die Frage erlaubt sein, warum Per Mertesacker noch von Werder Bremen fĂŒr viel Geld zu Arsenal wechselt, wo der Druck noch mal zunimmt.

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