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Wirbel um Roses Zukunft: Ihr versucht "irgendwas zu zaubern"

Von dpa
08.05.2022Lesedauer: 3 Min.
BVB-Trainer Marco Rose reagiert auf den Spielverlauf.
BVB-Trainer Marco Rose reagiert auf den Spielverlauf. (Quelle: Daniel Karmann/dpa./dpa)
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F├╝rth (dpa) - Schulterzuckend und etwas verlegen l├Ąchelnd sprach Marco Rose nach dem pl├Âtzlich aufgekommenen Wirbel um seine Zukunft bei Borussia Dortmund selbst das Machtwort.

"Ich bin n├Ąchstes Jahr noch Trainer von Borussia Dortmund, und ich freue mich sehr darauf, weil ich ein hervorragendes Verh├Ąltnis zu meiner Mannschaft habe, weil ich viele Dinge auf den Weg bringen m├Âchte", sagte Rose im TV-Sender Sky nach einem Bundesligaspiel in F├╝rth, das sich schlussendlich vor allem um die Person des Coaches drehte.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Die Frage nach seiner Zukunft war Rose unangenehm. "Was soll ich euch dazu sagen? Ihr versucht jetzt wieder, aus irgendwelchen Dingen irgendwas zu zaubern", sagte der Dortmunder Coach dem Reporter und verwies dann auf sein Verh├Ąltnis zur F├╝hrungsetage der Borussia: "Ich, Sebastian Kehl, Michael Zorc und Aki Watzke arbeiten relativ vertrauensvoll zusammen, nicht relativ, sondern sehr vertrauensvoll zusammen."

Es kommt auf die Wortwahl an. Das wei├č Rose. Deshalb strich er das Wort "relativ" nachtr├Ąglich auch aus seinem Satz und ersetzte es durch das starke W├Ârtchen "sehr".

Lizenzspielerchef Kehl, der im Sommer Zorc als Sportdirektor abl├Âst, hatte so eine Korrektur nicht vorgenommen. Vor dem 3:1 (1:0) am Samstag gegen Absteiger Greuther F├╝rth hatte er zweimal auf die Frage geantwortet, ob Rose auch n├Ąchste Saison noch Trainer der Dortmunder sei, dass er davon ausgehe.

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Diese Aussage er├Âffnete gen├╝gend Interpretationsspielraum, um eine Blitz-Debatte ├╝ber Rose zu entfachen, der in Dortmund noch einen Vertrag bis zum Sommer 2024 besitzt.

Bilanz ist nicht BVB-like

Muss er denn um seine Zukunft beim BVB bangen? Ein Argument f├╝r sich und seine Arbeit f├╝hrte Rose umgehend an. "Wir sind Vize-Meister, haben 66 Punkte, das sind jetzt schon mehr als in der letzten Saison", sagte er am vorletzten Spieltag und hatte nat├╝rlich Recht. In der vergangenen Saison waren die Dortmunder mit 64 Z├Ąhlern hinter Dauermeister FC Bayern und RB Leipzig nur Dritter geworden.

Rose erw├Ąhnte aber auch selbst zum wiederholten Mal den Malus in seiner ersten BVB-Saison: "Wir haben schwer entt├Ąuscht in allen Cup-Wettbewerben." Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten FC St. Pauli, Aus nach der Champions-League-Gruppenphase punktgleich mit Sporting Lissabon, Aus anschlie├čend in den K.o.-Runden-Playoffs der Europa League gegen den sp├Ąteren Finalisten Glasgow Rangers.

Diese Bilanz ist nicht BVB-like. Nach dem letzten Heimspiel gegen Hertha BSC werde man "ein paar Transferentscheidungen treffen und mit einiger Menge Power in die neue Saison gehen und ambitioniert sein als Borussia Dortmund, versprochen", k├╝ndigte Rose an, ehe er im F├╝rther Stadion mit Fans f├╝r Fotos posierte und Autogramme gab.

Erwartungen wurden nicht erf├╝llt

Die Euphorie-Erwartungen, die in ihn nach dem Wechsel von Borussia M├Ânchengladbach im vergangenen Sommer gesetzt wurden, konnte er in seiner Premierensaison nicht erf├╝llen. Das wei├č Rose auch. Immer wieder hat er die Einstellung seiner Profis ger├╝gt und damit auch die Kader-Architektur in Zweifel gezogen.

Ein Umbruch soll die Borussia national und auch international weiter nach vorne bringen. Entscheidend dabei wird auch die Zukunft von Superst├╝rmer Erling Haaland sein. Der Norweger blieb in F├╝rth torlos, daf├╝r schoss Julian Brandt die Dortmunder mit einem Doppelpack zur Vize-Meisterschaft.

Haalands Vertrag l├Ąuft noch bis zum Sommer 2024, er kann den BVB jedoch in diesem Sommer wegen einer Ausstiegsklausel f├╝r 75 Millionen Euro verlassen. Pep Guardiolas Manchester City soll angeblich schon mit ihm planen. Die Betonung liegt auf "angeblich".

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