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So viel Miete k├Ânnen Sie sich leisten

  • Christine Holthoff
Von Christine Holthoff

Aktualisiert am 21.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Eine Frau zieht Gardinen beiseite (Symbolbild): Vor allem f├╝r ├Ąrmere Haushalte kann die Miete zum finanziellen Problem werden.
Eine Frau zieht Gardinen beiseite (Symbolbild): Vor allem f├╝r ├Ąrmere Haushalte kann die Miete zum finanziellen Problem werden. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn-bilder)
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Wer eine Wohnung sucht, ist in manchen St├Ądten froh, wenn er ├╝berhaupt etwas Passendes findet. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass die Mietkosten nicht Ihre finanziellen M├Âglichkeiten ├╝bersteigen.

Das Wichtigste im ├ťberblick


  • Wie setzen sich Mietkosten zusammen?
  • Welche weiteren Wohnkosten gibt es?
  • Wie viel Miete kann ich mir leisten?
  • Wann werden Mietkosten ├╝bernommen?

Freie Wohnungen zu finden, ist mancherorts schon schwer genug ÔÇô von g├╝nstigem Wohnraum ganz zu schweigen. Doch wie hoch d├╝rfen die Mietkosten sein? Was gibt Ihr Budget her, ab wann ist eine Mietwohnung zu teuer?

Wir zeigen Ihnen, anhand welcher Faustformeln Sie herausfinden, wie viel Miete Sie sich leisten k├Ânnen, und wie sich Wohnkosten ├╝berhaupt zusammensetzen.

Wie setzen sich Mietkosten zusammen?

Bei der Miete unterscheidet man zwischen Kaltmiete und Warmmiete. Unter Kaltmiete versteht man die Nettomiete, die Sie ausschlie├člich f├╝r den Wohnraum an sich zahlen. Die Warmmiete umfasst hingegen auch die Nebenkosten. Das ist der Betrag, den Sie letztlich an Ihren Vermieter ├╝berweisen m├╝ssen.

Zu den Nebenkosten geh├Âren Ausgaben und Geb├╝hren f├╝r:

  • Heizung
  • Wasser
  • Strom
  • Grundsteuer
  • Versicherungen
  • Stra├čenreinigung und M├╝llabfuhr
  • Geb├Ąudereinigung und Ungezieferbeseitigung
  • Aufzug
  • Hausmeister
  • Beleuchtung
  • Schornsteinfeger
  • Gartenpflege

Alle diese Nebenkosten kann der Vermieter auf Sie als Mieter umlegen. Es gibt aber auch eine Reihe von Ausgaben, die er Ihnen nicht in Rechnung stellen darf. Lesen Sie hier, welche das sind.

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Welche weiteren Wohnkosten gibt es?

Auch mit der Warmmiete sind noch nicht alle Wohnkosten abgegolten. Zus├Ątzlich zahlen Sie zu Beginn eines Mietverh├Ąltnisses in der Regel eine einmalige Mietkaution. Die kann Ihr Vermieter als Sicherheit nutzen, falls Sie Ihre Miete nicht zahlen oder die Wohnung beim Auszug besch├Ądigt zur├╝cklassen. Lesen Sie hier, wie hoch die Mietkaution ausfallen darf.

Monat f├╝r Monat fallen zudem Kosten f├╝r Telefon und Internet an. Haben Sie ein Auto, kommen m├Âglicherweise Ausgaben f├╝r einen Stellplatz auf Sie zu. Wollen Sie Ihren Hausrat sch├╝tzen, geht weiteres Geld f├╝r die Versicherung drauf. F├╝r wen eine Hausratversicherung sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

Je nachdem, wie schwierig sich die Wohnungssuche gestaltet, nehmen Sie wom├Âglich die Dienste eines Maklers in Anspruch. F├╝r ihn werden als Maklerprovision maximal zwei Nettokaltmieten zuz├╝glich Mehrwertsteuer f├Ąllig.

Und nicht zu vergessen: Gleich zu Beginn oder im Laufe der Zeit k├Ânnten Renovierungen n├Âtig werden, weil Tapeten, Bodenbel├Ąge oder Wandfarben erneuert werden m├╝ssen. Auch der Umzug kann teuer werden ÔÇô je nachdem, wie viel Sie selbst erledigen oder vom Profi machen lassen.

Wie viel Miete kann ich mir leisten?

