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Barley: Konsequenzen aus Facebook-Datenskandal ungenügend

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Bundesjustizministerin Barley  

Konsequenzen aus Facebook-Datenskandal ungenügend

04.06.2018, 16:30 Uhr | dpa

Barley: Konsequenzen aus Facebook-Datenskandal ungenügend. Bundesjustizministerin Katarina Barley: Sie wird Deutschland bei dem Treffen der EU-Justizminister vertreten. (Archivbild) (Quelle: AP/dpa/Michael Sohn)

Bundesjustizministerin Katarina Barley: Sie wird Deutschland bei dem Treffen der EU-Justizminister vertreten. (Archivbild) (Quelle: Michael Sohn/AP/dpa)

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat Facebook für sein Verhalten nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica kritisiert. "Wir sehen, dass die Konsequenzen daraus noch nicht genügend gezogen worden sind", sagte sie am Montag vor einem Treffen der EU-Justizminister in Luxemburg.

"Dass jetzt zum Beispiel wieder Gesichtserkennung eingeführt wird, ist nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme." Zudem sei noch immer unklar, inwieweit europäische und deutsche Nutzer von dem Datenleck mit Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen seien.

Der Facebook-Datenskandal war auf Betreiben der deutschen Ministerin auf die Tagesordnung der Justizminister gekommen. Barley sprach sich am Montag für eine Kontrolle der Algorithmen des sozialen Netzwerks aus. "Algorithmen sind Rechenoperationen, mit denen Menschen in Schubladen gesteckt werden können. Und es ist wichtig, dass sowohl die Staaten als auch die Betroffenen selbst wissen, nach welchen Kriterien das erfolgt."

Zudem müsse es - wie beim Telefonieren auch - möglich sein, über verschiedene Anbieter miteinander zu kommunizieren. "Das wäre aus meiner Sicht ein guter Weg, um Marktmacht zu brechen und um datenschutzfreundlicheren Unternehmen (...) eine Chance zu geben."

Whistleblower sagen vor Ausschuss des Europaparlaments aus 

Auch der Whistleblower Christopher Whylie sagt am Montag im Justiz- und Innenausschuss des Europaparlaments über den Facebook-Datenskandal aus. Neben Whylie werden unter anderem die "Guardian"-Journalistin Carole Cadwalladr und die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Sandy Parakalis erwartet. In den weiteren Sitzungen sollen auch aktuelle Facebook-Vertreter aussagen. Es ist die erste von drei Ausschusssitzungen zu diesem Fall.

Am Montag wurde bekannt, dass Dutzende von Geräteherstellern, von Apple über Microsoft bis Samsung, seit 2007 erweiterten Zugriff auf die Daten von Facebook-Nutzern hatten. Sie konnten dabei sogar die Daten von Facebook-Freunden Zweiten Grades abrufen – auch wenn diese die Weitergabe ihrer Daten deaktiviert hatten. Das berichtet "heise online" mit Bezug auf einen Bericht der "New York Times".

Facebook rechtfertigt sich

Facebook erklärte, die Schnittstellen seien in Zeiten vor dem App-Boom für die Facebook-Nutzung notwendig gewesen, dabei sei der Daten-Zugriff strikt eingeschränkt worden. Facebook seien auch keine Fälle bekannt, in denen über diesen Kanal erhaltene Informationen missbraucht worden seien.

Facebook zufolge wurden die Schnittstellen für Smartphone-Anbieter insgesamt von rund 60 Unternehmen genutzt. Seit im April 2018 angekündigt worden sei, dass der Datenkanal geschlossen werde, seien 22 dieser Partnerschaften beendet worden, schrieb der zuständige Manager Ime Archibong in einem Blogeintrag.

Verwendete Quellen:


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