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BVB – Böse Erinnerungen: Hat Haaland über Dortmunds Schwächen hinweggetäuscht?

Dortmund stolpert im Titelrennen  

Deshalb hat der BVB ein massives Problem

10.02.2020, 16:44 Uhr
Borussia Dortmund: Favre erklärt, warum es beim BVB nicht läuft

Der BVB kassierte gegen Bayer Leverkusen eine 3:4-Niederlage. Trainer Lucien Favre analysiert, warum es bei seiner Mannschaft derzeit nicht läuft. (Quelle: Omnisport)

Bittere Niederlage gegen Leverkusen: Dortmund-Trainer Lucien Favre analysiert, was beim BVB derzeit schief läuft. (Quelle: Omnisport)


Borussia Dortmund steht trotz der Niederlage in Leverkusen weiter auf Platz drei der Liga, in Reichweite der Tabellenspitze. Doch Erinnerungen an die letzte Saison sollten den Schwarz-Gelben Sorgen machen.

Am Ende hatte Borussia Dortmund noch Glück an diesem 21. Spieltag. Denn trotz der bitteren 3:4-Niederlage bei Bayer Leverkusen ist die Mannschaft von Trainer Lucien Favre weiter im Meisterschaftsrennen dabei – weil sich im Topspiel am Sonntagabend weder der FC Bayern noch RB Leipzig weiter absetzen konnten. Durch das 0:0 sind die Münchner mit 43 Punkten und die Sachsen mit 42 Zählern weiter in Reichweite des BVB (39).

Trotzdem: Dortmund erlebt gerade ein Déjà-vu – denn nach der Winterpause 2019 ging es für die Schwarz-Gelben fast genauso los. Damals war man sogar Tabellenführer mit sechs Punkten Vorsprung auf die Bayern – und verspielte das Punkte-Polster am Ende noch. 

Die Ergebnisse der ersten fünf Pflichtspiele 2019 im Überblick:
►18. Spieltag: 1:0 bei RB Leipzig
►19. Spieltag: 5:1 gegen Hannover 96
►20. Spieltag: 1:1 bei Eintracht Frankfurt
►DFB-Pokal-Achtelfinale: 5:7 n. E. gegen Werder Bremen (nach 2:1- und 3:2-Führung)
►21. Spieltag: 3:3 gegen die TSG Hoffenheim (nach 3:0-Führung)

Pokal-Achtelfinale 2019: Bremens Harnik (Nr. 9) dreht jubelnd ab, traf in der 119. Minute zum 3:3 gegen den BVB. Werder gewann dann im Elfmeterschießen. (Quelle: imago images)Pokal-Achtelfinale 2019: Bremens Harnik (Nr. 9) dreht jubelnd ab, traf in der 119. Minute zum 3:3 gegen den BVB. Werder gewann dann im Elfmeterschießen. (Quelle: imago images)

Danach folgten in den verbliebenen 13 Bundesligapartien noch drei Niederlagen – ein 1:2 beim 15. Augsburg, ein 0:5 in München und ein 2:4 zu Hause gegen Schalke 04 – und zwei Unentschieden. Damit war der Titel weg. 

Und hier die Ergebnisse der ersten fünf Pflichtspiele 2020:
►18. Spieltag: 5:3 beim FC Augsburg
►19. Spieltag: 5:1 gegen den 1. FC Köln
►20. Spieltag: 5:0 gegen Union Berlin
►DFB-Pokal-Achtelfinale: 2:3 bei Werder Bremen
►21. Spieltag: 3:4 bei Bayer Leverkusen (nach 2:1- und 3:2-Führung)

Pokal-Achtelfinale 2020: BVB-Torwart Hitz am Boden, die Bremer jubeln. Werder warf Dortmund erneut aus dem Wettbewerb. (Quelle: imago images)Pokal-Achtelfinale 2020: BVB-Torwart Hitz am Boden, die Bremer jubeln. Werder warf Dortmund erneut aus dem Wettbewerb. (Quelle: imago images)

2020 startete Dortmund sogar noch beeindruckender als im Jahr zuvor, schoss in den ersten drei Spielen 15 Tore – nur, um dann von Bremen im Pokal und von Leverkusen in der Liga böse zurück auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Hat der Wahnsinnsstart von Erling Haaland (acht Tore in den ersten fünf Spielen) etwa über die eklatanten Schwächen hinweggetäuscht?

Fakt ist: Der selbst ernannte Meisterschaftsanwärter BVB lag schon zum Rückrundenstart beim damaligen Tabellenzehnten Augsburg mit 1:3 zurück, ehe Haaland seinen neuen Klub mit Geniestreichen wieder in die Spur brachte.

Überragendes Debüt: Erling Haaland traf schon im ersten Bundesligaspiel gegen Augsburg drei Mal. (Quelle: imago images)Überragendes Debüt: Erling Haaland traf schon im ersten Bundesligaspiel gegen Augsburg drei Mal. (Quelle: imago images)

Und: Dortmund hatte statistisch sogar ein leichteres Startprogramm in der Rückrunde als 2019: Im Vorjahr noch lagen die Gegner der Borussia in den ersten Partien nach der Winterpause durchschnittlich auf Tabellenplatz 8,5 – 2020 dagegen im Schnitt nur auf Platz 9,75.

Und: In den nächsten Wochen wartet in Liga und Champions League ein Hammer-Programm auf die Mannschaft von Trainer Lucien Favre:


►14. Februar: Eintracht Frankfurt (H)
►18. Februar: Paris Saint-Germain (H)
►22. Februar: Werder Bremen (A)
►29. Februar: SC Freiburg (H)
►7. März: Borussia Mönchengladbach (A)
►11. März: Paris Saint-Germain (A)
►14. März: Schalke 04 (H)
►22. März: VfL Wolfsburg (A)
►4. April: Bayern München (H)

"Ich will nicht mehr darüber sprechen. Ich sage von Beginn an, wir nehmen Spiel für Spiel. Hören wir auf, darüber zu sprechen. Es bringt nicht viel. Wir müssen uns auf das nächste Spiel vorbereiten, der Rest interessiert uns nichts", sagte Favre am Samstag nach der Pleite gegen Leverkusen. Der Schweizer wird sich sehr wohl an die letzte Saison erinnern.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche

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