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Kurze Auszeit: Was bringt ein Mittagsschlaf wirklich?

Kurze Auszeit  

Was bringt ein Mittagsschlaf wirklich?

12.02.2020, 09:31 Uhr | dpa

Deshalb sollten Sie keinen Mittagsschlaf mehr machen

Nickerchen können das Demenz-Risiko erhöhen. Das wollen Schlaf-Forscher der Uni Washington herausgefunden haben. Denn der erholsame Tiefschlaf setzt nur während längerer Schlafepisoden ein.

Neue Studie: Schlaf-Forscher der Uni Washington wollen herausgefunden haben, dass Mittagsschlaf negative Folgen haben kann. (Quelle: Bitprojects)


Das Mittagessen war umfangreich und reichhaltig, die Augen fallen zu. Jetzt erstmal ein Stündchen schlafen. Doch hilft ein Nickerchen am Mittag wirklich gegen ein sogenanntes "Nachmittagstief"?

Im Arbeitsalltag bleibt natürlich keine Zeit für einen richtigen Mittagsschlaf. Dafür genießen ihn viele Menschen am Wochenende umso mehr – und im Ruhestand dann erst recht. Doch Schlafforscher Hans-Günter Weeß rät davon ab.

"Ein Mittagsschlaf von einer Dauer länger als 30 Minuten ist für Erwachsene nicht sinnvoll", sagt er. Denn: "70 Prozent der Bevölkerung schläft sich dabei müde."

Nicht zu langes Nickerchen

Das funktioniert so: Wer länger als eine halbe Stunde schläft, gleitet in den sogenannten REM- oder Traumschlaf – und ist dann lust- und antriebslos, wenn man wieder aufwacht. "Bis man dann wieder in die Gänge kommt, dauert es sehr lange", sagt Weeß.

Hinzu kommt, dass durch das Nickerchen am Mittag Schlafdruck abgebaut wird. "Abends fällt das Einschlafen dann schwerer", sagt Weeß. "Gerade Menschen mit Schlafstörungen brauchen den Schlafdruck aber, um abends zur Ruhe zu kommen."

Bei Schlafstörungen besser wach bleiben

Wer solche Probleme nicht hat, kann sich natürlich auch mittags hinlegen. "Es gibt ein paar wenige Menschen, die das ohne negative Auswirkungen auf das nachfolgende Leistungsvermögen und das Einschlafen am Abend können", sagt Weeß.

"Das sind aber die, die ohnehin keinerlei Probleme mit dem Schlafen haben." Allen anderen rät er: Mittags am besten wach bleiben. Und wenn es doch ein Nickerchen sein muss, dann nicht länger als 20 Minuten und nicht nach 15 Uhr.

Anders ist die Regel nur bei Kindern, erklärt der Experte. Denn die lernen erst etwa mit dem Schuleintritt, ihr ganzes Schlafbedürfnis nachts und in einem Rutsch zu erfüllen. "Bis dahin ist der Mittags- oder Nachmittagsschlaf daher für sie noch sehr sinnvoll."

Welche andere potentielle Gefahr im Mittagsschlaf liegen kann, sehen Sie oben im Video.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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