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EM 2016: Joachim Löw will keine Wunsch-Startelf festlegen

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DFB-Team fehlt Kernbotschaft  

Diese neun Startelf-Plätze hat Löw vergeben

05.06.2016, 12:17 Uhr | t-online.de

EM 2016: Joachim Löw will keine Wunsch-Startelf festlegen. Erste Wahl: Mesut Özil (links) und Thomas Müller sind im DFB-Team gesetzt. (Quelle: imago/Team2)

Erste Wahl: Mesut Özil (links) und Thomas Müller sind im DFB-Team gesetzt. (Quelle: imago/Team2)

Von Thomas Tamberg 

Das große Fan-Banner in der Veltins-Arena auf Schalke brachte es ungewollt auf den Punkt. "80 Millionen unterstützen unsere", stand da in riesigen Lettern geschrieben. Und es stellte sich die Frage: Unsere was? Irgendwie fehlte wohl ein Wort. Dabei legt man doch neuerdings beim Deutschen Fußball-Verband  großen Wert darauf, dass die DFB-Elf nur noch "die Mannschaft" genannt wird.

So wie dem Banner fehlte auch dem Team von Bundestrainer Joachim Löw im letzten Test vor der EM (10. Juni bis 10. Juli) die Kernbotschaft. Ist das deutsche Nationalteam nun bereit für die Mission Titelgewinn oder nicht? Trotz des 2:0-Erfolgs gegen Ungarn bleiben Zweifel. Gelingt es Löw bis zum Auftakt am 12. Juni gegen die Ukraine eine titelfähige Mannschaft zusammenzustellen?

Probleme auf der Außenbahn

Zwar will sich der Bundestrainer nicht auf eine Wunschelf festnageln lassen. Neun Plätze in der Startformation scheinen aber bereits vergeben. Manuel Neuer ist im Tor ebenso gesetzt wie Jerome Boateng als Abwehrchef in der Innenverteidigung. Neben ihm hat derzeit Antonio Rüdiger die besten Karten - weil Mats Hummels noch keine Alternative ist. Beim Defensivmann vom AS Rom wechselt sich indes Licht und Schatten in steter Regelmäßigkeit ab. Selbst gegen die harmlosen Ungarn wackelte der Defensivverbund in drei Szenen ganz gewaltig.

Richtig problematisch wird es in der Defensive auf den Außenbahnen. Links hat sich Jonas Hector wohl erst einmal einen Stammplatz erarbeitet. Doch dem Kölner fehlt jegliche internationale Erfahrung. Die größte Unbekannte dürfte wohl die Besetzung der rechten Abwehrseite sein. Hier ließ Löw gegen Ungarn Benedikt Höwedes spielen. Doch dem Schalker war nach langer Verletzungspause nicht nur die fehlende Spielpraxis anzumerken, sondern auch, dass es nicht gerade seine Traumposition ist. Die Idealbesetzung wird also noch gesucht. So durfte sich Emre Can nach der Pause auf Links versuchen.

Götze als falsche Neun

Im Mittelfeld sind Mesut Özil, Toni Kroos und Sami Khedira gesetzt. Der wiedergenese Bastian Schweinsteiger, der gegen Ungarn im wahrsten Sinne des Wortes erste Gehversuche gemacht hat, steht als Backup parat. Im Offensivbereich ist Thomas Müller, der mit seinem Tor zum 2:0 (63.) für die Entscheidung sorgte, natürlich unumstritten.

Gleiches dürfte auch für Mario Götze gelten. Er zeigte sich im DFB-Dress erneut sehr engagiert. Beim deutschen 1:0 zwang er Adam Lang zum Eigentor (39.). Löw schenkt dem beim FC Bayern so verschmähten Weltmeister sein Vertrauen. Götze zahlt es zurück. Daher wird der Bundestrainer das frisch gewonnene Selbstbewusstsein nicht wieder einreißen, indem er den 24-Jährigen gegen die Ukraine auf die Bank setzt.

Bleiben also noch zwei Positionen vakant. Spielt Löw mit zwei Spitzen wird Mario Gomez neben Götze auflaufen. Der 30-Jährige bereitete nach seiner Einwechslung den zweiten deutschen Treffer per Kopfball vor und präsentiert sich auch sonst in sehr guter Verfassung. Wenn der Bundestrainer nur auf einen Angreifer setzt, dann wird Götze als falsche Neun agieren und ein weiterer Mittelfeldspieler rückt in die Startelf. Julian Draxler könnte hier die Nase vorne haben. Wirklich aufgedrängt hat er sich mit seiner Leistung gegen Ungarn allerdings auch nicht.

Puzzleteile zusammenführen

Während die Personalfragen also weitestgehend klar sind, bereitet die körperliche und mentale Verfassung der Mannschaft Kopfzerbrechen. Auffällig gegen die Slowakei und Ungarn war, dass die deutsche Nationalmannschaft jeweils mit dem Selbstbewusstsein eines Weltmeisters furios startete, im Laufe der Partie aber plötzlich den Faden verlor und kaum noch Torchancen herausspielen konnte.

"Spritzigkeit und Dynamik hat gefehlt"

Dazu kommt, dass wichtige Spieler verletzt (Hummels), noch längst nicht richtig fit (Schweinsteiger) oder noch nicht in Topform (Höwedes, Khedira) sind. "In manchen Situationen haben wir gespürt, dass die Spritzigkeit und die Dynamik gefehlt hat", sagte Löw.

Man darf gespannt sein, ob des dem Bundestrainer gelingt, die Puzzleteile so zusammenzuführen, dass am Ende ein erfolgreiches Team auf dem Platz stehen wird. "Die Mannschaft hat sich ein Stück weit gefunden und sehr konzentriert gearbeitet. Ein paar Dinge müssen wir aber noch nachjustieren", betonte Löw.

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