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Eisenmangel in der Schwangerschaft: So kann man vorbeugen

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 17.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Schwangere Frau nimmt Eisentabletten: Werdende MĂŒtter können unter Ă€rztlicher Aufsicht EisenprĂ€paraten nehmen, um ihren Tagesbedarf zu decken.
Werdende MĂŒtter können unter Ă€rztlicher Aufsicht EisenprĂ€paraten nehmen, um ihren Tagesbedarf zu decken. (Quelle: AndreyPopov/getty-images-bilder)
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Frauen, die ein Baby erwarten, haben einen erhöhten Eisenbedarf. Doch nicht nur die werden Mutter, sondern auch das Ungeborene benötigt mehr von diesem Mineralstoff. Über eine ausgewogene ErnĂ€hrung lĂ€sst sich ein Eisenmangel in der Schwangerschaft meist gut vorbeugen.

FĂŒr die gesunde Entwicklung des Kindes ist es wichtig, dass werdende MĂŒtter auf eine ausreichende NĂ€hrstoffzufuhr achten. Es kann jedoch auch der Fall sein, dass EisenprĂ€parate zur Deckung des erhöhten Tagesbedarfs benötigt werden, da es vor allem bei Frauen hĂ€ufiger zur AnĂ€mie kommen kann.


Eisenhaltige Lebensmittel

Pfifferlinge
Blutwurst
+10

Wie viel Eisen benötigen Mutter und Kind?

Frauen haben generell einen höheren Eisenbedarf als MĂ€nner. Bei Frauen ist es hĂ€ufig eine starke Menstruationsblutung, welche einen höheren Eisenbedarf erklĂ€rt. Auch wĂ€hrend Schwangerschaft und Stillzeit benötigen Frauen mehr Eisen – fĂŒr GebĂ€rmutter, Plazenta und das Ungeborene.


Diplom-Oecothrophologin Silke Restemeyer coremedia:///cap/blob/content/91339782#data
arbeitet im Referat Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung e. V. (DGE).

"ZusĂ€tzlich fĂŒr den Fetus werden etwa 300 Milligramm, fĂŒr die Plazenta etwa 50 Milligramm und fĂŒr das vermehrte mĂŒtterliche Blutvolumen etwa 450 Milligramm Eisen benötigt", sagt Silke Restemeyer, Diplom-Oecothrophologin im Referat Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung e. V. (DGE).

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Die DGE empfiehlt Schwangeren eine tĂ€gliche Eisenzufuhr von 30 Milligramm. Stillende benötigen 20 Milligramm pro Tag. Im Vergleich: Erwachsene Frauen haben einen tĂ€glichen Eisenbedarf von 15 Milligramm. Das heißt: In der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf. Schwangere haben daher ein gewisses Risiko, wĂ€hrend der Schwangerschaft oder in der Stillzeit einen Eisenmangel zu entwickeln. Das Risiko fĂŒr eine unzureichende Versorgung mit Eisen steigt bei einer vegetarischen ErnĂ€hrung.

ErnÀhrungsexperten raten von veganer ErnÀhrung ab

"Eine vegane ErnĂ€hrung wĂ€hrend der Schwangerschaft wird von der DGE aufgrund eines erhöhten Risikos fĂŒr einen NĂ€hrstoffmangel mit zum Teil erheblichen Folgen fĂŒr die Gesundheit von Mutter und Kind nicht empfohlen", erklĂ€rt Restemeyer.

"Veganerinnen sollen bereits vor und auch wĂ€hrend der Schwangerschaft ihre Versorgung mit den kritischen NĂ€hrstoffen Ă€rztlich ĂŒberprĂŒfen lassen und eine qualifizierte ErnĂ€hrungsberatung in Anspruch nehmen. Sie sollen gezielt Supplemente einnehmen oder angereicherte Lebensmittel verzehren, um eventuelle NĂ€hrstoffmĂ€ngel noch vor der Befruchtung der Eizelle zu beheben beziehungsweise ihren NĂ€hrstoffbedarf wĂ€hrend der Schwangerschaft zu decken."

Eisenmangel in der Schwangerschaft vorbeugen

Die wichtigsten Quellen fĂŒr die Eisenzufuhr – wenn man die Verzehrmenge, HĂ€ufigkeit des Verzehrs und den Eisengehalt betrachtet – sind Brot, Fleisch, Wurstwaren und GemĂŒse. Viele schwangere Frauen, die sich sonst vegetarisch ernĂ€hren, essen wĂ€hrend der Schwangerschaft Fleisch in moderaten Mengen. Manche aus rationalen GrĂŒnden heraus, andere, weil sie plötzlich Lust auf Fleisch haben.

