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Skandalplakat bei Gladbach-Spiel – Manager Eberl: "Dafür schäme ich mich"

Aufregung um Skandal-Plakat  

"Dafür schäme ich mich": Gladbach-Manager sauer

22.02.2020, 18:57 Uhr | sid

Skandalplakat bei Gladbach-Spiel –  Manager Eberl: "Dafür schäme ich mich". Neuer Aufreger: Gladbacher Anhänger halten ein Banner hoch, das Hoffenheim-Mäzen Hopp im Fadenkreuz zeigt. (Quelle: imago images)

Neuer Aufreger: Gladbacher Anhänger halten ein Banner hoch, das Hoffenheim-Mäzen Hopp im Fadenkreuz zeigt. (Quelle: imago images)

Die Fohlen leisten sich einen bitteren Ausrutscher in der Liga-Spitze – eigentlicher Aufreger des Spiels ist aber ein Fan-Banner. Hertha erlebt ein Debakel – und Freiburg enttäuscht.

Borussia Mönchengladbachs eindrucksvolle Heimserie ist in letzter Sekunde gerissen. Nach acht Heimsiegen in Serie kam die Borussia am Samstag gegen 1899 Hoffenheim nur zu einem 1:1 (1:0). Joker Lucas Ribeiro sicherte den Gästen bei seinem Bundesliga-Debüt den Punkt (90.+2). Die Borussia hat auf Tabellenführer FC Bayern München nun sechs Punkte Rückstand. Allerdings wissen die Gladbacher noch das wegen Sturmtief "Sabine" ausgefallene Derby gegen den 1. FC Köln in der Hinterhand, das am 11. März nachgeholt wird.

Die Hoffenheimer vermieden die dritte Niederlage in Serie und einen weiteren Rückschlag im Kampf um einen Europa-League-Platz. Nationalspieler Matthias Ginter hatte Gladbach mit seinem ersten Saisontreffer in Führung geschossen (11.), Alassane Pléa scheiterte mit einem Handelfmeter an TSG-Keeper Oliver Baumann (75.). Ein Treffer des Franzosen wurde per Videobeweis aberkannt (83.).

Negativer Höhepunkt waren Schmähplakate Gladbacher Fans kurz nach der Pause gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, die sogar zu einer Spielunterbrechung durch Schiedsrichter Felix Brych führten. "Hurensöhne beleidigen einen Hurensohn und werden von Hurensöhnen bestraft", stand in der Nordkurve. Eine Reaktion auf das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), das Borussia Dortmund wegen Beleidigungen von Hopp zum Fan-Ausschluss bei den kommenden beiden Spielen in Hoffenheim verurteilt hatte. Nachdem Ordner intervenierten, verschwand das Plakat ebenso wie eines mit einem Hopp-Gesicht im Fadenkreuz. Gladbachs Manager Max Eberl und Kapitän Lars Stindl gingen in die Kurve, um auf die Fans einzureden. 

"Wir sind gegen Rassismus und gegen Ausgrenzung, und dann müssen 50 Hornochsen so ein Plakat hochhalten", sagte Eberl nach der Partie bei "Sky". "Dafür schäme ich mich". Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder erwog sogar, seine Mannschaft vom Feld zu schicken. "Ich habe gesagt: Wenn das Plakat nicht verschwindet, gehen wir heim. Dann können sie die drei Punkte haben."

Hertha BSC - 1. FC Köln

Der selbsternannte "Big City Club" Hertha BSC hat die nächste herbe Heimpleite kassiert und taumelt in dieser Form der Abstiegszone entgegen. Gegen einen offensiv effizienten 1. FC Köln gingen äußerst konteranfällige und teils hilflose Berliner mit 0:5 (0:3) unter.

Kölns Jhon Cordoba jubelt gegen die Hertha. (Quelle: imago images)Kölns Jhon Cordoba jubelt gegen die Hertha. (Quelle: imago images)

Jhon Cordoba (4./22.) legte mit seinen Saisontoren acht und neun früh den Grundstein für den so wichtigen Kölner Sieg und die dramatische Berliner Pleite, Florian Kainz (39./62.) und Mark Uth (70.) besiegelten später den Dreier, durch den der FC an den punktgleichen Berlinern (26) vorbeizog. Seit der Jahrtausendwende ist es der erst dritte Sieg für die Domstädter am Karnevalswochenende, in den vorigen 19 Partien hatte Köln nur beim FC Bayern (2009) und beim FC Ingolstadt (2019) gewonnen.

Nach der Partie zeigten sich die Hertha-Spieler ratlos – und uneins über den Umgang mit den frustrierten Fans: "Wenn man verarscht wird, hat man nach so einem Spiel auch keinen Bock, da hinzugehen", sagte Verteidiger Niklas Stark bei "Sky" auf die Frage, ob die Mannschaft nicht in die Kurve gehen wolle. Sein Teamkollege Marius Wolf dagegen meinte: "Als Spieler musst Du Dich in so einer Situation auch stellen. Auf dem Platz können nur wir es richten."

SC Freiburg - Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf hat seine Talfahrt in Richtung 2. Liga erst einmal gestoppt. Die Rheinländer gewannen 2:0 (1:0) beim SC Freiburg und holten damit den ersten Sieg in der Rückrunde. Der neue Trainer Uwe Rösler feierte den Premieren-Dreier in der Bundesliga unter seine Regie.

Verteidiger Andre Hoffmann (37.) und Erik Thommy (61.) trafen für die Fortuna, bei der unter der Woche der angekündigte Abschied von Sportvorstand Lutz Pfannenstiel für mächtig Wirbel gesorgt hat. Dennoch wurden die Düsseldorfer ihre Auswärtsschwäche los: Die Mannschaft gewann zum ersten Mal in der Fremde nach zehn vergeblichen Versuchen.

Am Dienstag hatte Pfannenstiel, der Ende Januar Rösler als Nachfolger von Friedhelm Funkel an den Rhein gelotst hatte, seinen Abschied zum Saisonende bekannt gegeben. Ausschlaggebend dafür seien "ausschließlich private Gründe", teilte der Bayer mit. Die Nachfolge Pfannenstiels soll Kaderplaner Uwe Klein antreten.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen SID und dpa

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