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EM 2021: Das sind Löws Streichkandidaten für das Frankreich-Spiel


Drei Profis müssen zuschauen  

Das sind Löws Streichkandidaten für das Frankreich-Spiel

14.06.2021, 14:54 Uhr
EM 2021: Das sind Löws Streichkandidaten für das Frankreich-Spiel. Joachim Löw (l.) mit Leon Goretzka: Der Bundestrainer muss drei Spieler aussortieren für das Frankreich-Spiel, der Bayern-Profi ist ein Kandidat. (Quelle: imago images/Uwe Kraft)

Joachim Löw (l.) mit Leon Goretzka: Der Bundestrainer muss drei Spieler für das Frankreich-Spiel aussortieren, der Bayern-Profi ist ein Kandidat. (Quelle: Uwe Kraft/imago images)

Für die EM durfte Joachim Löw 26 Spieler nominieren. Für die einzelnen Spiele darf er aber nur 23 von ihnen mitnehmen. Das heißt: Der Bundestrainer muss sich gegen drei Namen entscheiden.

Dass Jadon Sancho es beim EM-Auftakt Englands gegen Kroatien am Sonntag nicht einmal in den Kader geschafft hatte, sorgte für Diskussionen auf der Insel. Hatte sich der Flügelspieler von Borussia Dortmund verletzt oder Disziplin vermissen lassen? Gareth Southgate verneinte beides. "Es ist einfach unglücklich, dass wir nur 23 Spieler nominieren können. Mir gefällt es nicht, dass wir bei einem großen Turnier Spieler draußen lassen müssen", sagte er der BBC.

Durch die hohe Belastung in der Corona-Saison durfte jeder Nationaltrainer 26 statt 23 Spieler für die EM nominieren. Für die einzelnen Spiele sind jedoch nur 23 zugelassen. Das missfällt auch dem deutschen Nationalspieler Lukas Klostermann. "Das hat man als Spieler natürlich schon auf dem Schirm. Ich persönlich finde die Regelung ein bisschen unglücklich", hatte er am Sonntag gesagt.

Auch Bundestrainer Joachim Löw muss sich nun entscheiden, welche drei Spieler er für das Frankreich-Spiel draußen lässt. Keine leichte Wahl für den 61-Jährigen. Die Liste der Kandidaten ergibt sich aber zum Teil aus medizinischen Gründen von selbst:

Leon Goretzka

Der Antreiber im Mittelfeldzentrum ist normalerweise im deutschen Kader gesetzt, wäre sogar ein Kandidat für die Startelf. Doch aufgrund eines Muskelfaserrisses konnte er seit Anfang Mai lange nur dosiert trainieren. Erst Ende vergangener Woche kehrte er ins Mannschaftstraining zurück. Am Donnerstag sagte Oliver Bierhoff deshalb: "Für das erste Spiel kommt er nicht infrage. Das wird zu knapp." Gleichzeitig fügte der DFB-Direktor an, "dass er noch eine wichtige Rolle bei diesem Turnier für uns spielen wird".

Aber: Goretzkas Auftreten im Training war sehr gut, der Bayern-Spieler machte einen stabilen Eindruck, berichtet t-online-Reporter Noah Platschko aus Herzogenaurach. Vielleicht sorgt Joachim Löw für eine Überraschung und nimmt den 26-Jährigen entgegen Bierhoffs Prognose mit in den Kader.

Jonas Hofmann

Der vielseitige Gladbacher ist für das deutsche Auftaktspiel fraglich. Am Donnerstag verletzte sich Hofmann am Knie, trainierte am Freitag daher nicht mit der Mannschaft. Co-Trainer Marcus Sorg erklärte: "Jonas wäre nicht mehr hier, wenn wir nicht die berechtigte Hoffnung hätten, dass er wieder einsteigen kann."

Die Partie gegen Frankreich könnte aber dafür zu früh kommen. Dazu ist er in der Hierarchie in der Offensive bestenfalls auf dem sechsten Rang hinter Havertz, Gnabry, Müller, Werner und Sané. Womöglich bekäme auch Kevin Volland den Vorzug, wenn Hofmann bei 100 Prozent wäre.

Marcel Halstenberg / Christian Günter

Drei Linksverteidiger hat Löw für die EM nominiert. Robin Gosens, Marcel Halstenberg und Christian Günter. Gosens hat sich in der ersten Elf festgespielt und stand gegen Dänemark und Lettland in der Startformation. Auf ihn wird der Bundestrainer nicht verzichten. Doch drei Spieler für die linke Abwehrseite braucht Löw eigentlich nicht. Daher ist es gut möglich, dass er Günter oder Halstenberg auf die Tribüne setzt.

Marcel Halstenberg (l.) und Christian Günter sind Wackelkandidaten für das Frankreich-Spiel. (Quelle: imago images/Team 2)Marcel Halstenberg (l.) und Christian Günter sind Wackelkandidaten beim Spiel gegen Frankreich. (Quelle: Team 2/imago images)

Für einen Kaderplatz Günters spricht, dass er vom Spielertyp Gosens am meisten ähnelt. Günter ist die offensivere Lösung, schlägt tolle Flanken und hat ein gutes Auge für den Mitspieler. Das hat er in Freiburg des Öfteren unter Beweis gestellt. Für Halstenberg spricht, dass er gegen den französischen Angriff die sicherere Lösung wäre. In Leipzig spielt er zudem oft links in der Dreierkette, könnte also auch als Alternative für Antonio Rüdiger einspringen, sollte sich dieser im Spiel verletzen. 

Robin Koch

Sollte Löw tatsächlich Goretzka oder Hofmann mitnehmen, könnte die Wahl auch auf den Innenverteidiger von Leeds United fallen. Denn neben der wohl sicheren Dreierkette aus Rüdiger, Hummels und Ginter stünde mit Niklas Süle ein guter Ersatz bereit. Dazu könnte auch Lukas Klostermann rechts in der Dreierkette spielen und Ginter einrücken. Koch ist daher auch ein leichter Wackelkandidat. 

Robin Koch könnte der Uefa-Regelung ebenfalls zum Opfer fallen. (Quelle: imago images/Revierfoto)Robin Koch könnte der Uefa-Regelung ebenfalls zum Opfer fallen. (Quelle: Revierfoto/imago images)

Kevin Volland

Echte Mittelstürmer hat Joachim Löw nur zwei im Kader: Timo Werner und Kevin Volland. In der Startelf wird er aber voraussichtlich auf Kai Havertz, Serge Gnabry und Thomas Müller als Offensivtrio setzen. Werner gilt, ebenso wie Leroy Sané, als gute Alternative. Kevin Volland wäre wohl erst danach ein Kandidat. Mit seiner Erfahrung wäre der Stürmer von der AS Monaco jedoch ein guter Joker. Sollte sich Löw dieser Option berauben, käme das überraschend.

Fazit

Aufgrund der medizinischen Situation wackeln Leon Goretzka und Jonas Hofmann am meisten. Auch die linke Abwehrseite könnte leicht ausgedünnt werden. Andere Optionen sind möglich, wenn auch unwahrscheinlicher. Ansonsten ist der Bundestrainer auch immer wieder für eine Überraschung gut, wenn es um Nominierungen geht. 

Verwendete Quellen:

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