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Alle lieben Musiala

Von Benjamin Zurmühl

Aktualisiert am 24.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Jamal Musiala: Der junge Offensivmann ist bei seinen Teamkollegen sehr beliebt.
Jamal Musiala: Der junge Offensivmann ist bei seinen Teamkollegen sehr beliebt. (Quelle: Tullio Puglia/getty-images-bilder)
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Jamal Musiala hat sich entschieden. Er wird deutscher Nationalspieler. Die Freude beim DFB ist groß. Und der Verband hatte beim Werben um das Supertalent Mithilfe aus München.

Ein fehlgeschlagenes Experiment wurde für Jamal Musiala zum Segen: Eric Maxim Choupo-Moting ersetzte in Frankfurt Thomas Müller, enttäuschte aber auf der Position hinter Robert Lewandowski. Gegen Lazio Rom entschied sich Bayern-Trainer Hansi Flick anders – zu Gunsten von Jamal Musiala. Das Offensivtalent rückte auf die "Zehn". Bisher hatte der 17-Jährige meist auf der linken Außenbahn gespielt, nun also in der Müller-Rolle.


FC Bayern: Was diese ehemaligen Stars heute machen

t-online.de hat sich 20 ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters herausgesucht und aufgeschrieben, was sie heute machen. Tobias Rau beispielsweise, 2003 bis 2005 im Verein, unterrichtet heute in der Nähe von Bielefeld an einer Gesamtschule Biologie und Sport.
Thomas Helmer (1992–1999): Jahrelang eine Bank in der Defensive des FC Bayern. Zuletzt moderierte der Europameister von 1996 die Sport1-Kultsendung "Doppelpass", im Sommer 2021 gab er sie jedoch an Florian König ab. Helmer ist dennoch weiterhin für Sport1 als Moderator im Einsatz, moderiert unter anderem den "Doppelpass on Tour", den Sport1-Fantalk oder auch die Spiele des DFB-Pokals.
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Leichtfüßig agierte er im Zentrum, war sicher im Passspiel und bewies ein gutes Auge. Bei seinem Tor zum 2:0 stellte er diese Präzision unter Beweis. Sein Schuss ins Eck war nicht besonders hart, aber platziert, sodass Torwart Pepe Reina dem Ball auch nur hinterherschauen konnte. Ein Moment, in dem man das Talent des jungen Musiala leicht erkennen konnte.

"Ein gutes Gespür für die Räume"

Lob für seine Leistung gab es von vielen Seiten. Unter anderem von Trainer Flick, der glücklich war, dass sein Plan aufging: "Wir freuen uns alle, dass er eine gute Leistung gezeigt hat. Das Tor zeichnet ihn aus. Er ist sehr ballsicher und hat ein gutes Gespür für die Räume." Als großer Fan Musialas präsentierte sich auch Teamkollege Leon Goretzka. Der zentrale Mittelfeldspieler des FC Bayern wollte zusammen mit Joshua Kimmich dem Top-Talent "den Rücken freihalten", um ihm alle Freiheiten zu geben.

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Leon Goretzka (r.) war einer der ersten Gratulanten bei Musialas Tor in Rom.
Leon Goretzka (r.) war einer der ersten Gratulanten bei Musialas Tor in Rom. (Quelle: ULMER Pressebildagentur/imago-images-bilder)

Das Trio mit Kimmich und Musiala könnte sich Goretzka auch beim DFB gut vorstellen: "Uns fehlt in diesem Alter das ein oder andere Talent. Er ist einer, der bei den Bayern schon auf dem höchsten Niveau von den Mitspielern lernen kann. Es wäre eine schöne Sache, wenn er sich für Deutschland entscheidet", sagte er nach dem Spiel. Am nächsten Morgen erfüllte Musiala Goretzkas Wunsch.

Mit diesem Wunsch stand Goretzka nicht allein da. Der DFB kämpfte um Musiala, Akademiechef Tobias Haupt betonte im Gespräch mit t-online, die Verantwortlichen würden "alles daran setzen, dass sich Top-Talente wie Jamal für Deutschland entscheiden".

Ein Baustein für die Zukunft

Immer wieder warben Joachim Löw und DFB-Direktor Bierhoff öffentlich um Musiala. Löw betitelte ihn Ende Januar in der "Bild am Sonntag" als "außergewöhnlich großes Talent". Eine Woche später war Bierhoff an der Reihe. Für ihn sei Musiala ein "Ausnahmespieler", betonte er im "Bild"-Interview.

Ende Januar schaute sich Joachim Löw Jamal Musiala beim Heimspiel gegen Hoffenheim genauer an.
Ende Januar schaute sich Joachim Löw Jamal Musiala beim Heimspiel gegen Hoffenheim genauer an. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Während DFB und FC Bayern zuletzt in der Öffentlichkeit eher als Streithähne rüberkamen, sind sie sich im Fall des gebürtigen Stuttgarters einig. Denn bei beiden spielt er in den Planungen der Zukunft eine große Rolle. Beim DFB ist er neben Kai Havertz (21 Jahre) und Florian Wirtz (17) ein zentraler Baustein für die Offensive der Zukunft.

Und auch in München hat man viel mit ihm vor. Bis 2026 geht sein neuer Vertrag laut "Sport Bild". Stück für Stück soll er näher an die Stammelf der Bayern heranrücken. Womöglich spielt er dann in ein paar Jahren jede Woche auf der Müller-Position.

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Von Julian Buhl
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