Um herauszufinden, wie viel Miete Sie sich leisten k├Ânnen, k├Ânnen Sie zun├Ąchst auf Faustformeln zur├╝ckgreifen: Einen ersten Richtwert liefert die 40er-Mietregel. Ihr zufolge sollte die monatliche Mieth├Âhe nicht ├╝ber 1/40 Ihres Bruttojahresgehalts liegen.

  • Beispiel: Nehmen wir an, Sie verdienen 50.000 Euro brutto im Jahr. Dann d├╝rfte Ihr monatlicher Mietpreis nicht ├╝ber 1.250 Euro liegen (50.000 Euro / 40 = 1.250 Euro).

Realistischer als die 40er-Regel ist hingegen die 30-Prozent-Mietregel. Denn sie legt statt Ihres Bruttogehalts Ihr Nettoeinkommen zugrunde ÔÇô also den Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben tats├Ąchlich auf Ihrem Konto ankommt.

Demnach sollte Ihre Miete pro Monat nicht h├Âher sein als 30 Prozent Ihres monatlichen Nettoeinkommens.

  • Beispiel: Nehmen wir wieder an, dass Sie 50.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Als kinderloser Single bleiben davon nach Abzug von Steuern und Abgaben monatlich etwa 2.567 Euro netto ├╝brig. 30 Prozent davon sind 770 Euro ÔÇô ein deutlicher Unterschied zu den oben errechneten 1.250 Euro Monatsmiete mit der 40er-Regel.

Wenn Sie es jedoch ganz genau wissen wollen, hilft alles nichts: Sie m├╝ssen einen Kassensturz machen. Denn Ihr Gehalt ist vielleicht gar nicht Ihre einzige Einnahme. Wom├Âglich erhalten Sie noch andere Leistungen wie Kindergeld oder Witwenrente oder profitieren von Dividenden Ihrer Aktienanlagen.

Auf der anderen Seite ist Ihr ├╝briger Lebensstil m├Âglicherweise so asketisch, dass Sie bei den Wohnkosten ruhig mehr Geld ausgeben k├Ânnten ÔÇô oder andersherum lieber strenger sein sollten, weil Ihnen regelm├Ą├čige Restaurantbesuche und teure Urlaube wichtiger sind als die Wohnung.

Einnahmen und Ausgaben gegen├╝berstellen

So oder so: Sie sollten eine genaue Aufstellung Ihres Haushaltseinkommens und Ihrer gesamten Lebenshaltungskosten machen, also beispielsweise Ausgaben f├╝r Lebensmittel, Versicherungen, Urlaube, Freizeit und Kleidung.

Die Differenz k├Ânnten Sie theoretisch f├╝r Ihre Wohnung nutzen. Ratsamer ist allerdings, einen Teil Ihres Gehalts zu sparen oder noch besser: zu investieren. So sichern Sie sich finanziell f├╝rs Alter ab. Lesen Sie hier, wie hoch Ihre Sparquote idealerweise sein sollte.

Haben Sie zudem noch keinen Notgroschen angespart, also eine R├╝cklage f├╝r Unvorhergesehenes, sollten Sie zuerst damit beginnen. Wie hoch der Notgroschen sein sollte, erfahren Sie hier.

Erst nach Abzug all dieser Posten wissen Sie, wie viel Miete Sie sich leisten k├Ânnen ÔÇô daf├╝r aber auch ganz genau.

Wann werden Mietkosten ├╝bernommen?

Empf├Ąnger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Sozialhilfe haben Anspruch auf Wohnkosten├╝bernahme. Das Jobcenter ├╝bernimmt dann die Kosten f├╝r Unterkunft und Heizung in angemessener H├Âhe. Dabei gibt es bestimmte Richtwerte, etwa f├╝r die Gr├Â├če der Mietwohnung. Stimmen Sie sich am besten mit Ihrem Jobcenter ab, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben.

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F├╝r Bezieher von Wohngeld gibt es einen Mietkostenzuschuss. Er soll Arbeitnehmer unterst├╝tzen, deren Einkommen zu gering ist, um den Lebensunterhalt eigenst├Ąndig zu bestreiten. Ob Sie Anspruch haben, richtet sich auch nach der Anzahl der Haushaltsmitglieder und Ihrer sogenannten Mietstufe. Lesen Sie hier, wie viel Sie verdienen d├╝rfen, um Wohngeld zu bekommen.

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