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EU beschließt Sanktionen gegen Hacker aus Russland und China

Von dpa
Aktualisiert am 31.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Symbolische Darstellung eines Netzwerks: Die EU nennt als Grund fĂŒr die Strafmaßnahmen unter anderem die Angriffe mit den Schadprogrammen WannaCry und NotPetya.
Symbolische Darstellung eines Netzwerks: Die EU nennt als Grund fĂŒr die Strafmaßnahmen unter anderem die Angriffe mit den Schadprogrammen WannaCry und NotPetya. (Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)
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Trojaner haben in der EU erhebliche finanzielle SchĂ€den angerichtet. Jetzt greifen die Mitgliedstaaten erstmals auf neue Cybersanktionen zurĂŒck. Ist das eine echte Abschreckung?

Die EuropĂ€ische Union hat erstmals Sanktionen gegen mehrere Hacker aus Russland und China verhĂ€ngt. Insgesamt wurden nach Angaben des Rates der EU am Donnerstag Strafmaßnahmen gegen sechs Einzelpersonen erlassen.


Vorsicht vor diesen Betrugs-Mails

Immer wieder versuchen BetrĂŒger, Internetnutzer mit erfundenen Nachrichten in die Falle zu locken, mit sogenannten Phishing-Nachrichten. Wir zeigen FĂ€lle, vor denen die Verbraucherzentrale aktuell warnt.
Besonders hĂ€ufig erreichen Nutzer Phishing-Nachrichten in Namen von Banken. Beispielsweise der Direktbank ING. Oft wird darin behauptet, dass Nutzer ihr Konto aktualisieren mĂŒssen.
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Hinzu kommen Sanktionen gegen zwei Unternehmen aus China und Nordkorea sowie gegen ein russisches Geheimdienstzentrum. Die Sanktionsregelung sieht vor, dass die EU nun Vermögenswerte einfrieren kann. Zudem gelten fĂŒr die Personen EU-Einreiseverbote.

Angriffe mit WannaCry

Betroffen sind vier russische Agenten, denen die EU einen versuchten Cyberangriff gegen die Organisation fĂŒr das Verbot von Chemiewaffen in Den Haag vorwirft. Zudem sind das Hauptzentrum fĂŒr Spezialtechnologien des russischen MilitĂ€rgeheimdiensts GRU sowie zwei mutmaßliche Mitglieder der chinesischen Hackergruppe APT10 gelistet. Die Chinesen sollen bei einer Aktion mit dem Namen "Cloud Hopper" IT-Dienstleister in aller Welt angegriffen haben.

Als Grund fĂŒr die Strafmaßnahmen werden von der EU auch die Angriffe mit den Schadprogrammen WannaCry und NotPetya genannt. Damit wurden Computer verschlĂŒsselt und Lösegelder gefordert. Betroffen waren auch Anzeigen auf Bahnhöfen in Deutschland. Wegen der Angriffe mit WannaCry wurde auch das Unternehmen aus Nordkorea auf die Sanktionsliste gesetzt. Es soll die Attacken technisch oder finanziell unterstĂŒtzt haben.

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Auch Bundestags-Hacker soll sanktioniert werden

Gegen einen Hacker, der fĂŒr den massiven Hacker-Angriff auf den Bundestag 2015 verantwortlich gemacht wird, laufen die Vorbereitungen fĂŒr Sanktionen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hingegen noch. Sie sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Aus EU-Kreisen hieß es, die Beweise reichten aus.

Bei dem Hacker handelt es sich um einen Mitarbeiter des russischen MilitĂ€rgeheimdienstes GRU namens Dmitrij Badin. Der Generalbundesanwalt hatte am 5. Mai Haftbefehl erlassen. Badin gilt als "dringend verdĂ€chtig, als Mitglied der Gruppe APT28 fĂŒr den Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag im April/Mai 2015 verantwortlich zu sein". Mehr zu Badin lesen Sie hier.

UnterstĂŒtzen Russland und China Hackerattacken?

Selbst in EU-Kreisen wird gezweifelt, ob Strafmaßnahmen wie Einreiseverbote einzelne Hacker wirklich abschrecken können. Es gebe aber die Hoffnung, dass sie als Botschaft an die Regierungen in Peking und Moskau dienen. Sie werden verdĂ€chtigt, die Cyberangriffe zuzulassen oder sie sogar zu unterstĂŒtzen.

"Die EuropĂ€ische Union und die Mitgliedstaaten werden weiterhin (...) jedes Land auffordern, (...) geeignete Maßnahmen gegen Akteure zu ergreifen, die böswillige CyberaktivitĂ€ten durchfĂŒhren", kommentierte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. Der Rat der EU betonte, dass es das erste Mal ist, dass die EU Sanktionen als Reaktion auf Cyberangriffe verhĂ€ngt.

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