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BVB-Dilemma um Mats Hummels: Aua!

BVB-Dilemma um Mats Hummels  

Aua!

19.10.2021, 12:33 Uhr
BVB-Dilemma um Mats Hummels: Aua!. Ausgewechselt: Für Mats Hummels war beim 3:1 gegen Mainz nach 67 Minuten Schluss. (Quelle: imago images)

Ausgewechselt: Für Mats Hummels war beim 3:1 gegen Mainz nach 67 Minuten Schluss. (Quelle: imago images)

Der BVB-Verteidiger spielt seit Wochen an der Belastungsgrenze. Warum gibt es keine richtige Auszeit für Mats Hummels? Aus mehreren Gründen. Und die könnten für Trainer Marco Rose zum Problem werden.

Mats Hummels hat ein Problem. Es ist 1,90 Meter groß, 91 Kilogramm schwer und aktuell der Top-Torjäger der Champions League. Mit fünf Treffern besser als Bayerns Robert Lewandowski (vier), besser als Liverpools Mo Salah (drei), besser als Manchester Uniteds Cristiano Ronaldo (zwei). Wenn Borussia Dortmund heute Abend in der Gruppenphase der Champions League bei Ajax in Amsterdam spielt, wird der Dortmunder Abwehrchef sich um Starstürmer Sebastien Haller kümmern müssen. Die Betonung liegt auf "müssen". Denn Haller ist eben nur das nächste Problem für den Verteidiger. Das andere Problem heißt: Verletzungsanfälligkeit. 

So langsam wird es nämlich zur Tradition bei Spielen von Borussia Dortmund – und wahrlich nicht zu einer schönen. Mats Hummels wird nach einer guten Stunde ausgewechselt. Oder kommt erst in der Schlussphase ins Spiel. Oder fällt gar ganz aus. Beim 3:1-Sieg des BVB gegen Mainz 05 am Samstag nahm Trainer Marco Rose den Dortmunder Abwehrchef in der 67. Minute vom Platz, schon am Spieltag zuvor gegen Augsburg war für Hummels nach 66 Minuten Schluss. Verletzungsbedingt, der 32-Jährige zog sich eine Blessur am Knie zu – das Knie, das ihn schon seit geraumer Zeit plagt.

"Ich wünsche mir, dass er so schnell wie möglich wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit ist, vor allem aber auch schmerzfrei", sagte Rose noch vor dem Spiel gegen Mainz am vergangenen Wochenende. "Das ist der größte Faktor, der ihn limitiert." Und das manifestierte sich in der Auswechslung gegen die 05er. 

Auf den BVB und Hummels kommen harte Wochen zu

Mehr noch: In vier der bisher zwölf Pflichtspiele der Dortmunder diese Saison konnte der Nationalspieler wegen Problemen an der Patellasehne, die am Knie ansetzt, nur zuschauen. Gegen Freiburg (1:2) im August und in Leverkusen (4:3) im September reichte es nur für Kurzeinsätze. Erst zwei Mal – beim 0:1 in Gladbach und beim 1:0 gegen Sporting Lissabon – konnte Hummels durchspielen.

Es ist kein neues Problem – das Knie plagte Hummels schon bei der EM im Sommer: "Ich werde diese Pausen immer mal wieder einlegen müssen, weil ich die Knieprobleme mit mir rumtrage", sagte der Verteidiger noch vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Ungarn im Sommer. "Das ist nichts, was mich aus den Spielen ganz raushält. Das erfordert nur ein bisschen mehr Regeneration." Im Liga-Alltag nun kaum möglich – Hummels spielt seit Wochen an der Schmerzgrenze.

Und genau das stellt BVB-Coach Rose vor ein Dilemma – aus zwei Gründen. Erstens kommen jetzt auf den BVB harte Wochen zu – drei englische Wochen in Folge müssen die Schwarz-Gelben bewältigen. Erst heute bei Ajax in der Champions League (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online), am kommenden Wochenende dann bei Arminia Bielefeld in der Bundesliga, am darauffolgenden Dienstag (26.10.) wartet der FC Ingolstadt im DFB-Pokal, dann gastiert der 1. FC Köln im Signal-Iduna-Park (30.10.), ehe die Amsterdamer zum CL-Rückspiel anreisen (03.11.) – und zum "krönenden Abschluss" müssen die Dortmunder zum Bundesliga-Topspiel zu RB Leipzig (06.11.). Ein Mammutprogramm. 

"Ihm würde Ruhe mal guttun"

Rose bestätigte bereits: Man rede "natürlich viel über seine körperliche Situation." Und weiter: "Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft." Und der ist nicht hoch genug einzuschätzen. Denn zweitens ist Hummels für die BVB-Abwehr noch immer fundamental wichtig: Mit Hummels auf dem Platz kassierte Dortmund nur alle 122 Minuten ein Gegentor – ohne ihn alle 42 (!) Minuten.

Zeit zum Verschnaufen ist da aktuell nicht drin. "Ihm würde Ruhe mal guttun", sagte Rose jüngst. Aber: "Die haben wir nicht." Und jetzt wartet erst mal noch Sebastien Haller auf Mats Hummels.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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