Es hat einen Grund, warum der Körper in der Schwangerschaft Lust auf Fleisch bekommt: Tierisches Eisen (HĂ€meisen, Fe2+) aus Fleisch, GeflĂŒgel und Fisch hat eine bessere BioverfĂŒgbarkeit als pflanzliches Eisen (Nicht-HĂ€meisen, Fe3+). Es kann vom Körper etwa zwei- bis dreimal besser verwertet werden. Auch wird die Aufnahme von HĂ€meisen aus Fleisch, GeflĂŒgel und Fisch durch andere Nahrungsbestandteile kaum beeinflusst.

Pflanzliches Spurenelemente sind schlechter verwertbar

Anders sieht das bei pflanzlichem Eisen aus. Wie gut Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln verwertbar ist, ist von mehreren Faktoren abhĂ€ngig: Oftmals ist das Eisen an andere Stoffe gebunden, welche die Aufnahme hemmen, beispielsweise Phytat, Lignin, OxalsĂ€ure und Phosphat, die in Getreide, Reis, HĂŒlsenfrĂŒchten, NĂŒssen und GemĂŒse wie Spinat vorkommen. Da diese Lebensmittel wiederum wichtige Eisenlieferanten sind, sollte auf sie nicht verzichtet werden.

Vitamin C verbessert die Aufnahme von Mineralien

Wer Vitamin C-haltige Lebensmittel zu den Speisen verzehrt, verbessert die Eisenaufnahme. "Verzehren Sie zur Verbesserung der Eisenversorgung zu eisenreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Vollkorngetreide, grĂŒnem BlattgemĂŒse wie Spinat und HĂŒlsenfrĂŒchten immer ein Vitamin-C-reiches Produkt wie Orangensaft, Obst oder Paprika" rĂ€t Restemeyer. "Beispielsweise Haferflocken mit frischem Obst oder Blattsalat mit Zitronendressing. Die SauerteiggĂ€rung und Keimung von Vollkorn und HĂŒlsenfrĂŒchten verbessert die BioverfĂŒgbarkeit von Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen ebenfalls."

Auf diese GetrÀnke zum Essen verzichten

Ebenso ist bekannt, dass bestimmte GetrĂ€nke die Eisenaufnahme hemmen, beispielsweise Kaffee, Schwarztee und Rotwein aufgrund des enthaltenen Tannins sowie GetrĂ€nke mit zugesetzten Phosphaten, etwa Cola-GetrĂ€nke und Limonaden. Diese GetrĂ€nke sollten nicht zum Essen getrunken werden. Am besten liegt etwa eine Stunde Abstand zwischen dem Essen und dem Trinken dieser GetrĂ€nke. Da Limonaden und Cola-GetrĂ€nke sehr zuckerreich sind, raten ErnĂ€hrungsexperten generell, diese nur in Maßen zu trinken.

Die Folgen eines Eisenmangels

EisenmangelanĂ€mie kann zu einer ungenĂŒgenden Sauerstoffversorgung von Uterus, Plazenta und Fetus sowie zu verschiedenen Schwangerschaftskomplikationen und Fehlentwicklungen beim Kind fĂŒhren. Schwangere, die sich bunt und ausgewogen ernĂ€hren und darauf achten, dass ausreichen eisenhaltige Lebensmittel, darunter auch Fleisch, auf den Teller kommen, können ihren tĂ€glichen Eisenbedarf in der Regel gut decken. RegelmĂ€ĂŸige Blutuntersuchungen wĂ€hrend der Schwangerschaft zeigen, ob die Eisenspeicher ausreichend gefĂŒllt sind.

NahrungsergÀnzung: Nur in Absprache mit dem Arzt

Kann der tĂ€gliche Eisenbedarf wĂ€hrend der Schwangerschaft ĂŒber die ErnĂ€hrung nicht ausreichend gedeckt werden, kann es nach RĂŒcksprache mit einem Arzt unter UmstĂ€nden sinnvoll sein, zusĂ€tzliches Eisen in Form von Tabletten einzunehmen.

"Schwangere sollten Eisen nicht eigenmĂ€chtig supplementieren. EisenprĂ€parate einzunehmen ist nur dann sinnvoll, wenn eine Ă€rztlich diagnostizierte Unterversorgung vorliegt", sagt Restemeyer. "Die Eisensupplementierung wird dann individuell festgelegt. Eine EisenĂŒberversorgung kann gesundheitliche Risiken fĂŒr Mutter und Kind bergen."

Mögliche Nebenwirkungen von Eisen

Wichtig ist die RĂŒcksprache mit dem Arzt auch, weil die EisenprĂ€parate bei einigen Schwangeren zu Übelkeit, DurchfĂ€llen oder Verstopfung fĂŒhren können. "Am besten sprechen Sie mit dem Arzt ĂŒber die Nebenwirkungen", so die ErnĂ€hrungswissenschaftlerin.

"Es kann bei Magenschmerzen beispielsweise sinnvoll sein, die Tabletten nicht auf nĂŒchternen Magen einzunehmen, gegebenenfalls muss dann aber die Dosierung angepasst werden. Einer Verstopfung können Sie vorbeugen, indem Sie sich viel bewegen, ausreichend trinken und auf eine ballaststoffreiche Kost achten."

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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