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Fußball - Frankreich nach 0:0 gegen Dänemark am Ziel


Tristes Gruppenfinale  

Frankreich nach 0:0 gegen Dänemark am Ziel

26.06.2018, 22:10 Uhr | dpa

Fußball - Frankreich nach 0:0 gegen Dänemark am Ziel. Der Däne Martin Braithwaite (r) und Frankreichs Steven N'Zonzi kämpfen um den Ball.

Der Däne Martin Braithwaite (r) und Frankreichs Steven N'Zonzi kämpfen um den Ball. Die Begegnund endet torlos. Foto: Federico Gambarini. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Nach 93 Minuten Dänemark gegen Frankreich waren die 78.011 Zuschauer erlöst. Während sich die beiden Achtelfinalisten zufrieden abklatschten, brachten die Fans mit einem Pfeifkonzert im Moskauer Finalstadion ihren Unmut über das Dauer-Ballgeschiebe deutlich zum Ausdruck.

Mit dem ersten 0:0 bei der Fußball-WM in Russland machten die Franzosen den Gruppensieg perfekt und verhalfen damit auch Gegner Dänemark zum Weiterkommen. Der ohne diverse Stars angetretene EM-Zweite zeigte sich am Dienstag uninspiriert und muss sich für das erste K.o.-Spiel am Samstag in Kasan deutlich steigern, um noch länger vom zweiten WM-Titel träumen zu dürfen. Den biederen Dänen reichte die Punkteteilung, um erstmals seit 2002 wieder das Achtelfinale bei einer WM zu erreichen. Frankreich trifft nun auf Argentinien, Dänemark qualifiziert sich erstmals seit 2002 wieder für die K.o.-Runde beim Weltturnier und bekommt es mit Kroatien zu tun.

Didier Deschamps wirkte trotz des dürftigen Auftritts seines hochgehandelten Teams zufrieden. "Wir haben das Notwendigste getan und wollten den ersten Platz halten", kommentierte der französische Coach und verwies auf die defensive Taktik der Dänen: "Sie kamen ja nicht. Wenn sie nur einen Punkt wollten, warum sollten wir dann ein Risiko eingehen?" Der dänische Mittelfeldspieler und künftige Dortmunder Thomas Delaney geht zuversichtlich in das Achtelfinale: "Wir sind jetzt seit 18 Spielen ohne Niederlage, das hilft uns sehr. Gegen Frankreich haben wir ein bisschen defensiver gespielt, es hat funktioniert."

Nach zuvor zwei Siegen in der Gruppe C über Australien (2:1) und Peru (1:0) und der damit gesicherten vorzeitigen Qualifikation für die K.o.-Runde konnte sich Deschamps den Luxus erlauben, Torwart Hugo Lloris, Torjäger Kylian Mbappé und Starspieler Paul Pogba für kommende Aufgaben zu schonen. Darüber hinaus verzichtete er auf die Verteidiger Samuel Umtiti und Benjamin Pavard.

Der umfangreiche Umbau der Startelf, der insgesamt sechs Spieler betraf, machte sich von Beginn an bemerkbar. Denn die hochgelobte Offensive der Franzosen konnte kaum Akzente setzen. Und weil sich auch die Dänen spürbar zurückhielten und vor allem auf Torsicherung bedacht waren, blieben beide Keeper lange Zeit nahezu beschäftigungslos. Phasenweise glich die Partie einem lauen Sommerkick, bei dem beide von Anfang an auf ein 0:0 spielten. Nur bei einem Konter der Dänen durch Christian Eriksen (28.) kam Torgefahr auf. Doch Frankreichs Schlussmann Steve Mandanda war bei seinem WM-Debüt zur Stelle.

Das dürftige Niveau kam vor allem beim neutralen Publikum in Moskau nicht gut an. Schon vor der Pause waren vereinzelte Pfiffe von den Tribünen zu hören. Auch ein Fernschuss von Frankreichs Antoine Griezmann (39.) in die Arme von Torhüter Kasper Schmeichel konnte diese Zuschauer nicht versöhnen. Beim Halbzeitpfiff wurden die Unmutsäußerungen noch lauter.

Auch in der zweiten Halbzeit hielt sich das Engagement beider Teams in Grenzen. Insgesamt schienen die Dänen einem Treffer näher zu sein. Bei einem Freistoß von Eriksen (54.) aus rund 30 Metern ließ Mandanda den Ball nach vorne abklatschen, konnte aber vor dem heranstürmenden Andreas Cornelius klären.

Dagegen waren die Franzosen vom Status eines WM-Mitfavoriten weit entfernt. Vor allem die vielen Fehlpässe im Spielaufbau gaben zu denken. Selbst solche Stars wie Griezmann und Ousmane Dembélé blieben wirkungslos. Nur der stabilen Deckung war es zu verdanken, dass die Equipe tricolore in der Gruppenphase ohne Niederlage blieb. In der Schlussphase wurden die Spieler von einigen Fans sogar verhöhnt und bei jedem angekommenen Pass bejubelt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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