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U21-EM 2015: Emre Can wird zum Streitobjekt

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Wirbel um Pizzabilder  

U21-Debakel: Emre Can wird zum Streitobjekt

29.06.2015, 10:52 Uhr | sid, t-online.de

U21-EM 2015: Emre Can wird zum Streitobjekt. Emre Can zeigte gegen Portugal eine unterirdische Leistung. (Quelle: imago/Annegret Hilse)

Emre Can zeigte gegen Portugal eine unterirdische Leistung. (Quelle: Annegret Hilse/imago)

Diese Pleite tat richtig weh. Selten zuvor hat eine DFB-Auswahl so eine derbe Klatsche einstecken müssen wie die U21 beim 0:5 (0:3) gegen Portugal im EM-Halbfinale. Während das Team auf dem Platz geschlossen miserabel spielte, traten nach der Partie tiefe Risse im Team von Horst Hrubesch zutage. Ins Zentrum der Kritik rückte dabei Liverpool-Profi Emre Can

Aufzuarbeiten gibt es nach der bitteren Lehrstunde im EM-Halbfinale genug. Von einer "Frechheit" sprach Can, Kapitän Kevin Volland von "Arbeitsverweigerung". Für die größte Aufregung sorgte aber Weltmeister Matthias Ginter, der nach der Pleite offen seine Mitspieler kritisierte und dabei wohl speziell Can meinte.

Zoff um Pizza-Bilder

"Einige müssen sich fragen, ob sie in der Vorbereitung alles so professionell gemacht haben, wie man es vor einem Halbfinale machen sollte", sagte Ginter nach der höchsten Niederlage der deutschen U21-Geschichte. Ein Satz, der nicht grundlos fiel, zumal ihn Ginter mehrmals wiederholte.

Angesprochen fühlen musste sich vor allem Kollege Can, als Anführer einer Gruppe, die Pizzabilder auf Instagram stellte. "Wir haben nach dem Gruppenspiel gegen Tschechien Bilder vom Pizza-Essen gepostet. Aber ich glaube, man kann sich mal was gönnen, wenn man zwei Wochen nur Nudeln isst", verteidigte er sich. 

Dieses Foto veröffentlichte Moritz Leitner bei Instagram. (Quelle: Instagram/Moritz Leitner)Dieses Foto veröffentlichte Moritz Leitner bei Instagram. (Quelle: Instagram/Moritz Leitner) 

Hrubesch: "Vielleicht ist er noch nicht so weit"

Die Kritik nach der Pleite machte deutlich, dass einige Kollegen das komplett anders sehen. Zudem wurde klar, dass große Teile der Mannschaft ihn nicht als den Führungsspieler akzeptierten, der er sein sollte. Der Ex-Leverkusener hat an sich selbst die allerhöchsten Ansprüche, genügt diesen aber zu selten. Als Vorbild taugt er weder auf noch neben dem Platz, jedenfalls noch nicht.

"Ich habe Emre schon eingefangen. Den kann man hart anpacken, das haben wir auch getan. Er will diese Rolle, aber vielleicht ist er noch nicht so weit", urteilte Hrubesch. Eine klare Struktur auf dem Feld hatte der Trainer vermisst: "Wir hatten nicht so eine klare Hierarchie wie 2009. Es war vergleichsweise leise auf dem Platz. Es fehlten laute Kommandos, das war ein Manko." Damit stellte Hrubesch seine Entscheidung, Can zum Chef auf dem Platz zu machen, öffentlich in Frage.

Selbstkritischer Can: "Muss wieder auf den Boden kommen"

Can selbst fand passende Worte für seine eigene, über weite Strecken unterirdische Leistung. "Vielleicht habe ich vor dem Spiel gedacht, dass ich der Größte bin. Ich glaube, ich muss wieder auf den Boden kommen", sagte er.

Can war in den vergangenen Wochen mit Lob geradezu überschüttet worden, nun war er wie der Großteil der Mannschaft ein Totalausfall. "Was wir abgeliefert haben, war einfach eine Frechheit", sagte er.

Wo Can die nächsten Schritte auf dem Weg zum Führungsspieler macht, ist noch nicht klar. Füllt er sich beim FC Liverpool die ihm zugedachte Rolle als Nachfolger von Legende Steven Gerard aus, wird Bundestrainer Löw dem hochbegabten Mittelfeldmann schon bald eine Chance geben. Bis es so weit ist, hat er die Möglichkeit die Kollegen in der U21 von seinen Qualitäten zu überzeugen.

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