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Königliche Krise: Ramos übernimmt bei Real Madrid das Kommando

Königliche Krise  

Ramos übernimmt bei Real Madrid das Kommando

09.03.2019, 17:07 Uhr | dpa

Königliche Krise: Ramos übernimmt bei Real Madrid das Kommando. Real Madrids Sergio Ramos wehrt sich gegen die Kritik.

Real Madrids Sergio Ramos wehrt sich gegen die Kritik. Foto: Enrique de la Fuente/Shot for pr/gtres. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Für Real Madrid ist es eine Saison zum Abhaken. Nachdem der spanische Rekordmeister innerhalb einer Woche nicht nur im Pokal und der Champions League gescheitert ist, sondern auch in der Liga die letzten Titelchancen vergeben hat, ist die Stimmung bei den Königlichen gereizt.

So dreht sich vor der Partie bei Real Valladolid am Sonntag noch immer vieles um den Zoff in der Kabine nach dem blamablen 1:4 im Königsklassen-Achtelfinale gegen Ajax Amsterdam. Die Protagonisten des Wortgefechts: Kapitän Sergio Ramos und Real-Präsident Florentino Pérez.

Spanischen Medien zufolge soll Pérez der Mannschaft heftig die Leviten gelesen haben, "beschämend" sei der Auftritt gewesen, wird der 72-jährige zitiert. Das habe Ramos nicht hinnehmen wollen: "Was wirklich beschämend ist, war die sportliche Planung", entgegnete der 32-jährige Abwehrchef und Kapitän des Starensembles mit Blick auf den Fakt, dass im Sturm bislang kein passender Ersatz für den nach Turin gewechselten Superstar Cristiano Ronaldo verpflichtet wurde.

Pérez ist Widerworte nicht gewohnt. "Ich schmeiße Dich raus!", soll er ungehalten gebrüllt haben. Ramos daraufhin: "Perfekt. Zahl mich aus und ich gehe." Selbstbewusst fügte er hinzu: "Ich habe alles für dieses Wappen gegeben, für diesen Club und auch für Dich." Das zeigte offenbar Wirkung: Bisher wurde ihm jedenfalls nicht gekündigt.

Der stark tätowierte Verteidiger, der seit 2005 bei "Los Blancos" unter Vertrag steht, gilt als Enfant terrible des Starensembles und ist wegen seiner harten Spielweise berühmt-berüchtigt. Beim Rückspiel gegen Ajax war er gar nicht dabei, weil die UEFA ihn für zwei Partien gesperrt hatte. Grund: Im Hinspiel hatte sich Ramos absichtlich eine Gelbe Karte abgeholt, um unbelastet in ein mögliches Viertelfinale zu gehen - und dies auch offen zugegeben. Nun beweise er auch, was einen echten Leader ausmacht, so lobten spanische Kommentatoren.

"Er ist mehr als nur ein Kapitän", schrieb das Sportblatt "Marca". "Mitten in der Krise übernimmt er in allen Bereichen die Führung." So habe er am vergangenen Donnerstag in Abwesenheit von Trainer Santiago Solari die Mannschaft um sich versammelt und das Endziel für die verpatzte Saison ausgegeben - nämlich hinter Tabellenführer FC Barcelona in der Primera División zumindest den zweiten Platz zu belegen. "Wer dafür nicht alles gibt, der kann gleich gehen", warnte der Teamkollege von Toni Kroos einem Bericht von "AS" zufolge.

Trainer Solari erklärte ungewohnt offen, die Mehrheit der Spieler habe dem Club-Emblem Ehre gemacht. "Und denen, die das nicht getan haben, habe ich das persönlich gesagt", betonte Solari, ohne Namen zu nennen. "Wir sind alle nur auf der Durchreise", fügte er hinzu. Aber das Wichtigste für Trainer und Spieler sei immer das nächste Spiel.

Ramos soll der Zeitung "Sport" zufolge den ersten Schritt zu einer Aussöhnung mit Pérez gemacht und diesem eine Nachricht geschickt haben. Am Donnerstag hätten der Präsident und sein Kapitän dann kurz am Telefon gesprochen und ein Treffen vereinbart, um den Konflikt zu lösen. "Ramos und Florentino starten den Friedensprozess", titelte das Blatt.

Am Sonntag wird Ramos mit dem Team zur Liga-Partie nach Valladolid fahren, obwohl er wegen einer Gelben Karte nicht spielen darf. Denn der Kapitän habe entschieden, dass es Zeit sei, nicht nur das Kommando, sondern auch Verantwortung zu übernehmen, lobten Medien. Dazu gehöre auch, die Teamkollegen von der Seitenlinie aus zu unterstützen. Auch Pérez wird zu der Partie erwartet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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