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Bundesliga: Das war der Samstag, das kommt am Sonntag

Von dpa
Aktualisiert am 20.12.2020Lesedauer: 3 Min.
Dank Weltfußballer Robert Lewandowski drehten die Bayern das Spitzenspiel in Leverkusen.
Dank Weltfußballer Robert Lewandowski drehten die Bayern das Spitzenspiel in Leverkusen. (Quelle: Bernd Thissen/dpa-pool/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Dank des Weltfußballers geht der FC Bayern als Tabellenführer ins neue Bundesliga-Jahr. Der FC Schalke 04 dagegen hat überhaupt nichts zu feiern. Auch der Trainerwechsel zeigte am letzten Spieltag 2020 keine Wirkung. In Mönchengladbach leistete sich Marcus Thuram einen Aussetzer.

SPITZE: Ein spannender Abschluss des überragenden Jahres des FC Bayern. Nach kraftraubenden Monaten taten sich die Münchner im Spitzenspiel beim bisherigen Spitzenreiter Bayer Leverkusen schwer. Doch die Bayern konnten sich auf ihren Weltfußballer verlassen. Robert Lewandowski traf doppelt und in fast letzter Sekunde zum 2:1-Endstand, der die Tabellenführung über Weihnachten bedeutete. Diskutiert wurde im Anschluss über die Wieder-Auswechslung von Nationalspieler Leroy Sané, der in der 32. zunächst ein- und dann in der 68. Minute ausgewechselt worden war. "Er wird das verkraften, der Einzelne muss ein bisschen zurückstehen", sagte Trainer Hansi Flick. "Er bekommt all unsere Unterstützung. Heute mussten wir so reagieren, weil es keine andere Möglichkeit gab."

KRISE: Auch mit "Jahrhunderttrainer" Huub Stevens kann Schalke 04 nicht gewinnen. Die Rückkehr des 67-Jährigen auf die Trainerbank der Königsblauen misslang beim 0:1 im Abstiegskrimi gegen Arminia Bielefeld. Schalke wartet seit Januar 2020 auf einen Sieg - mindestens noch bis Januar 2021. Aber Aufgeben? Keine Option, sagte Stevens: "Aufgeben ist das Allerletzte. Wir kämpfen weiter und hoffen auf ein wenig Glück." Wie es nach dem Pokalspiel am Dienstag gegen Ulm weitergeht, ist noch offen. Dem Vernehmen nach soll Friedhelm Funkel ein Kandidat sein, Stevens nach den vereinbarten zwei Partien abzulösen.

YOUNGSTER: 262 Sekunden. Länger brauchte der 19 Jahre Debütant Eren Dinkci von Werder Bremen nicht, um nach seiner Einwechselung im Spiel beim FSV Mainz 05 zum Matchwinner zu werden. Durch sein Siegtor zum 1:0 schafften die Norddeutschen den Anschluss an das Tabellenmittelfeld. Dinkci belegt Platz 17 bei den schnellsten Debütantentreffern in der Bundesliga. Der in dieser Saison daheim weiter sieglose FSV geht dagegen als Vorletzter in die kurze Weihnachtspause. "Es wird ganz schwer in der Bundesliga. Das war bisher definitiv zu wenig und absolut enttäuschend", sagte Sportvorstand Rouven Schröder.

LAMA: Borussia Mönchengladbachs Marcus Thuram spuckte im Spiel gegen die TSG Hoffenheim Gegenspieler Stefan Posch ins Gesicht. Der Franzose sah folgerichtig die Rote Karte (79.), sein Team kassierte wenig später das Tor zum 1:2-Endstand. "Ich möchte mich im Namen des gesamten Vereins entschuldigen. Das gehört einfach nicht auf den Fußballplatz. Das geht weit über die Grenzen hinaus. Da sind ihm die Sicherungen durchgebrannt", sagte Trainer Marco Rose und kündigte an, mit Thuram noch ein ernstes Wort sprechen zu wollen.

SERIEN: RB Leipzig vergab etliche Chancen. Dass sie diese verwandeln müssten, wüssten die Jungs, sagte Trainer Julian Nagelsmann recht milde nach dem 0:0 gegen den 1. FC Köln. Ein Tor hätte den siebten Heimsieg im siebten Spiel bedeutet - Serie gerissen. Ebenso wie die von Eintracht Frankfurt beim 2:0 beim FC Augsburg, worüber sich die Hessen allerdings sehr freuten. "Das ist ein absoluter Befreiungsschlag, der uns gelungen ist", sagte Adi Hütter nach zuvor neun sieglosen Partien glücklich und erleichtert.

JAHRESABSCHLUSS: Das letzte Bundesligaspiel 2020 bestreiten am Abend (18.00 Uhr/Sky) der VfL Wolfsburg und der VfB Stuttgart. VfL-Trainer Oliver Glasner lobte vorsorglich: "Ich finde, dass sie eine super Mannschaft haben. Sie haben sehr, sehr viel Tempo in der Offensive." Und: "Das ist ein sehr, sehr klug zusammengestellter Kader." Zuvor (15.30 Uhr/Sky) empfängt der SC Freiburg Hertha BSC - für den Berliner Torwart Alexander Schwolow eine Rückkehr zu früheren Kollegen. Hertha-Trainer Bruno Labbadia fragte seinen Keeper deshalb aus. "Das wäre blöd, wenn man es nicht ausnutzt", sagte Labbadia.

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