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Nach Pleite gegen Barca: Real Madrid feuert Trainer Julen Lopetegui

Nach Debakel im Clasico  

Offiziell: Real Madrid feuert Trainer – Rätsel um Nachfolger

29.10.2018, 22:41 Uhr | sid

Nach Pleite gegen Barca: Real Madrid feuert Trainer Julen Lopetegui. Schon nach wenigen Wochen wurde er bei Real Madrid wieder gefeuert: Julen Lopetegui. (Quelle: dpa/Manu Fernandez/AP)

Schon nach wenigen Wochen wurde er bei Real Madrid wieder gefeuert: Julen Lopetegui. (Quelle: Manu Fernandez/AP/dpa)

Nach dem 1:5 gegen Erzrivale Barcelona verlieren die Klub-Bosse von Real Madrid die Geduld mit ihrem Trainer. Die Suche nach einem Nachfolger ist offenbar schwieriger als gedacht.

Zum demütigenden Schlussakkord "durfte" Julen Lopetegui noch einmal das Training von Toni Kroos und Co. leiten, dann wurde der erfolglose Coach von Real Madrid weniger als 24 Stunden nach dem blamablen 1:5 im Clasico beim Erzrivalen FC Barcelona am Montagabend erwartungsgemäß entlassen.

Brisant: Einen Nachfolger konnte der Welt-Klub nicht auf Anhieb präsentieren, obwohl sich Präsident Florentino Perez übereinstimmenden Berichten zufolge auf den derzeit vereinslosen Italiener Antonio Conte (zuvor FC Chelsea) festgelegt haben soll. Vereinzelt wird auch Jose Mourinho genannt, der derzeit aber bei Manchester United unter Vertrag steht.

Stattdessen soll zunächst Reservecoach Santiago Solari die Königlichen vorübergehend zurück in die Erfolgsspur führen. Am Dienstag wird der 42-Jährige erstmals das Training leiten.

"Die Lage ist beschissen"

Fünf Niederlagen in den vergangenen sieben Spielen, Platz neun in der Liga hinter Klubs wie Levante, Valladolid oder Getafe, sieben Punkte Rückstand auf Barca – für den stolzen Perez nicht hinnehmbar. Mit der Entlassung Lopeteguis, der erst im Sommer das Erbe des überaus erfolgreichen Zinedine Zidane antrat, wolle man "die Dynamik der ersten Mannschaft verändern, da alle Saisonziele noch erreichbar sind", teilte der spanische Rekordmeister mit und führte aus: "Es besteht ein Missverhältnis zwischen der Qualität des Personals, das mit acht Spielern für den Goldenen Ball nominiert ist – etwas, das in der Klubgeschichte noch nie passiert ist – und den bisherigen Ergebnissen."

Eigentlich sollte in der gleichen Mitteilung auch schon Antonio Conte als Nachfolger verkündet werden. Am Nachmittag stellte sich der Italiener nach übereinstimmenden Angaben der gut informierten Sportblätter "AS" und "Marca" aber quer. Demnach habe der 49-Jährige den Königlichen in letzter Minute abgesagt. Dem stolzen Disziplinfanatiker habe missfallen, wie seine nahende Berufung von einflussreichen Teilen der Real-Mannschaft aufgenommen worden sei.

Spieler wollten Lopetegui behalten

"Respekt verdient man sich, man kann ihn nicht erzwingen", hatte Kapitän Sergio Ramos erklärt: "Die Art, wie ein Trainer mit der Kabine umgeht, ist wichtiger als sein Fachwissen." Auch der Klubheilige Jorge Valdano kritisierte den autoritären Ansatz Contes. Nun wird wohl ein anderer den Champions-League-Sieger zurück zu alter Stärke führen müssen.

Die Spieler hatten sich zuletzt mit deutlichen Worten hinter Lopetegui gestellt. "Die Lage ist beschissen", sagte Ramos: "Wir unterstützen den Trainer bis zum Tod, aber die Entscheidungen werden oben getroffen." Isco sagte: "Man müsste uns alle rauswerfen, nicht nur den Trainer." Beide Versuche waren zwecklos.


Am Mittwoch im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Copa del Rey bei Drittligist UD Melilla wird nun Solari auf der Bank sitzen. Ein neuer Chefcoach könnte gegen Valladolid am Samstag debütieren.

Und dann? "Wir sind auch noch Meister geworden, nachdem wir zehn Punkte Rückstand hatten. Wir müssen den Kopf oben behalten", sagte Ramos: "Madrid gibt niemals auf!"

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